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Neu in Umweltthemen in den letzten 10 Tagen:

44 Informationen von 1 Anbieter in 22 Unterthemen

Altlasten:  Altlastensanierung (1)

Sanierung devastierter Flächen im ländlichen Raum

Rückbaumaßnahme KLU Kunststoffaufbereitung Goldberg 2015Details anzeigen
Rückbaumaßnahme KLU Kunststoffaufbereitung Goldberg 2015

Rückbaumaßnahme KLU Kunststoffaufbereitung Goldberg 2015

Rückbaumaßnahme KLU Kunststoffaufbereitung Goldberg 2015

Der Struktur­wandel und der anhaltende Bevölkerungs­rückgang haben insbesondere in den ländlichen Räumen Mecklen­burg-Vor­pommerns dazu geführt, dass zahlreiche Gebäude und Liegen­schaften aufgegeben wurden und nun brach­liegen. Die sogenannten "Schand­flecken" stören nicht nur das Orts- und Landschafts­bild, sondern können auch Gesundheit und Umwelt gefährden.

Boden:  Bodenschutz (9)

Bodenschadverdichtung

Stehendes Niederschlagswasser in verdichteten FahrspurenDetails anzeigen
Stehendes Niederschlagswasser in verdichteten Fahrspuren

Stehendes Niederschlagswasser in verdichteten Fahrspuren

Stehendes Niederschlagswasser in verdichteten Fahrspuren

Bodenverdichtungen entstehen z.B. durch die von den Fahrwerken großer und schwerer Land- und Forstmaschinen verursachten Gewichtsbelastungen. Das lässt sich eindrucksvoll im sogenannten Vorgewende und in den Fahrgassen von Ackerflächen beobachten, die mehrmals pro Jahr von Landmaschinen befahren werden.

Erosion

Bodenerosion ist ein Prozess der Zerstörung und Abtragung von Gestein und Boden. Dem Wind und Regen ausgesetzte (exponierte) Standorte sind besonders anfällig für Erosion, wie man oft an Kuppen auf Ackerflächen beobachten kann.

Man unterscheidet zwischen Wasser- und Winderosion.

Der Schaden des erodierten Bodens besteht nicht nur im absoluten Bodenverlust, sondern auch im Verlust der wertvollen Feinsubstanzen (Humuspartikel). Diese sind Träger der Bodenfruchtbarkeit, transportieren aber auch Anhaftungen von Düngemitteln oder Pestiziden in nahe gelegene Flächen und Gewässer.

Flächeninanspruchnahme

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Wohngebiet mit grüner Wiese im Vordergrund

Die Ausweisung neuer Wohngebiete auf der Grünen Wiese ist eine Ursache des gestiegenen Flächenverbrauchs.

Die Ausweisung neuer Wohngebiete auf der Grünen Wiese ist eine Ursache des gestiegenen Flächenverbrauchs.

Mecklenburg-Vorpommern besitzt eine Bodenfläche von 2,3 Millionen Hektar. Davon werden 62,5 Prozent landwirtschaftlich genutzt. 21,8 Prozent sind Wald, 6,0 Prozent Wasser und 8,0 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche. (Stand: 31.12.2012).

Im bundesweiten Vergleich ist der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche in M-V mit 8 Prozent am geringsten. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche ist zwischen 1992 und 2012 um mehr als ein Drittel gewachsen. Die Zunahme, insbesondere bei Flächen für Wohnzwecke und Verkehr, erfolgt vor allem zulasten bislang landwirtschaftlicher oder ungenutzter Flächen.

Flächeninanspruchnahme

Das Modul besteht aus folgenden Teilen:

  • Sachinformation
  • Schüleraktivitäten (didaktische Hinweise, Hintergrundinfos, Experimente o. ä.)
  • separate Arbeitsblätter, Bilder und Grafiken (aus den Schüleraktivitäten)

Aus der Sachinformation: Dieses Modul gibt einen Überblick über die Bodennutzungen einschließlich Flächeninanspruchnahmen durch Siedlung, Industrie und Verkehr. Es werden die Auswirkungen auf Boden, Wasser und Klima beschrieben sowie Maßnahmen/Strategien zur Reduzierung der Neuinanspruchnahme bzw. Wiedernutzbarmachung bereits verbrauchter Flächen dargestellt.

Folgen von Flächenverbrauch und Versiegelung

Siedlungs- und Verkehrsfläche und versiegelte Fläche können nicht gleichgesetzt werden, da in die Siedlungs- und Verkehrsfläche auch unbebaute und nicht versiegelte Flächen eingehen. Zur Höhe des tatsächlich versiegelten Anteils an der Siedlungs- und Verkehrsfläche existieren verschiedene Modellrechnungen. Für das Jahr 2005 wurde für M-V ein Versiegelungsanteil von 43,5 Prozent innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsfläche ermittelt. Für den Zeitraum zwischen 2000 und 2005 ist berechnet worden, dass 4.700 ha in M-V neuversiegelt worden – eine Fläche fast doppelt so groß wie der Schaalsee.

Gefährdung des Bodens

Böden sind weltweit – wie auch in Mecklenburg-Vorpommern - zahlreichen Gefährdungen ausgesetzt. Diese bestehen derzeit vor allem in der unverändert hohen Flächeninanspruchnahme, Versiegelungen, Wasser- und Winderosionen, Verdichtungen, Humusverlust sowie Schadstoffeinträgen. In zunehmendem Maße tritt auch die fortschreitende Klimaänderung mit ihren negativen Auswirkungen auf den Boden und seine Funktionen in den Fokus der Öffentlichkeit.

Humusverlust

Der Humusgehalt von Ackerböden ist deutlich geringer als unter Grünland und Wald. Die Ursachen hierfür sind:

  • der stetige Entzug organischer Substanz durch die Ernte
  • die regelmäßige wendende Bodenbearbeitung des Oberbodens, die durch die gute Durchlüftung den mikrobiellen Abbau organischer Substanz beschleunigt
  • Erosion

Verringerter Humusgehalt hat zur Folge, dass sich auch die Gefügestabilität verringert und damit die Neigung zu Erosion, Verdichtung und Verschlämmung erhöht. Nährstoffe und Wasser werden schlechter gespeichert, das Bodenleben nimmt ab.

Schadstoffeinträge

Seit Beginn der Industrialisierung sind Vielfalt und Menge der Schadstoffe enorm angestiegen, die in die Umwelt bzw. in den Boden abgegeben werden.

Die massivsten Schadstoffeinträge erfolgen über Punktuellen. Hierbei handelt es sich um (Alt-) Deponien, Havarie- oder Industriestandorte, auf denen in der Vergangenheit unachtsam mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde (dazu siehe auch Altlasten).

Ursachen des gestiegenen Flächenverbrauchs

Erschließung eines Baugebietes in Bad KleinenDetails anzeigen
Erschließung eines Baugebietes in Bad Kleinen

Erschließung eines Baugebietes in Bad Kleinen

Erschließung eines Baugebietes in Bad Kleinen

In den letzten Jahren wurden zahl­reiche Wohn­gebiete im Rand- oder ehemaligen Außen­bereich von Städten und Dörfern aufgrund der großen Nach­frage nach zusätz­lichem Wohn­raum vor allem "im Grünen" (Ein­familien­häuser) geschaffen. Ein Groß­teil der neuen Industrie- und Gewerbe­gebiete ist auf der "Grünen Wiese" geplant und errichtet worden. Auch große Infra­struktur­projekte wie die A 20 und zahlreiche Straßen­neu- und -ausbauten haben zum Flächen­verbrauch in M-V bei­getragen.

Energie:  Erneuerbare Energien (1)

Hinweise zur Genehmigung und Überwachung von Biogasanlagen

Die Anzahl der Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Besondere Bedeutung hat die Ausweitung der Biogaserzeugung und -verwertung, neben dem Beitrag zur Energiewende, auch unter den Gesichtspunkten der Nutzung regenerativer Energiequellen und der Erschließung neuer Einkommensquellen im ländlichen Raum.

Landwirtschaft:  Ländliche Räume (2)

EU-Förderung im ländlichen Raum - ausgewählte Beispiele

EU-Logo: Europäische Fonds EFRE, ESF und ELER in Mecklenburg-VorpommernDetails anzeigen
EU-Logo: Europäische Fonds EFRE, ESF und ELER in Mecklenburg-Vorpommern

EU-Fonds

EU-Fonds

Das o.g. Entwicklungsprogramm vereint europäische, nationale und regionale Zielstellungen und umfasst vielfältige Maßnahmen. Diese sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft steigern und gleichzeitig dazu beitragen, dass sich Umwelt, Landschaft und Lebensqualität im ländlichen Raum verbessern.

Förderung der ländlichen Entwicklung

Grundlegende Förderziele der integrierten ländlichen Entwicklung bestehen in der Sicherung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume Mecklenburg-Vorpommerns als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume sowie in der Verbesserung der Agrarstruktur. Einrichtungen der Grundversorgung, ländlicher Wegebau, Dorferneuerung, Tourismus – die Maßnahmenvielfalt ist geeignet, diesem Ziel in den verschiedensten Bereichen Rechnung zu tragen.

Luft und Klima:  Atmosphäre (1)

Einflüsse des Bodens auf das Klima

Vom Boden gehen vielfältige klimarelevante Rückkopplungseffekte aus. Bodenzustand und Flächennutzung beeinflussen direkt das Rückstrahlungsverhalten in die Atmosphäre. Die Extreme reichen vom Kühlungs-/ Verdunstungseffekt von offenen Wasserflächen oder Mooren bis hin zur Hitzerückstrahlung versiegelter Flächen.

Luft und Klima:  Emissionen (3)

Anlagengenehmigung und -überwachung

1. Anlagengenehmigung

Anlagen, die auf Grund ihrer Beschaffenheit oder ihres Betriebes besonders schädliche Umwelteinwirkungen verursachen können, unterliegen der Genehmigungspflicht nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Die Genehmigungspflicht richtet sich nach der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV), hierin sind alle genehmigungspflichtigen Anlagen aufgeführt. Die Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen unterscheidet in der Spalte c des Anhangs 1 zwischen Anlagen mit dem Buchstaben G (förmliches Genehmigungsverfahren mit...

Richtlinie über Industrieemissionen (IE-RL)

Die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) hat zum Ziel, bestimmte umweltrelevante Industrieanlagen einheitlich, systematisch und für alle Umweltbereiche integrierend, behördlich zu überwachen. Unter anderem fordert die IE-Richtlinie die Einrichtung eines Systems für Umweltinspektionen und die Aufstellung von Überwachungsplänen und Überwachungsprogrammen. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und...

Überwachungsplan für die Anlagenüberwachung nach der Industrieemissions-Richtlinie (IE-RL) in Mecklenburg-Vorpommern

Titelblatt der Publikation Details anzeigen
Titelblatt der Publikation

Titelblatt der Publikation "Überwachungsplan für die Anlagenüberwachung"

Titelblatt der Publikation "Überwachungsplan für die Anlagenüberwachung"

Gemäß § 52a Absatz 1 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), § 8 Absatz 5 und § 9 Absatz 1 der Verordnung zur Regelung des Verfahrens bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen (IZÜV) sowie § 47 Abs. 7 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), auch in Verbindung mit § 22a Abs. 1 Deponieverordnung (DepV), erlässt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit im Einvernehmen mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt den Überwachungsplan des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Umsetzung der Überwachung gemäß IE-RL und...

Luft und Klima:  Klimawandel (2)

Auswirkungen des Klimawandels auf den Boden

Die Erkenntnisse zum Klimawandel lassen folgende Auswirkungen auf Böden erkennen:

Boden und Klimawandel

Die ersten Auswirkungen des globalen Klimawandels sind auch in Mecklenburg-Vorpommern bereits spürbar. Der zukünftige Temperaturanstieg und die Änderung der Niederschlagsmengen werden regional unterschiedlich stark sein. Da die klimatischen Bedingungen die Bodenbildung wesentlich bestimmen, werden selbst geringe Klimaänderungen unmittelbare Auswirkungen auf unsere Böden und ihre Funktionen haben. Gleichzeitig beeinflussen veränderte Bodenverhältnisse das Klima.

Im Bodenschutz stehen wir deshalb vor neuen Herausforderungen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.

Luft und Klima:  Fachrecht (1)

Nutzungsbedingungen für ELiA

Für die Nutzung der Anwendung ELiA gelten folgende Bedingungen, soweit ihnen nicht Regelungen des Urheberrechtsgesetzes zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch der Daten entgegenstehen:

Die Anwendung ist ausschließliches Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern behält sich alle Rechte an der Anwendung vor, insbesondere auch das der Änderung ohne vorherige Ankündigung. Aus der Bereitstellung der Software sind keine Ansprüche an künftige Bereitstellung, Inhalt, Ausprägung und Verfügbarkeit abzuleiten.

Nachhaltige Entwicklung:  Nachhaltigkeit (1)

Reduzierung des Flächenverbrauchs

Industriebrachfläche in SchwerinDetails anzeigen
Industriebrachfläche in Schwerin

Flächenrevitalisierung in der Landeshauptstadt Schwerin: Gewerbe- und Industrie­brache

Flächenrevitalisierung in der Landeshauptstadt Schwerin: Gewerbe- und Industrie­brache

Die Bundes­regierung hat sich im Rahmen der "Nationalen Strategie für eine nach­haltige Entwicklung" das Ziel gesetzt, dem anhaltenden Trend eines hohen Flächen­verbrauchs entgegen­zuwirken und die tägliche Nutzung neuer Siedlungs- und Verkehrs­flächen bis zum Jahr 2020 deutschland­weit auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren.

Natur und Landschaft:  Biodiversität (5)

Die Klarwasserseen

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über circa 1.500 Seen und 60.000 Kleingewässer. Ursprünglich waren 98 Prozent dieser Seen nährstoffarm. In Folge einer über mehrere Jahrhunderte verlaufenden Landnutzung und flächigen Begradigung der Fließgewässer sind heute 86 Prozent aller Seen in MV nährstoffreich. Innerhalb des Pommerschen Vereisungsgebietes Norddeutschlands waren sogenannte Eiszeitrelikte in nährstoffarmen Seen zu finden. Dazu zählten z. B. die Feldberger Seen, der Tollensesee, der Unterückersee (Brandenburg) und der Große Plöner See (Schleswig-Holstein). Heute sind die Feldberger Seen...

Die Ostsee mit ihren küstendynamischen Prozessen und den Bodden

Die Ostseeküste weist in MV eine Länge von 1.712 km auf. Davon sind 80 Prozent Bodden und Haffe. Diese Küstenlebensräume haben eine herausragende und europaweite Bedeutung für eine große Vielfalt an Arten, z. B. für das Rast- und Zugvogelgeschehen für circa 65.000 Kraniche und 300.000 Eis-, Trauer- und Samtenten sowie Stern-, Pracht- und Ohrentaucher. Der Erhalt der Küstenlebensräume dient auch 55 Vogelarten, für die MV eine besondere Verantwortung trägt. Darunter sind z. B. der Alpenstrandläufer und der Säbelschnäbler.

Die Rotbuchenwälder

Die Rotbuche ist eine sehr junge Baumart. Sie hat Mecklenburg-Vorpommern erst vor ca. 4.000 Jahren erreicht und bildet seit 2000 Jahren im Binnenland und seit etwa 800 Jahren an der Ostseeküste Wälder, die einen Lebensraum für ca. 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten bieten. Die Rotbuche hat den zuvor flächendeckend vorhandenen Eichen-Linden-Mischwald vollständig verdrängt. Sie ist sehr konkurrenzstark und bildet Reinbestände, in denen nur wenige andere Baumarten vorübergehend oder dauerhaft beigemischt sind. Unser Bundesland beherbergt 4 der europaweit kartierten 86...

Die Tieflandflüsse und Flusstalmoore

Tieflandflüsse weisen durch ihr geringes Gefälle eine ausgeglichene Wasserführung auf. Die meisten von ihnen verlaufen in breiten Kasten- und Muldentälern und sind geprägt durch eine typische Vergesellschaftung von Quellmooren am Talrand, mächtigen Durchströmungsmooren in der Talebene und Überflutungsmooren entlang der Ufer. Das führt zu ganz unterschiedlichen Nährstoffverhältnissen und damit zur Ausbildung sehr verschiedener Lebensräume.

Verantwortung für Europas Naturerbe

Mecklenburg-Vorpommern hat für vier charakteristische Lebensräume eine besondere Verantwortung. Diese bilden die Grundlage der biologischen Vielfalt von circa 25.000 Arten im Land.

Natur und Landschaft:  Eingriffsregelung (1)

Eingriffsregelungen und Ökokontomaßnahmen

SommerwieseDetails anzeigen
Sommerwiese

Rossinerwiese

Rossinerwiese

Die Eingriffsregelung ist ein Instrument, das dazu beitragen soll, Natur und Landschaft als Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten. Wer in Natur und Landschaft eingreift, ist verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes zu unterlassen und nicht vermeidbare erhebliche Beeinträchtigungen durch geeignete Maßnahmen zu kompensieren. Die genaue Eingriffsdefinition, Anforderungen an die Kompensationsmaßnahmen und Fragen der Zuständigkeit sind im Naturschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern geregelt. Die Bewertung von Eingriffen erfolgt in...

Natur und Landschaft:  Schutzgebiete (2)

Biosphärenreservate

Frühjahrswanderung auf der Insel Vilm im Biosphärenreservat Südost-RügenDetails anzeigen
Frühjahrswanderung auf der Insel Vilm im Biosphärenreservat Südost-Rügen

Frühjahrswanderung auf der Insel Vilm im Biosphärenreservat Südost-Rügen

Frühjahrswanderung auf der Insel Vilm im Biosphärenreservat Südost-Rügen

Die drei UNESCO-Biosphärenreservate sichern wesentliche Kulturlandschaftsräume mit hohem Naturschutzwert entlang des Schaalsees an der Grenze zu Schleswig-Holstein, an der Elbe und an der Südostspitze Rügens. Der Schutzstatus dient dabei gleichermaßen ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungszielen. In den Biosphärenreservaten ist, mit Ausnahme kleiner nutzungsfreier Kernzonen, die Durchführung, Erprobung und Erforschung modellhafter, nachhaltiger Nutzungsformen für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung eine der wesentlichen Aufgabe innerhalb des internationalen...

„Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“

Im Jahr 2011 wurden fünf deutsche Buchenwaldgebiete als Ergänzung der seit 2007 bestehenden UNESCO-Weltnaturerbestätte „Buchenurwälder der Karpaten“ in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben. Zwei der fünf deutschen Buchenwaldgebiete befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern:

Natur und Landschaft:  Projekte und Aktionen (1)

„Mecklenburg-Vorpommern – Kultur und Natur von Weltrang“

Die Welterbeausstellung „Mecklenburg-Vorpommern – Kultur und Natur von Weltrang“ besteht aus fünf großformatigen Tafeln, die 2,25 m hoch und 1,75 m breit sind. Sie stellt das Welterbeabkommen, die Welterbe-Hansestädte Wismar und Stralsund, die Welterbe-Buchenwälder in Serrahn und Jasmund, die Welterbeanmeldung der Landeshauptstadt Schwerin sowie unser immatrielles Welterbe vor. Die Ausstellung richtet sich an interessierte Laien ohne Vorkenntnisse, ist für den Indoorbereich konzipiert, sehr flexibel aufstellbar und wirbt auch touristisch für das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seinen...

Umweltinformation:  Umweltbildung (1)

Freiwilliges Ökologisches Jahr

FÖJlerin Louise Globig (Mitte) erkundet mit Schülern Tiere des WaldbodensDetails anzeigen
FÖJlerin Louise Globig (Mitte) erkundet mit Schülern Tiere des Waldbodens

FÖJlerin Louise Globig (Mitte) erkundet mit Schülern Tiere des Waldbodens

FÖJlerin Louise Globig (Mitte) erkundet mit Schülern Tiere des Waldbodens

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Angebot der außerschulischen Jugendbildung. Es bietet Jugendlichen eine interessante Möglichkeit, Engagement für die Umwelt zu zeigen, die eigenen Fähigkeiten zu testen und dabei Zusammenhänge in der Natur kennen zu lernen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Träger, bei denen das FÖJ absolviert werden kann. Zurzeit können 132 Jugendliche aus ca. 250 Einsatzstellen auswählen. Die Freiwilligenzeit dauert mindestens sechs, normalerweise zwölf Monate. Das Jahr beginnt jeweils am 1. September. Es umfasst die praktische Tätigkeit in...

Wasser:  Abwasser (1)

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfelder in Mecklenburg-Vorpommern

Kläranlagengelände Dorf Mecklenburg

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf MecklenburgDetails anzeigen
Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf Mecklenburg

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf Mecklenburg

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf Mecklenburg

Im September 2002 wurde ein Demonstrationsfeld für Kleinkläranlagen auf dem Kläranlagengelände in Dorf Mecklenburg in Betrieb genommen.

Aufgrund mangelnder Nachfrage werden die Anlagen nicht mehr betrieben.

Wasser:  EU-WRRL (1)

Zustand der Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern

Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach WasserrahmenrichtlinieDetails anzeigen
Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach Wasserrahmenrichtlinie

Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach WRRL

Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach WRRL

Die Bewertung des Gesamtzustandes des Gewässers erfolgt nach einer "worst case"-Betrachtung, d.h. die schlechteste Beurteilung der einzelnen Qualitätskomponenten bestimmt das Gesamtergebnis. Ein guter ökologischer Zustand kann nur dann vorliegen, wenn die biologischen und die chemischen Qualitätskomponenten sowie die chemisch-physikalischen und hydromorphologischen Parameter jeweils mindestens gut bewertet werden.

Wasser:  Gewässergüte (1)

Wasserbeschaffenheit

Die Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Dies trifft in erster Linie auf die Sauerstoffverhältnisse und die organische Belastung zu. Bezüglich der Klassifizierung nach diesem Merkmalskomplex ist zu beobachten, dass über 70 Prozent der untersuchten Gewässer die Güteklassen 1 und 2 erreicht haben. Hauptgrund dafür ist, dass nicht mehr so viel kommunales Abwasser eingeleitet wird, das sauerstoffzehrende Stoffe enthält.

Wasser:  Gewässerschutz (4)

Anlagenbezogener Gewässerschutz

Tanklager mit blauen TanksDetails anzeigen
Tanklager mit blauen Tanks

Tanklager

Tanklager

Zum Schutz vor Gewässerverunreinigungen bestehen hohe technische Anforderungen an Anlagen zum Herstellen, Befördern, Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe. Trotz flächendeckender Umsetzung und Kontrolle dieser Anforderungen können akute Schäden durch wassergefährdende Stoffe in Gewässern nie vollständig ausgeschlossen werden. Für diese Notfälle müssen technische und organisatorische Vorkehrungen zur Schadensminimierung vorgehalten werden. Zur Gefahrenabwehr bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen ist entsprechend den hierfür erstellten Warn-...

Naturräumliche Situation

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist in ganz besonderem Maße vom Wasser geprägt. 1.712 Kilometer Küstenlänge, davon 354 Kilometer Küste zur offenen See, rund 40.000 Kilometer Fließgewässer und 2.028 Seen ab 1 Hektar Wasserfläche drücken der Landschaft ihren eigenen Stempel auf. Das Landschaftsbild wurde durch die letzte Eiszeit mit entsprechend komplizierten Grundwasserverhältnissen geprägt. Die Einzugsgebiete der Wasserläufe sind im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen als klein zu bezeichnen. Die Peene weist mit 5.127 Quadratkilometern das größte Einzugsgebiet auf, es folgt die Warnow...

Schutz der Oberflächengewässer

Gewässerkarte von Mecklenburg-VorpommernDetails anzeigen
Gewässerkarte von Mecklenburg-Vorpommern

Gewässerkarte Mecklenburg-Vorpommern

Gewässerkarte Mecklenburg-Vorpommern

Zentrale Aufgaben des Gewässerschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sind, das ökologische Gleichgewicht der Gewässer zu bewahren oder wiederherzustellen, die Trink- und Brauchwasserversorgung zu gewährleisten und alle anderen Wassernutzungen, die dem Gemeinwohl dienen, langfristig zu sichern.

Tiefenkarten der Seen Mecklenburg-Vorpommerns

Seit 1995 wurden im Rahmen des Seenprogramms fast 900 Seen in Mecklenburg-Vorpommern vermessen und davon digitale Tiefenkarten erstellt. Damit sind 95% der Gesamtseenfläche vermessen. Die aus der Vermessung abgeleitete Morphometrie ist Grundlage für eine biologische Bewertung und weitere wissenschaftliche Untersuchungen. Außerdem sind die Tiefenkarten für Wassersportler von besonderem Interesse.

Wasser:  Hochwasser- und Küstenschutz (1)

Küstenschutz

Menschen an der Promenade im Seebad Heiligendamm mit SturmschutzDetails anzeigen
Menschen an der Promenade im Seebad Heiligendamm mit Sturmschutz

Menschen und Güter schützen

Menschen und Güter schützen

Die Küste als Übergangsbereich von Land und Meer ist ein wichtiger Siedlungs- und Wirtschaftsraum, der aber den vom Meer ausgehenden Gefährdungen ausgesetzt ist. 1.050 Quadratkilometer der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns können bei Sturmfluten überflutet werden und 265 Kilometer unserer Ostseeküste befinden sich im natürlichen Rückgang.

Wasser:  Meeresschutz (2)

Bekämpfung von Meeresverschmutzungen

Ölbekämpfungsschiff Details anzeigen
Ölbekämpfungsschiff

Ölbekämpfungsschiff "Vilm" im Einsatz

Ölbekämpfungsschiff "Vilm" im Einsatz

Für den baltischen Raum ist ein nach wie vor anhaltender Anstieg des Schiffsverkehrs zu verzeichnen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat der weitergeführte Ausbau der russischen Ölhäfen. Die Ostsee als Binnenmeer mit stellenweise relativ geringen Wassertiefen stellt die Schifffahrt vor erhöhte Anforderungen. Einer der notwendigerweise zu befahrenden Tiefwasserwege, die Kadettrinne, führt in unmittelbarer Nähe an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entlang. Hier sind jährlich bis zu 65.000 Schiffsbewegungen feststellbar.

Meeresüberwachung

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie hat auch die Meeresüberwachung stark verändert. Es sind natürliche (historische) Hintergrundwerte für die verschiedenen Parameter sowie naturnahe Referenzgebiete in den Küstengewässern definiert. Daraus ist das Leitbild eines sogenannten "guten chemischen und ökologischen Zustands" mit bestimmten Qualitätszielen abzuleiten. Die aktuellen Messergebnisse sind in einem vierstufigen Bewertungsmaßstab zu relativieren und der EU zu melden.

Wasser:  Wasserbau (2)

Gewässerunterhaltung

Oberirdische Gewässer, die nicht von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung sind, bedürfen in der Regel der Unterhaltung. Mit dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetzes - WHG) vom 31.07.2009 hat der Bundesgesetzgeber im Rahmen seiner Gesetzgebungskompetenz nach dem Grundgesetz (Art. 74 Abs. 1 Nr. 32 GG) auch die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Unterhaltung der oberirdischen Gewässer (Unterhaltungslast) geregelt.

Nach § 39 WHG umfasst die Unterhaltung eines oberirdischen Gewässers seine Pflege und Entwicklung. Dazu gehören insbesondere:

Gewässerunterhaltung und -ausbau

FischtreppeDetails anzeigen
Fischtreppe

Wiederhergestellte Gewässerdurchgängigkeit

Wiederhergestellte Gewässerdurchgängigkeit

In Gräben, Bächen und Flüssen sammelt sich der auf die Erde fallende Niederschlag und fließt dem Meer zu. Diesen natürlichen Vorgang beeinflusst der Mensch seit Jahrhunderten, indem er die Gewässer für seine Zwecke u.a. vertieft, begradigt, verlegt und aufstaut. Die damit verbundenen Arbeiten an den Gewässern werden als Wasserbau bezeichnet.

Unterhaltung und Ausbau der Gewässer 1. Ordnung (außer Bundeswasserstraßen) obliegen dem Land. Die Unterhaltung Gewässer zweiter Ordnung ist Aufgabe von Gewässerunterhaltungsverbänden, ausbaupflichtig sind hier die Gemeinden.

Wasser:  Wasserhaushalt (1)

Gewässerbewirtschaftung des Oberflächenwassers

Trotz des Gewässerreichtums besitzt Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern beim Oberflächenwasser ein geringes nutzbares Wasserdargebot zur Gewässerbewirtschaftung. Das ist dadurch bedingt, dass nur der Wasseranteil nutzbar ist, der sich im Zuge des natürlichen Wasserkreislaufes ständig erneuert. Im Lande fallen jedoch relativ geringe Niederschläge im Vergleich zu den benachbarten westlichen Bundesländern (um ca. 200 mm /Jahr niedriger) bei nahezu gleich hohen Verdunstungswerten.