Neue Küstenschutzstrategie bei Ahrenshoop

Nr.214/2022  | 15.07.2022  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Im Rahmen seiner Sommertour besucht der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, heute Ahrenshoop. Dort wird er sich über den Fortschritt der Maßnahmen zur Deichertüchtigung nördlich der Gemeinde informieren.

„Die Aufgabe des Küstenschutzes in diesem Bereich ist es, den Durchbruch von der Ostsee in die inneren Küstengewässer zu verhindern“, erklärt der Minister.

„Das ist für den Schutz der Ortslagen Born und Ahrenshoop unverzichtbar. Die dafür erforderlichen, in immer kürzeren zeitlichen Abständen wiederkehrenden Aufspülungen und größeren Sandmengen (zuletzt 2016: 350.000 m³, 2018: 100.000 m³, 2022: 650.000 m³) sind jedoch mit den Zielen des Nationalparks schwer vereinbar.

Mit Blick auf die Sandentnahmen jeweils in der Ostsee gilt es auch die Beeinträchtigungen mariner Lebensräume zu minimieren. Deshalb sieht der Entwurf der künftigen langfristigen Küstenschutzstrategie des Landes M-V für den Vordarß als Vorzugsvariante ein Maßnahmenpaket basierend auf einer Teilverlegung der Verteidigungslinie (Deich) von der Außenküste ins Landesinnere und einen Verzicht auf zukünftige Sandaufspülungen im Bereich des Nationalparks vor.

Es erfolgt damit ein Wechsel der Küstenschutzstrategie in Form von Düne mit dahinterliegendem Deich zu verstärktem Deich mit Vorland und Restdüne“ fährt der Minister fort und ergänzt:

„Der Deich wird im Rahmen der Baumaßnahme nicht erhöht, die Deichkrone mit Radweg sowie die langseitige Böschung bleiben erhalten. Durch die Verringerung der Neigung der seeseitigen Deichböschung von 1 : 5 auf 1 : 7,5 werden Über­flutungs­mengen und Überströmungsgeschwindigkeiten nicht vollständig verhindert, aber auf ein zulässiges Maß verringert, sodass eine Deichbruch­gefahr allein durch diese Veränderungen an der Außenseite verhindert wird.

Durch das Bauvorhaben wird gewährleistet, dass während einer Sturmflut nördlich der L21 keine Flächen weiträumig unter Wasser stehen“, so Minister Backhaus.