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Umweltinformationssystem Mecklenburg-Vorpommern




Wasser (57 Informationen von 8 Anbietern)

Abwasserbeseitigung

1990 gab es in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Defizite in der Abwasserbeseitigung. Die Reinigungsleistung vorhandener Kläranlagen war unzureichend. Der Anschlussgrad der Bevölkerung an zentrale öffentliche Kläranlagen betrug 64 Prozent; heute über 86 Prozent.

Derzeit werden in Mecklenburg-Vorpommern 573 öffentliche Kläranlagen mit Behandlungskapazitäten größer 50 Einwohnerwerten (EW) betrieben: davon 411 mit einer Ausbaugröße kleiner 1.000 EW. Vier Kläranlagen besitzen eine Ausbaugröße von über 100.000 EW. Sämtliche Kläranlagen mit Ausbaugrößen von mehr als 10.000 EW verfügen, wie es die Kommunalabwasserverordnung verlangt, neben der mechanisch-biologischen Behandlung über Einrichtungen zur Nitrifikation, Denitrifikation und Phosphorelimination. Teilweise werden diese Techniken auch bei kleineren Kläranlagen eingesetzt. Insgesamt werden bei ca. 90 Prozent der anfallenden Abwässer gezielt die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor verringert.

Ausgewählte Küstenschutzmaßnahmen

Beim Küstenschutz besteht das Grundproblem darin, dass der Küstensaum ein hochdynamisches Gebiet ist, was sich ständig und auch in kurzen Zeiträumen deutlich ändert. Ausdruck dessen sind u.a. die vegetationsfreien, weil immer wieder abbrechenden Kliffs. Dem steht das Bedürfnis der Nutzer auf stabile Verhältnisse gegenüber. Ein Rückgang der Uferlinie und damit des Strandes, der Düne usw. kann in bewohnten Gebieten meist nicht toleriert werden. Deshalb wird u.a. mit Buhnenbauten (siehe Foto) versucht, möglichst viel Sand am Strand und im vorgelagerten Flachwasser (Schorre) zu halten. Da dies nicht immer oder nicht in ausreichendem Maß gelingt, ist es inzwischen an vielen Küstenabschnitten erforderlich, den von der See im Laufe der Zeit fortgetragenen Sand künstlich durch Aufspülungen (siehe Foto) zu ersetzen. Aber auch traditionelle Dünenbauarbeiten, die schon mehr als 150 Jahre angewandt werden, wie die manuelle Strandhaferpflanzung sind auch heute noch unverzichtbar.

Ausgewählte Wasserbaumaßnahmen / Impressionen zum Thema Wasserbau

Fließgewässer

Zurückgebautes Wehr Liepe zur Sohlengleite in der Uecker (Foto: Dezernat 320)

In Verwaltungszuständigkeit des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern befinden sich 320 km Fließgewässer mit rund 45 größeren Bauwerken (Wehre, Sohlengleiten, Schöpfwerke, Krautentnahmestellen). Für die Gewässer und Anlagen ist die gesamte Kette von der Planung, Projektierung, Genehmigung, Ausschreibung und Vergabe, Bauüberwachung und -abrechnung bis hin zur den laufenden Unterhaltungsarbeiten zu erledigen.

Es werden hauptsächlich Baumaßnahmen zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt bzw. sind in Planung. Es besteht das Ziel, die Gewässer Randow, Uecker und Zarow durch Umgestaltung der Querbauwerke ökologisch durchgängig herzustellen. Hier ist bereits viel erreicht. Herausragende Baumaßnahmen waren die Rekonstruktionen der Wehre Louisenhof und Meiersberg in der Zarow sowie Waldhof, Gorkow und Neumühl in der Randow und Pasewalk, Sohlschwelle Pasewalk und Bauerort in der Uecker. Außerdem sind mehrere Wehre zu Sohlgleiten zurückgebaut worden. Größte Baumaßnahmen der kommenden Jahre wird der Umbau des Wehres Torgelow sein.

BaltCICA - Climate Change: Impacts, Costs and Adaptation in the Baltic Sea Region

Ziel des Projektes BaltCICA ist das Vorantreiben der Einschätzung künftiger Beeinträchtigungen durch den Klimawandel in der dicht besiedelten Küstenregion der gesamten Ostsee sowie die Entwicklung, Beurteilung und Implementierung von Anpassungsmaßnahmen (baulicher, organisatorischer und institutioneller Art). Die Abschätzung entstehender Kosten eines steigenden Meeresspiegels bzw. Hochwasserrisikos sind ebenso Bestandteil wie die Entwicklung gemeinsamer Konzepte zur Anpassung und deren Anwendung in verschiedenen Fallstudien.

In dem vom Geological Survey of Finland (GTK) koordinierten Projekt sind insgesamt 24 Kommunen, regionalen Behörden sowie Forschungsinstitutionen aus acht Ostseeanrainerstaaten (Finnland, Deutschland, Dänemark, Schweden, Estland, Lettland, Litauen und Norwegen) beteiligt. Das Projekt läuft von Februar 2009 bis Januar 2012 und wird durch das INTERREG IV B-Programm der Europäischen Kommission gefördert.

Befahrbarkeit des Krakower Sees
Am Krakower See

Für die Nutzungen an oberirdischen Gewässern gilt der in § 23 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) i.V.m. § 21 Landeswassergesetz (LWaG) geregelte Gemeingebrauch. Demnach darf jedermann die oberirdischen Gewässer zum Baden und Eissport benutzen. Weiterhin dürfen fließende Gewässer und die im Eigentum von Körperschaften des öffentlichen Rechts stehenden Seen mit kleinen Fahrzeugen ohne Motorkraft befahren werden. Das Befahren mit motorgetriebenen Wasserfahrzeugen kann die zuständige Wasserbehörde gem. § 21 Abs. 7 LWaG durch Allgemeinverfügung oder im Einzelfall zulassen. Der Krakower See befindet sich als Gewässer I. Ordnung gem. § 108 LWaG in der Zuständigkeit des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg Dienststelle Rostock.

Buhnenbau in M-V

Küstenschutz durch Buhnenbau - Probleme bei der Verwendung einheimischer und tropischer Hölzer


Bedeutung der Buhnen im Sturmflutschutzsystem Mecklenburg-Vorpommerns

Das klassische Sturmflutschutzsystem an der Ostsee besteht in der Regel aus Buhnen - sandreichem Strand - Düne - Küstenschutzwald und Seedeich. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden erstmals Buhnen in Mecklenburg-Vorpommern gebaut. Als wand- oder dammartige Bauwerke quer zur Uferlinie führen sie zur seewärtigen Verlagerung der uferparallelen Brandungsströmung. Innerhalb der strömungsberuhigten Buhnenfelder kann es daher zur Akkumulation von Sand und damit zur Abnahme der Wassertiefe kommen. Den Wellen wird dadurch bereits vor Erreichen des Strandes und der Düne der Großteil ihrer Kraft genommen. Dies führt zur Stabilisierung oder sogar seewärtigen Verlagerung der Uferlinie und zur Verbesserung der Funktionstüchtigkeit der vor Sturmflut und Küstenliniendurchbruch schützenden Dünen. An der Küste unseres Landes haben sich einreihige Holzpfahlbuhnen besonders bewährt. Die einzelnen Buhnen reichen 40 bis 80 m in See. Die Lebensdauer kann unter normalen Bedingungen erfahrungsgemäß mit 40 bis 60 Jahren angesetzt werden.

COHIBA - Projekt "Gefährliche Stoffe" in der Ostsee

Das INTERREG-Projekt COHIBA in M-V

COHIBA (Control of hazardous substances in the Baltic Sea region) ist ein von der Europäischen Union mitfinanziertes Projekt (INTERREG IV B) und dient der Umsetzung des HELCOM Ostseeaktionsplan (HELCOM Baltic Sea Action Plan, BSAP) bezüglich der "Gefährlichen Stoffe". Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich aktiv an diesem Projekt im Arbeitspaket 3 (Innovative Ansätze für die Überwachung der gefährlichen Stoffe).

Das Interne Messnetz Küste (IMK)

Das Interne Messnetz Küste erhebt für sechs gleichmäßig verteilte Küstenabschnitte an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern sowie für vier Boddenabschnitte kontinuierlich meteorologische und hydrologische Mehrparameterdaten. Dazu stehen neben eigenen Messstationen mit jeweils einem Land- und Seeteil auch zwei Tiefwassersonden, so genannte Waveriderbojen, zur Verfügung. Durch eine enge Kooperation mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern (WSA) sowie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) konnte das eigene Netz zur Gewährleistung der notwendigen Datendichte und -sicherheit mit weiteren Messstationen vernetzt werden.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit

Der Amtsbereich des StALU Vorpommern grenzt auf einer Länge von rund 80 Kilometern zwischen der Pommerschen Bucht und dem Stettiner Haff im Norden sowie der unteren Oder im Süden an die polnische Wojewodschaft Westpommern. Auf der Grundlage des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft an den Grenzgewässern vom 19. Mai 1992 erfolgte die Bildung der deutsch–polnischen Grenzgewässerkommission. Für die praktische Umsetzung der Aufgaben stehen der Kommission fünf ständige deutsch–polnische Arbeitsgruppen zur Seite. Das Land Mecklenburg–Vorpommern wird in diesen Arbeitsgruppen durch Mitarbeiter der Abteilung Naturschutz, Wasser und Boden des StALU Vorpommern vertreten.

Die deutsch-polnischen Grenzgewässer Mecklenburg-Vorpommerns

Wege und Ergebnisse der internationalen Zusammenarbeit zu deren Unterhaltung und Ausbau

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald bilden der Torfkanal und die Mützelburger Beeke auf einer Länge von etwa 13 km die Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen. Diese verläuft in der Gewässermitte.

Zuständig für die Unterhaltung der Gewässer ist auf deutscher Seite das StALU Vorpommern. Die Unterhaltungszuständigkeit auf polnischer Seite liegt für die Mützelburger Beeke bei der Regionalen Wasserwirtschaftsverwaltung Stettin (RZGW Szczecin) und für den Torfkanal bei der Bezirksverwaltung Melioration und Wasseranlagen der Woiwodschaft Westpommern in Stettin.

Die Europäische Wasserrrahmenrichtlinie

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist ein Instrument zur Umsetzung einer gemeinsamen europäischen Umweltpolitik, deren Ziele lt. Gründungsvertrag der EU die Erhaltung und der Schutz der Umwelt sowie die Verbesserung ihrer Qualität und der umsichtigen und rationellen Verwendung der natürlichen Ressourcen sind.

Ausgehend von einer einzugsgebietsbezogenen Betrachtung werden die großen Flussgebiete weiter unterteilt. Die Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern sind in zehn Bearbeitungsgebiete mit 39 Teilgebieten unterteilt.

Die Küste von Mecklenburg-Vorpommern

Die Küste ist eine sich durch vielfältige küstengestaltende Prozesse ständig verändernde Übergangszone zwischen Land und Meer. Marine Kräfte, wie Strömung, Seegang und Brandung, wirken permanent auf die Küste ein und formen ihr Erscheinungsbild fortwährend aufs Neue. Neben den sichtbaren Veränderungen können auch äußerst langsam ablaufende, oft kaum wahrnehmbare Prozesse, wie allmähliche Änderungen des Meeresspiegels oder Landhebungen/-senkungen, das Gesicht einer Küste auf lange Sicht gravierend verändern. Die Küste ist somit kein starres Gebilde, sondern durch einen dynamischen Charakter geprägt.

Die Steilküsten in M-V
Einschätzung der Restaurierungsmaßnahme Phosphatfällung im Großen Weißen See

1. Lage

Der Große Weiße See liegt in west-/nordwestlicher Richtung von Wesenberg im Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Er ist von Wald umgeben und hat keine oberirdischen Zuflüsse.

Einschätzung der Restaurierungsmaßnahme Phosphatfällung im Schwandter See

1. Lage

Der Schwandter See liegt im Kreis Demmin, in dem Gemeindebereich Rosenow, direkt am Ortsteil Schwandt.

Elbehochwasser Januar 2011

Nach dem August-Hochwasser 2002 und dem Winter-Hochwasser 2006 war das Januar-Hochwasser 2011 das 3. außergewöhnliche Elbe-Hochwasser innerhalb der letzten 10 Jahre. Eine derartige Dichte außergewöhnlicher Hochwasserereignisse dürfte für die Elbe historisch sein.

Das Januar-Hochwasser 2011 brachte bemerkenswerte Durchflüsse und Wasserstände hervor. So reichten die Scheiteldurchflüsse der Elbe ab dem Pegel Barby an die des Winter-Hochwassers 2006 heran, die zugehörigen Wasserstände an der unteren Mittelelbe lagen aber zum Teil deutlich über den Scheitelwerten von 2006. An den mecklenburgischen Elbepegeln Dömitz und Boizenburg wurde neue Höchstwasserstände erreicht.

Fischaufstieg Neubukow/Hellbach

Der Hellbach

Das Quellgebiet des Hellbaches befindet sich im Raum Altenhagen südlich von Kröpelin. Nördlich von Neubukow mündet der Hellbach bei Teßmannsdorf in das Salzhaff. Das Einzugsgebiet des Hellbaches umfasst eine Fläche von rd. 210 km².

Am Mühlenteich Neubukow hat das Einzugsgebiet eine Größe von 200 km². Der mittlere Durchfluss beträgt hier MQ = 1,33 m³/s und der mittlere Hochwasserdurchfluss MHQ = 9,40 m³/s.

Förderangelegenheiten
Gewässerkundliches Landesmessnetz ausgebaut: Neue Durchflussmessanlage für Peene in Demmin
Demmin, Meyenkrebsbrücke mit Dalben für die Installation der Durchflussmessanlage

Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Neubrandenburg, Dezernat Gewässerkundlicher Landesdienst, hat zum 02. Juni 2004 eine weitere automatische stationäre Durchflussmessanlage nach dem Prinzip der Ultraschall-Laufzeitdifferenzmessung im Flussgebiet der "Peene" in Betrieb genommen.
Damit wird es besonders im Unterlauf der Peene, unmittelbar nach den Zuflüssen von Trebel und Tollense erstmalig möglich, Durchflüsse kontinuierlich zu erfassen.

Der gewählte Standort, direkt unter der Meyenkrebsbrücke, erwies sich auch deshalb als geeignet, da dort der Pegel des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) steht. Somit ist die neue Durchflussmessanlage direkt mit den Wasserständen zu vergleichen. Die neue Durchflussmessanlage ist vor allem eine ideale Ergänzung zur bereits in Betrieb befindlichen Anlage in Anklam. Dadurch wird auch die zeitliche Entwicklung des Durchflussgeschehens transparenter.

Gewässerschutz
Gewässerkarte Mecklenburg-Vorpommern
Gewässerkarte Mecklenburg-Vorpommern

Zentrale Aufgaben des Gewässerschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sind, das ökologische Gleichgewicht der Gewässer zu bewahren oder wiederherzustellen, die Trink- und Brauchwasserversorgung zu gewährleisten und alle anderen Wassernutzungen, die dem Gemeinwohl dienen, langfristig zu sichern.

In den Bereich des Gewässerschutzes fallen:

Gewässerunterhaltung und -ausbau
Wiederhergestellte Gewässer- durchgängigkeit; Foto: StALU Mittleres Mecklenburg Dienststelle Rostock
Wiederhergestellte Gewässer- durchgängigkeit; Foto: StALU Mittleres Mecklenburg Dienststelle Rostock

In Gräben, Bächen und Flüssen sammelt sich der auf die Erde fallende Niederschlag und fließt dem Meer zu. Diesen natürlichen Vorgang beeinflusst der Mensch seit Jahrhunderten, indem er die Gewässer für seine Zwecke u.a. vertieft, begradigt, verlegt und aufstaut. Die damit verbundenen Arbeiten an den Gewässern werden als Wasserbau bezeichnet.

Unterhaltung und Ausbau der Gewässer 1. Ordnung (außer Bundeswasserstraßen) obliegen dem Land. Die Unterhaltung Gewässer zweiter Ordnung ist Aufgabe von Gewässerunterhaltungsverbänden, ausbaupflichtig sind hier die Gemeinden.

Graal-Müritz Tourismus & Küstenschutz

Das Seeheilbad Graal-Müritz, gelegen in der Rostocker Heide, einem Wald- und Heidegebiet östlich von Rostock, erstreckt sich auf einer Länge von etwa 4 km direkt an der Ostseeküste. Die anfänglich von Fischfang und Kleinlandwirtschaft lebende Region erfuhr im ausgehenden 19. Jahrhundert einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung: die bioklimatischen Vorzüge von Wald, Moor und Ostsee lockten zunehmend Kur- und Badegäste in die Gegend, so dass im Jahr 1880 das erste Hotel des Ortes eröffnete. Mit dem wachsenden Badeverkehr Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Graal-Müritz zu einem beliebten Ziel vieler Reisender und Erholungssuchender. Schon Persönlichkeiten wie Franz Kafka, Erich Kästner oder Lyonel Feininger wussten Graal-Müritz als Ort der Entspannung und Erholung zu schätzen. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich Graal-Müritz als weithin bekanntes Seebad an der deutschen Ostseeküste etabliert. Das seit 1960 staatlich anerkannte Seeheilbad hat sich mit seinen Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen sowie zahlreichen Hotels und Pensionen bis heute auf die Gesundheits- und Tourismusbranche spezialisiert und ist einer der Fremdenverkehrsschwerpunkte in Mecklenburg-Vorpommern. Entscheidend für den Ort ist dabei der Erhalt der Nutzbarkeit und Erlebbarkeit des Küstenstreifens, aber auch der Schutz der Ortschaft vor den von der Ostsee ausgehenden Gefahren.

Hochwasser-Aktionsplan Haubach-Wallbach-Einzugsgebiet

Hochwasserschutz im Zeichen der Klimaänderung

„Das Unwettertief ‚Quirinus’ hat in der Nacht vom 22. zum 23. August 2007 erheblichen Schaden angerichtet.
104 Liter Wasser je Quadratmeter fallen binnen vier Stunden vom Himmel. Die Menge überfordert die Gräben völlig. Der Rückstau überflutet drei Häuser in Willershagen, rund zwei Dutzend in Blankenhagen, und fünf in Behnkenhagen. Der Wallbach, der durch Willershagen und Blankenhagen fließt, ist normalerweise gerade einmal zwei Meter breit. Bei der Flut schwillt er auf zehn Meter an. Straßen werden unterspült, Laternen kippen um, eine Brücke droht einzustürzen…“

Hochwasserinformationen und -warnungen

Bereiche und Zuständigkeiten des Hochwassermeldedienstes

Nach der Hochwassermelddienstverordnung (HwMdVO M-V ) vom 29.08.2005 umfasst der Hochwassermeldedienst nach §2 Abs. 1 die folgenden Bereiche:

Der Hochwassermeldedienst wird für die Warnow im Abschnitt von Bützow bis Rostock, Südkante der Eisenbahnbrücke Rostock - Stralsund, für die Küstengewässer einschließlich Sund- und Boddengewässer sowie Haffe (Ostsee) sowie für folgende Bundeswasserstraßen eingerichtet:

  1. die Warnow in Rostock von der Südkante der Eisenbahnbrücke Rostock - Stralsund bis zur Mühlendammschleuse,
  2. die mecklenburgischen Gewässerabschnitte der Elbe,
  3. die Peene im Abschnitt Aalbude (Kummerower See) bis Anklam.
Hochwasserschutz
Hafeneinfahrt Dömitz; Foto: Nordmeyer
Hafeneinfahrt Dömitz; Foto: Nordmeyer

Bäche und Flüsse fließen unter normalen Bedingungen in ihren Betten. Nach kräftigen und lang anhaltenden Niederschlägen und/oder einer starken Schneeschmelze treten sie aber manchmal auch über die Ufer und überschwemmen ihr Umland. Der Bach oder Fluss führt Hochwasser!

Als Hochwasserschutz werden Baumaßnahmen bezeichnet, die die von Hochwasser ausgehenden Gefahren in den überschwemmungsgefährdeten Gebieten mindern.

HoRisk - Hochwasserrisikomanagement für den Küstenraum

HoRisk ist ein vom Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen (KFKI) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt und läuft von November 2009 bis April 2013. Das StALU MM vertritt das Land Mecklenburg-Vorpommern als projektbegleitender Praxispartner der Universität Rostock / Fachbereich Küstenwasserbau. Hintergrund dieses Projektes ist die "Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken", die von der Europäischen Union am 23. Oktober 2008 verabschiedet wurde. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Gefahren, die Hochwasser auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das kulturelle Erbe und die wirtschaftliche Tätigkeiten ausübt, zu verringern und das Management im Umgang mit den Hochwassergefahren zu verbessern.

Hydrologie und Gewässergüte

Entsprechend dem Landeswassergesetz führt das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern den gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst im Amtsgebiet durch und ist für die Erarbeitung von Statistiken u.a. für den Hochwasserschutz verantwortlich.

Das Messnetz des gewässerkundlichen Landesdienstes besteht aus folgenden Bereichen:

Küstenschutz
Strandaufspülung bei Markgrafenheide; Foto: J. Dudek
Strandaufspülung bei Markgrafenheide; Foto: J. Dudek

Die Küste als Übergangsbereich von Land und Meer ist ein wichtiger Siedlungs- und Wirtschaftsraum, der aber den vom Meer ausgehenden Gefährdungen ausgesetzt ist. 1.050 Quadratkilometer der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns können bei Sturmfluten überflutet werden und 265 Kilometer unserer Ostseeküste befinden sich im natürlichen Rückgang.

Die dauerhafte Nutzung der Küste ist daher nur möglich, wenn die vom Meer ausgehenden Gefährdungen minimiert werden. Dies ist Aufgabe des Küstenschutzes. Gegen die Überflutungsgefahr werden z.B. Dünen, Deiche und Uferwände gebaut, gegen den Küstenrückgang kommen u.a. Sandvorspülungen, Buhnen, Wellenbrecher und Ufermauern zum Einsatz.

Küstenschutz im Ostseeheilbad Graal-Müritz

Wie wird die Küste von Graal-Müritz geschützt?

Der Küstenstreifen von Graal-Müritz wird durch die permanenten Angriffe des Meeres regelmäßig geschwächt, so dass dauerhaft Küstenschutzmaßnahmen erforderlich sind. Sie sollen den Ort und das Hinterland vor Überschwemmungen sowie vor Küstenrückgang schützen. Diese Aufgaben übernimmt ein komplexes System aus Kü stenschutzbauwerken, bestehend aus Buhnen, Schorre, Strand, Küstenschutzdüne, Geotextilwall und Deich.

Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern

Die Küste von M-V und die Notwendigkeit ihres SchutzesZu den prägenden Besonderheiten von Mecklenburg-Vorpommern gehört die 1.945 lange Küste. Die vielfältigen Übergänge zwischen Land und Meer, zwischen Flach- und Steilküste machen den einzigartigen Reiz dieser Landschaft aus. Die heutigen Küstenformen sind Ergebnis des Jahrhunderte andauernden Kräftewirkens von Wind, Seegang, Strömung, von Änderungen des Meeresspiegelniveaus und auch von Landhebungen und -senkungen. Der Bereich zwischen Land und Meer unterliegt angesichts dieser Prozesse einer ständigen Veränderung. Dies sind insbesondere permanent ablaufende Ausgleichsprozesse, bei denen Material vom Ufer abgetragen und an anderer Stelle wieder angelagert wird. Die Dynamik, also die ständige Veränderung, ist das charakteristische Merkmal unserer Küste – so war es bereits früher und so wird es auch in der Zukunft bleiben.

Landwirtschaftlicher Wasserschutz

Information und Fachberatung von Landwirten, Verbänden und Behörden u.a. zu Vermeidung von Nährstoffeinträgen, Ableitung von landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsauflagen u.a

Marine Dateninfrastruktur Deutschland

Marine Dateninfrastruktur Deutschland (MDI-DE)

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist Partner im Projekt Marine Dateninfrastruktur Deutschland (MDI-DE).

Meeresumweltschutz
Gewässeraufsichtsschiff
Gewässeraufsichtsschiff "Strelasund", Foto: Martin Sabel

Die Ostsee ist im Weltmaßstab betrachtet ein relativ kleines, aber überaus sensitives und anfälliges Meer. Dennoch ist sie etwas Besonderes und Lebensader für Mecklenburg-Vorpommern. Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns hat eine Länge von ca. 1712 Kilometer. Sie bietet eine faszinierende und schützenswerte Natur, in der Menschen leben, arbeiten oder sich erholen. Die Zielsetzung des Meeresumweltschutzes ist, nachhaltig wirksame Schutz- und Nutzungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Dabei müssen u. a. verschiedene Belange mit dem Gewässerschutz in Einklang gebracht werden: die der Schifffahrt und der Häfen, der Fischerei, der Landwirtschaft und Industrie, der Offshoreaktivitäten, des Kies- und Sandabbaus sowie der Verklappung von Baggergut.

Überwachungsmessnetze und -messprogramme in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns
Überwachungsmessnetze und -messprogramme in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns

Mecklenburg-Vorpommern ist von der maritimen Wirtschaft, vom Tourismus und somit auch von einer intakten Natur an und in der Ostsee besonders abhängig. In diesem Zusammenhang wurde das völkerrechtlich verbindliche Helsinki-Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets (HELCOM) begründet. Die Überwachung der Küstengewässer wird im Bund/Länder Messprogramm (BLMP) organisiert. Gemeinsame EU-Richtlinien u. a. (WRRL) und die zukünftige Meeresstrategierichtlinie stellen den rechtlich verbindlichen Schutz der Küstengewässer in einem gesamteuropäischen Kontext sicher.

Naturnaher Wasserbau

Wichtiges Anliegen und Aufgabe der Wasserwirtschaft – auch bereits vor Inkraftsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie – ist die Rückführung der Gewässer in einen naturnahen Zustand. Neben der Verbesserung der Wasserqualität, insbesondere durch eine modernsten Anforderungen genügende Abwasserreinigung vor deren Einleitung, nimmt die Aufwertung des Strukturreichtums der Gewässer dabei einen zentralen Platz ein. Schwerpunkt ist gegenwärtig die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Fließgewässer für Fische, Rundmäuler und andere aquatische Lebewesen. Dies kann entweder durch die Rücknahme von Querverbauungen (z.B. Wehre) oder die Gestaltung geeigneter Fischaufstiegsanlagen an den Staubauwerken erreicht werden.

Ölwehr
Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm)

Der Transport von jährlich über 40 Mio t Öl auf dem Seeweg vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns macht eine effektive Vorbereitung auf die mögliche Abwehr eines Ölunfalls erforderlich. So wurden auf der Grundlage des Verwaltungsabkommens des Bundes und der Küstenländer zur gemeinsamen Bekämpfung von Ölhavarien vom 27. April 1995 entsprechende Geräte in Stralsund, auf der Insel Dänholm in einer modernen Wartungs- und Lagerhalle stationiert. Die Geräte werden durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern Dienststelle Stralsund im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eingesetzt. Dabei handelt es sich um Ölsperren, diverse Ölaufnahme- und Fördertechnik, sowie Spezialfahrzeuge und Ausrüstung zur Bekämpfung von Ölschadenslagen.

Ölwehrgerätehalle in Heiligendamm
Ölwehrbekämpfungsschiffen in Aktion
Ölwehrbekämpfungsschiffen in Aktion

Die Ostsee ist ein sehr sensibles Randmeer des Atlantischen Ozeans. Obwohl sie nur 0,1 % der Erdoberfläche bedeckt wird über die Ostsee ca. 7 % des Welthandels abgewickelt.

Neben dem Rohöl und Mineralölprodukten wird alles verschifft, was die hoch industrialisierten Anrainerstaaten benötigen.

RA:dOst - Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste
Fokusthemen und -gebiete

Seit Juli 2009 ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) in Rostock aktiver Praxispartner des RADOST-Projektes, an dem Partner aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mitwirken. RADOST steht für Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste und hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Ziel des Projektes ist es, Anpassungsstrategien an den Klimawandel für die deutsche Ostseeküste im Dialog mit Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Klimawandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen. Für einzelne Handlungsfelder wie Tourismus, Küstenschutz, Naturschutz, Häfen und maritime Wirtschaft, Gewässermanagement und Landwirtschaft sowie erneuerbare Energien sollen Optionen auf regionaler Ebene entwickelt werden. Dabei steht das StALU MM gemeinsam mit der Universität Rostock für das Fokusthema Küstenschutz. RADOST ist eines von insgesamt sieben Projekten, die im Rahmen der Maßnahme "KLIMZUG – Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten" verschiedene Modellregionen betrachten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden.

Regelwerk Küstenschutz M-V

Am 6. Mai 2009 hat der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V, Dr. Till Backhaus, das neue „Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.   Mit diesem neuen wertvollen Übersichtsheft wurde der 1995 herausgegebene Generalplan „Küsten- und Hochwasserschutz M-V“ weiterentwickelt.   Das Regelwerk fasst den aktuellen Kenntnisstand zum Sturmflutschutz in M-V zusammen, bilanziert das dabei Erreichte und gibt einen Ausblick auf künftige Aufgaben. Damit wurde der Übergang vom bisher starren, fest gebundenen Generalplan zu einem flexiblen, themenbezogen leicht aktualisierbaren Regelwerk für den Küstenschutz in M-V vollzogen.   Das Regelwerk enthält übersichtlich geordnet eine Vielzahl von Informationen, Übersichten, Darstellungen, Bildern und statistischen Angaben zum Küstenraum M-V, zu rechtlichen Grundlagen und Grundsätzen des Küstenschutzes, zur Bemessung von Küstenschutzanlagen, zu Methoden und Hilfsinstrumenten des Küstenschutzes bis hin zur Organisation des Küstenschutzes in M-V sowie eine Auswahl seit 1990 realisierter Sturmflutschutzprojekte im Land verbunden mit einem Ausblick auf geplante Küstenschutzmaßnahmen bis 2014 und darüber hinaus.

Sandaufspülungen

Küstenschutz durch Sandaufspülungen


Gefährdung

Die Ostsee ist ein flaches und langgestrecktes Meer. Aufgrund dieser beiden Eigenschaften wird ihr Wasserstand stark durch den Wind beeinflusst. Sturm schiebt an den in Windrichtung gelegenen Küsten einen „Wasserberg“ auf und der Wasserstand steigt, während er an den windabgewandten Küsten fällt. In unregelmäßigen Abständen kommt es dadurch an den Küsten der südwestlichen Ostsee zu so genannten Sturmfluten. Während einer Sturmflut kann der Wasserspiegel der Ostsee bis zu drei Metern ansteigen. Dies führt in tiefgelegenen Küstengebieten zu Überflutungen, die auch menschliche Siedlungen in Gefahr bringen. Da in Mecklenburg-Vorpommern eine gesetzliche Verpflichtung zur Sicherung von im Zusammenhang bebauten Gebieten vor den von der See ausgehenden Gefahren besteht, werden zum Schutz dieser Ortschaften Küstenschutzaktivitäten erforderlich. In zunehmendem Maße kommen dabei, wie auch international üblich, Sandaufspülungen zum Einsatz.

Sanierungsmaßnahmen für Altlastenstandorte

Weiterführende Informationen

Schleuse Zwenzow – Schleusungszeiten 2012

Für die Schleuse Zwenzow zwischen dem Useriner See und dem Großen Labussee wurden die Schleusungszeiten für das Jahr 2012 wie folgt festgelegt:

 

Sturmfluten an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern

Sturmfluten sind unregelmäßig auftretende Naturereignisse, bei denen der Wasserstand kurzzeitig auf Extremwerte anwächst und in Verbindung mit starkem Seegang zu erheblichen Zerstörungen und Landverlusten führen kann. Durch die Besiedlung überflutungs und abbruchgefährdeter Küstenbereiche geht von Sturmfluten eine besondere Gefährdung für die Küstenbewohner und ihre Schutzgüter aus. Die Bewertung der Sturmflutgefährdung erfordert daher grundlegende Kenntnisse über das Zustandekommen und den Verlauf von Sturmfluten.

Sturmflutschutz auf dem Fischland

Fertigstellung des erneuerten Buhnensystems „Dierhagen – Wustrow“
Das Land Mecklenburg-Vorpommern schließt im Jahr 2009 die Erneuerung des Buhnensystems im Küstenabschnitt Dierhagen/ Wustrow ab. Geplant sind 14 Buhnen nordöstlich der Wellenbrecher von Wustrow, die damit den Abschluss des Buhnensystems und auch des Küstenschutzsystems in diesem Bereich bilden.
Ziel der Maßnahme ist es, den Sturmflutschutz für die Ortslage Wustrow so auszubauen, dass es möglich ist, eine sehr schwere Sturmflut mit dem Bemessungshochwasserstand abzuwehren und zu kehren. (Für die Außenküste Wustrows wurde ein BHW von + 2,90 m NHN errechnet).

Die 1984/85 errichteten Altbuhnen weisen inzwischen einen starken Verwitterungsgrad auf. Durch Befall der Seeteile mit der Bohrmuschel „Teredo navalis“ kam es zu zusätzlichen Totalverlusten von Buhnenpfählen. Somit geht von diesem maroden Buhnensystem derzeit eine Gefahr aus, da es nicht mehr möglich ist, den Sedimenthaushalt im ufernahen Bereich stabil zu halten. Dies ist aber dringend notwendig, weil durch die Anlagerung von Sanden die Flanken der Wellenbrecher und damit das Steilufer Wustrow selbst geschützt werden sollen. Nur durch die Ausbildung einer stabilen Bucht zwischen den beiden Wellenbrechersystemen Wustrow und Ahrenshoop kann der Rückgang des Fischlandhochufers langfristig aufgehalten werden.

Sturmflutschutz Greifswald
Geographische Lage von Greifswald

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen über das Vorhaben Sturmflutschutz Greifswald inklusive dem Sperrwerk in Wieck.

Sturmflutschutzsystem Warnemünde

Gefährdungspotential

Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es in unregelmäßigen Abständen Sturmfluten, denen die vorhandenen Küstenschutzeinrichtungen in Warnemünde, wie zum Beispiel die Ufermauer am Alten Strom, nicht immer gewachsen waren.

Die Gefahr einer Überflutung besteht für Warnemünde sowohl von der Außenküste als auch von der Binnenküste durch die mit der Ostsee korrespondierenden Wasserstände der Warnow. Dabei gelangt das Wasser vor allem über den Laakkanal und die Straßen und Grundstücke am südlichen Alten Strom in das Ortszentrum und verteilt sich aufgrund der geringen Geländehöhen flächendeckend. Die Einstauhöhen betragen Am Markt bis 1,00 Meter, in der Mühlenstraße bis 1,10 Meter, in der Parkstraße und Am Strom bis 1,30 Meter, in der Gartenstraße sogar bis 2,30 Meter.

Sturmflutschutz und Renaturierung Ostzingst
Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
Bearbeitungsgebiete im StALU Vorpommern
Bearbeitungsgebiete im StALU Vorpommern

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben am 23.10.2000 die "Richtlinie 2000/60/EG zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik" verabschiedet. Mit der Veröffentlichung im EU - Amtsblatt am 22.12.2000 ist diese Richtlinie, kurz Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) genannt, in Kraft getreten.

Durch die Wasserrahmenrichtlinie wird die Wasser- und Gewässerschutzpolitik in Europa neu ausgerichtet. Nach dieser Richtlinie sollen die Gewässer in der Europäischen Union bis zum Jahr 2015 einen "guten Zustand" erreichen. Dieser Zustand ist dadurch charakterisiert, dass er vom natürlichen Zustand nur unwesentlich abweicht.

Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) (2)
Bearbeitungsgebiete im StALU Westmecklenburg (Foto: StALU Westmecklenburg)

Die Wasserrahmenrichtlinie steckt sich ein ehrgeiziges Ziel: Bis spätestens 2015 sollen sich die Gewässer in einem Zustand befinden, der nur gering von einem natürlichen Zustand abweicht. Das StALU Westmecklenburg ist für die Bearbeitungsgebiete Elde / Müritz, Sude, Stepenitz und Küste-West zuständig.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie steckt ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2015, spätestens bis 2027 sollen sich die Gewässer in einem Zustand befinden, der nur gering von einem natürlichen Zustand abweicht. Unter www.wrrl-mv.de finden Sie Informationen zur Umsetzung der WRRL, die das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern betreffen. Das StALU Mittleres Mecklenburg Dienststelle Rostock ist für das Bearbeitungsgebiet Warnow zuständig.

Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) am Beispiel der Alten Nebel

Die Alte Nebel zwischen Wolken und dem Streichwehr Lüssow ist ein WRRL-berichtspflichtiges Gewässer I. Ordnung, das dem Leitbild für organisch geprägte Flüsse (LAWA-Typ 12) entsprechen sollte.

Die Alte Nebel wurde in der 2008 abgeschlossenen Bewirtschaftungsplanung mit Klasse 4 – unbefriedigender Zustand – bewertet. Hauptursachen sind erhebliche morphologische Defizite und die fehlende Durchgängigkeit des Gewässers sowie stoffliche Belastungen.

Wasserbaumaßnahmen in der Warnow/Bützow 2004 – 2008

Details zu den Wasserbaumaßnahmen

Wasserbauten zum Nutzen der Natur - die Fischaufstiegshilfe
Fischaufstiegshilfe an der Linde

Die Lebensgemeinschaften der Fließgewässer werden entsprechend durch die Wanderungsbewegungen der in ihnen vorkommenden Organismen geprägt. Die ökologische Notwendigkeit der Fließgewässervernetzung ist heute unbestritten. Es werden in verstärktem Maße Fischaufstiegsanlagen errichtet. Es gibt für diese Anlagen auch noch andere Begriffe wie Fischtreppen oder Fischpässe. Wir, in unserem Bereich sagen grundsätzlich Fischaufstiegshilfe.

Über die Durchgängigkeit der Gewässer wird in vielen Gesetzen wie der EU-Wasserrahmenrichtlinie, in den Landeswassergesetzen und auch im Fischereigesetz geschrieben. Im Fischereigesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern im § 22 - Fischwege in Fließgewässern - heißt es:

Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) (2)

Die WRRL fordert für alle europäischen Gewässer einen Zustand hoher Wasserqualität und Strukturvielfalt, der genug Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet. Die Bewirtschaftung der Gewässer, das sind Flüsse, Seen, Grundwasser, Übergangsgewässer und Küstengewässer, sind auf dieses Ziel auszurichten.

Leitbild der Richtlinie ist der natürliche Zustand der Gewässer. Gemessen an diesem Leitbild zielt die WRRL darauf, einen mindestens "guten Zustand" der Oberflächengewässer und einen "guten quantitativen und chemischen Zustand" des Grundwassers der Europäischen Union zu erreichen. Für künstliche und erheblich veränderte Gewässer ist das "gute ökologische Potential" zu erreichen.

Minderung der diffusen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft in die Oberflächengewässer zur Umsetzung der EGWasserrahmenrichtlinie in MV. 
- Teilprojekt – 
Angewandte Forschung mit Praxisüberleitung und Demonstrationsvorhaben zur Findung und Umsetzung kosteneffizienter ackerbaulicher Maßnahmen.

Wasserwirtschaftliche Monatsberichte

Der Monatsbericht zur wasserwirtschaftlichen Situation enthält eine Übersicht der im Amtsbereich liegenden Niederschlagsstationen mit einer Interpretation der aktuellen Niederschläge.

Angaben zu Wassermenge und Wasserführung der wichtigsten Fließgewässer, Wasserstände ausgewählter Seen und der Wasserabgabe von Staustufen und bewirtschafteten Seen finden sich in Text und Tabellen.

Wasserwirtschaftliche Quartalsberichte

Das StALU Westmecklenburg erarbeitet für sein Amtsgebiet abflussjährlich 4 Berichte zur wasserwirtschaftlichen Situation. In diesen Quartalsberichten werden aktuelle meteorologische und hydrologische Daten dokumentiert und bewertet.

Grundlage des Berichtes bilden die Daten der hydrologischen Pegel des Landesmessnetzes M-V sowie Pegel der WSV (Plau, Malchow und Malliß/MEW, Banzkow/Stör, Neu Darchau/Elbe, Waren/Müritz sowie ungeprüft aus DFÜ: Schwerin-Werderbrücke/Schweriner See, Dömitz und Boizenburg/Elbe und Wismar/Ostsee).

Zentrale Stelle Abwasserabgabe / Wasserentnahmeentgelt (ZStAbwAg/WEE)

Der Zuständigkeitsbereich der ZStAbwAg/WEE umfasst das Gebiet Mecklenburg-Vorpommern. Zuständige Behörde für die Durchführung des Abwasserabgabengesetzes sowie des Ausführungsgesetzes zum Abwasserabgabengesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist gemäß § 13 Abs. 1 AbwAG M-V das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern für Einleitungen in Gewässer erster Ordnung mit Ausnahme der Kleineinleitungen.


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Links zum Thema

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