Sprache, Accesskey 1, Direkt zum Inhalt, Accesskey 2, Direkt zur Hauptnavigation, Accesskey 3

Umweltinformationssystem Mecklenburg-Vorpommern




Wasser (179 Informationen von 20 Anbietern)

Abwasser (7)

Abwasserbeseitigung

Viele Bereiche des täglichen Lebens sind mit dem Anfall, der Ableitung und der Behandlung von Abwasser sowie dessen weiteren Fließweg in der Natur berührt. Eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung trägt somit nicht nur den Gewässerschutzansprüchen Rechnung, sondern ist nach wie vor unverzichtbare Voraussetzung für die Volksgesundheit und zugleich auch für eine weitere wirtschaftliche Entwicklung. Abwasserbeseitigung, als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, ist daher eine hoheitliche Aufgabe der Gemeinden, die diese im Rahmen der Selbstverwaltung wahrnehmen, soweit sie diese Aufgabe nicht auf eine andere Körperschaft des öffentlichen Rechts, zum Beispiel einen Zweckverband, übertragen haben.

Seit 1991 wurden in Mecklenburg-Vorpommern ca. 2.300 Einzelmaßnahmen der öffentlichen Abwasserbeseitigung mit rund 900 Millionen Euro Fördermittel alleine aus dem Haushalt des Umweltressorts unterstützt und damit ein Gesamtinvestitionsvolumen von geschätzten 2,5 Milliarden Euro ausgelöst. Der Anschlussgrad der Bevölkerung an die zentralen Anlagen der Abwasserbeseitigung wurde von 64 Prozent im Jahr 1990 auf etwa 89 Prozent im Jahr 2014 gesteigert. Rund 600 öffentliche Kläranlagen werden von den abwasserbeseitigungspflichtigen Körperschaften und ihren Betriebsbesorgern betrieben.

Sämtliche Kläranlagen mit Ausbaugrößen von mehr als 10.000 Einwohnerwerten1 (EW) verfügen, wie es die Kommunalabwasserverordnung verlangt, neben der mechanisch-biologischen Behandlung über Einrichtungen zur gezielten Stickstoff- und Phosphorbehandlung. Teilweise werden diese Techniken auch bei kleineren Kläranlagen eingesetzt. Insgesamt werden bei ca. 90 bzw. 80 Prozent der anfallenden Abwässer gezielt die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor reduziert.


Abwasser und Wassernutzungen

Im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) werden auf dem Gebiet der Abwasserbeseitigung alle Berichterstattungen gegenüber dem LU, dem Bund und der EU zusammengestellt.

Im Wasserbuch werden alle Rechtsverhältnisse auf den Gebieten der Benutzungen, des Ausbaus (Planfeststellung und –genehmigungen ) sowie der Schutzgebiete (Wasserschutz-, Küstenschutz- und Überschwemmungsgebiete) eingetragen.

Das LUNG ist weiterhin für die Notifizierung im Land M-V, d. h. die Anerkennung als sachverständige Stelle für Abwasseruntersuchungen, zuständig.

Erneuerung Kläranlage Velgast (Durchführung 2010)


Die alte Kläranlage Velgast wurde in den 1960er Jahren für 1.600 EW errichtet und 1995 noch einmal mittels Ersatz der Walzenbelüfter durch Oberflächenbelüfter, Installation eines Rechens, Bau eines Schlammstapelbehälters und Erneuerung der Ablaufrinne der Nachklärung ertüchtigt. Die Anlage bestand aus 2 Oxydationsgräben, einem Nachklärbecken, Betriebsgebäude, Schlammspeicher und Rechen/Sandfang.

Der bauliche Zustand der Oxydationsgräben und des Nachklärbeckens entsprach nicht mehr den a.a.R.d.T. Die Dichtigkeit der Oxydationsgräben war aufgrund der in den 60er Jahren angewandten Bauweise (in Beton verlegte Gehwegplatten) nicht mehr gegeben. Die geringe Wassertiefe in den Oxydationsgräben verursachte in den Sommermonaten darüber hinaus ein erhöhtes Algenwachstum und damit Betriebsprobleme. Im Winter führte dies zu starker Auskühlung und demzufolge verringerter Reinigungsleistung. Die Energiekosten für die Belüftung waren auf Grund der veralteten Technik sowie der geringen Wassertiefe unangemessen hoch. Die Nachklärung war häufig überlastet und entsprach in keiner Weise den derzeit gültigen hydraulischen Bemessungsgrundsätzen für Nachklärbecken, es kam zu Schlammabtrieb in die Vorflut (Uhlenbäk).

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfelder in Mecklenburg-Vorpommern

Kläranlagengelände Dorf Mecklenburg

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf Mecklenburg<p>© Zweckverband Wismar</p>

Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf Mecklenburg

Seit September 2002 gibt es ein Demonstrationsfeld für Kleinkläranlagen auf dem Kläranlagengelände in Dorf Mecklenburg.

Auf dieser Anlage sind zwei Pflanzenkläranlagen, eine Tropfkörperanlage, eine Scheibentauchkörperanlage, eine SBR-Anlage (Aufstaubelebung) und eine belüftete Festbettanlage installiert.

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 12:00 bis 16:00 Uhr
Außer in der Schulferienzeit sowie nach Vereinbarung

Schmutzwasserkanalisation und Erweiterung Kläranlage Löbnitz/Redebas 2. bis 5. BA (Durchführung ab 2007 – Fertigstellung Ende 2011)


In Löbnitz erfolgte die Schmutzwasserentsorgung über vorhandene Gemeinschaftskläranlagen oder Kleinkläranlagen, die nicht den a.a.R.d.T. entsprachen.

Im Gewerbegebiet Redebas wurde 1998 eine neue Kläranlage errichtet (1. Ausbaustufe), die noch über ausreichende Reinigungskapazitäten verfügte, so dass mit geringfügigen Anpassungen an der Kläranlage den Anschluss der gesamten Ortslage Löbnitz/Redebas möglich war.

Umgang mit Abwasser aus Kleingartenanlagen

Vom Institut für Umweltingenieurwesen der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock wurde im Auftrag des ehemaligen Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern sowie des Landesverbandes der Gartenfreunde Mecklenburg-Vorpommern e.V. ein Projekt "Umgang mit Abwasser aus Kleingartenanlagen – Möglichkeiten der Abwasserentsorgung" durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden 2006 in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Sie sollen den Wasserbehörden, den Kleingartenvereinen und den abwasserbeseitigungspflichtigen Körperschaften als Arbeitshilfe dienen, um dem Einzelfall angepasste und den allgemeinen Regelungen des Wasserrechts entsprechende Entscheidungen leichter treffen zu können.

Der Abschlussbericht informiert unter anderem über den Standard der Sanitär-, Wasser- und Abwassertechnik in Kleingärten Mecklenburg-Vorpommerns sowie über die Abwassermenge, ihre Beschaffenheit und Veränderung durch den Einsatz biologisch aktiver Wirkstoffe. Weiter werden Auswirkungen des Abwassers aus Kleingärten auf Grund- und Oberflächenwasser abgeschätzt, die untersuchten Varianten der Abwasserentsorgung in einer Übersicht dargestellt, und es wird ein Kostenvergleich anhand einer Modellanlage vorgenommen.

Zentrale Stelle Abwasserabgabe / Wasserentnahmeentgelt (ZStAbwAg/WEE)

Der Zuständigkeitsbereich der ZStAbwAg/WEE umfasst das Gebiet Mecklenburg-Vorpommern. Zuständige Behörde für die Durchführung des Abwasserabgabengesetzes sowie des Ausführungsgesetzes zum Abwasserabgabengesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist gemäß § 13 Abs. 1 AbwAG M-V das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) für Einleitungen in Gewässer erster Ordnung mit Ausnahme der Kleineinleitungen.

Alle Beiträge zu diesem Unterthema anzeigen
EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (4)

Deskriptor 10 - Abfälle im Meer

Marine Abfälle sind alle langlebigen, gefertigten oder verarbeiteten beständigen Materialien, die durch Wegwerfen oder als herrenloses Gut in die Meeresumwelt gelangen.“ (UNEP 2005)

Es können bedeutende ökologische, ökonomische und ästhetische Probleme damit verknüpft sein:

Mit Deskriptor 10 („Die Eigenschaften und Mengen der Abfälle im Meer haben keine schädlichen Auswirkungen auf die Küsten- und Meeresumwelt.“) zielt die Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ebenso wie der Regionale Aktionsplan Meeresmüll des Helsinki-Abkommens für den Schutz der Ostsee darauf ab, die Belastung der verschiedenen Meereskompartimente durch Müll zu erfassen und die Einträge zu reduzieren.

weiter

Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist als wissenschaftlich-technische Fachbehörde für die fachliche Umsetzung dieser EG-Richtlinie in den mecklenburg-vorpommerschen Küstengewässer bis zur 12-Seemeilengrenze zuständig.

Strandmüll-Spülsaummonitoring M-V

Das LUNG hat in enger Kooperation mit verschiedenen Umweltverbänden und Institutionen des Landes ein landesweites Spülsaummonitoring etabliert. Dafür wurden zunächst bereits laufende Aktivitäten gebündelt:

Darüber hinaus konnten weitere Institutionen gewonnen werden:

Zusätzlich betreut das LUNG eigene Monitoringabschnitte an der Küste Westmecklenburgs.

Das Spülsaummonitoring umfasst eine vierteljährliche Aufsammlung, Quantifizierung und Kategorisierung des Strandmülls von 100 m langen Küstenabschnitten. Es basiert damit auf der erprobten OSPAR-Methodik aus der Nordseeregion.

weiter

Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie - Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen

Der gemeinsame Internetauftritt des Bundes und der Küstenländer zur Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie präsentiert im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung die Berichte zur Anfangsbewertung, zum guten Umweltzustand, zu den Umweltzielen, zu den Überwachungsprogrammen und zum Maßnahmenprogramm für Nord- und Ostsee sowie weiterführende Informationen und Berichte: http://www.meeresschutz.info.

Das LUNG informierte in zwei Veranstaltungen zum Stand sowie zu Aufgaben und Herausforderungen bei der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie:

weiter

EU-WRRL (20)

Bearbeitungsgebiet Elde-Müritz

Das Bearbeitungsgebiet Elde/Müritz hat ein Einzugsgebiet von ca. 3462 km², davon 3135 km² in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Elde, mit 208 km längster Fluss in M-V, entspringt südwestlich der Müritz nahe Fincken und mündet bei Dömitz in die Elbe. Sie verbindet Müritz, Kölpin-, Fleesen-, Malchower und Plauer See mit den brandenburgischen Gewässern und der Elbe. Am Eldedreieck unterhalb Parchim schafft die Störwasserstraße eine Verbindung zum Schweriner See. Zwischen Buchholz (Müritzarm) und Dömitz ist die Elde schiffbar. Die Gesamtlänge der Müritz-Elde-Wasserstraße beträgt 184 km, einschließlich der Oberseen. 17 Schleusen von Plau bis Dömitz bauen das Gefälle von ca. 50 m zwischen den Oberseen und der Elbe ab.

Bewirtschaftungsvorplanung

Bewirtschaftungsvorplanung im StAUN Schwerin von 2005 bis 2009

Um den Termin Dezember 2009 für die Aufstellung und Veröffentlichung der Bewirtschaftungspläne sowie die Aufstellung der Maßnahmeprogramme einhalten zu können, war es erforderlich schon 2005 mit den Arbeiten zur Bewirtschaftungsvorplanung zu beginnen. Die Bewirtschaftungsvorplanung wird von den Arbeitskreisen unter dem Vorsitz der StÄUN durchgeführt; die StÄUN bedienen sich dabei der Hilfe eines Ingenieurbüros.

Die Vorplanung dient der Feststellung der Bewirtschaftungsziele der Fließgewässerkörper, der durchführbaren Maßnahmen und der Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten. Sie ist noch nicht die Maßnahmenplanung, sondern soll als Vorplanung Grundlage der Maßnahmenplanung sein.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Beurteilung des ökologischen Zustandes an Hand von Gütedaten

Für jeden Oberflächenwasserkörper ist die Beurteilung vorzunehmen, ob er sich bis zum Jahre 2015 mutmaßlich in einem mindestens guten oder einem nicht guten ökologischen Zustand befindet; eine genauere Unterscheidung der Zustandsabschätzung in „sehr gut“, „mäßig“, „unbefriedigend“ oder „schlecht“ ist nicht erforderlich.

Es wird angenommen, dass die folgenden Verfahren näherungsweise die für den ökologischen Zustand maßgeblichen Qualitätskomponenten abbilden:

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie - Staatliche Ämter für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist ein Instrument zur Umsetzung einer gemeinsamen europäischen Umweltpolitik, deren Ziele lt. Gründungsvertrag der EU die Erhaltung und der Schutz der Umwelt sowie die Verbesserung ihrer Qualität und der umsichtigen und rationellen Verwendung der natürlichen Ressourcen sind.

Ausgehend von einer einzugsgebietsbezogenen Betrachtung werden die großen Flussgebiete weiter unterteilt. Die Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern sind in zehn Bearbeitungsgebiete mit 39 Teilgebieten unterteilt.

Umweltziele der WRRL - Elde/Müritz

Elde/Müritz

Einschätzung, ob und in welchem Maße die Umweltziele der WRRL wahrscheinlich nicht erreicht werden.
Angaben in Prozent, bezogen auf die Anzahl der Wasserkörper.

Flussgebietseinheiten in MV

Karte der Flussgebietseinheiten in Mecklenburg-Vorpommern<p>© LUNG ?</p>

Flussgebietseinheiten

© LUNG ?

Nach Art. 3 WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) sind alle Einzugsgebiete eines Hoheitsgebietes in Flussgebietseinheiten zuzuordnen. In Deutschland liegt hierfür die Karte der Flussgebietseinheiten vor. Danach liegt Mecklenburg Vorpommern im Bereich der Flussgebietseinheit Warnow /Peene sowie in Teilbereichen der Flussgebieten Schlei/Trave, Elbe und Oder.

Fristen der Wasserrahmenrichtlinie

Grafik zu den Umsetzungfristen der WasserrahmenrichtlinieGrafik: PLANET IC
Die Graphik veranschaulicht die Umsetzung der WRRL bis 2015.

Grafik: PLANET IC

Die Ende 2000 in Kraft getretene Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten zu einem anspruchsvollen Zeitplan. Davon wurden bereits viele Schritte fristgerecht abgeschlossen.

Die Umsetzung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme, das Erstellen des Zwischenberichts bis Ende 2012 und die Fortschreibung der Bestandsaufnahme bis Ende 2013 sind die nun anstehenden Aufgaben zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Ferner ist bis Ende 2015 eine Fortschreibung der Bewirtschaftungsplanung vorzunehmen.

Monitorprogramm Seen in Mecklenburg-Vorpommern

Nach Artikel 8 der Wasserrahmenrichtlinie sind Untersuchungen der Gewässer ab 2007 im Rahmen sogenannter Monitorprogramme durchzuführen, die eine typgerechte Bewertung des ökologischen Zustandes ermöglichen. Für Seen werden in diesem Zusammenhang insbesondere die biologischen Qualitätskomponenten Phytoplankton (im Wasser schwebendes Pflanzen-Plankton), Makrophyten (Wasserpflanzen)/benthische Diatomeen (Kieselalgen des Gewässergrunds), Makrozoobenthos (am Gewässergrund lebende Tiere) und Fische in folgender Form überwacht:

Das "Monitoringprogramm Seen" beinhaltet die Neugestaltung der bisherigen Untersuchungsprogramme von stehenden Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern für den Zeitraum 2007 bis 2009 hinsichtlich der Abfolge der zu untersuchenden Seen, der Untersuchungskriterien und der Untersuchungsfrequenz. Ergänzend und als Interpretationshilfe für die genannten biologischen Komponenten ist bei allen Überwachungsarten die Erfassung des chemischen Zustandes der Seen über die üblichen wasserwirtschaftlichen Routineuntersuchungen (Sichttiefe, Sondenparameter, Wasser- und Sedimentchemie) vorgesehen, aus denen die Trophie-Klassifizierung der Seen abgeleitet werden kann und eventuell vorhandene prioritäre Stoffe erfasst werden können.

Organisation der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

Bearbeitungsgebiete der Umsetzung der WasserrahmenrichtlinieQuelle: LUNG?
Bearbeitungsgebiete

Quelle: LUNG?

Zur Aufstellung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme wurde Mecklenburg-Vorpommern in Bearbeitungsgebiete unterteilt. Für jedes Bearbeitungsgebiet erhielt ein Staatliches Amt für Umwelt und Natur (jetzt Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt) die Verantwortung, die erforderlichen Vorarbeiten (z.B.: Ermittlung von Defiziten, Entwicklungszielen, möglichen Maßnahmen, vorliegenden Ausnahmegründen sowie Ausweisung der erheblich veränderten und künstlichen Gewässer) nach einheitlicher Methodik umzusetzen. Diese in den Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmeprogrammen zusammengefassten Daten sind Grundlage für deren weitere Umsetzung.

Die Europäische Wasserrrahmenrichtlinie - Regionalgespräch zum 2. Bewirtschaftungszeitraum

Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie

Das Regionalgespräch zum 2. Bewirtschaftungszeitraum stellt die Schritte zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) vor.

Referiert wird unter anderem die Bewirtschaftungsplanung und das Maßnahmenprogramm für 2014/2015.

Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Bearbeitungsgebiete im StALU Vorpommern
Bearbeitungsgebiete im StALU Vorpommern

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben am 23.10.2000 die "Richtlinie 2000/60/EG zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik" verabschiedet. Mit der Veröffentlichung im EU - Amtsblatt am 22.12.2000 ist diese Richtlinie, kurz Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) genannt, in Kraft getreten.

Durch die Wasserrahmenrichtlinie wird die Wasser- und Gewässerschutzpolitik in Europa neu ausgerichtet. Nach dieser Richtlinie sollen die Gewässer in der Europäischen Union bis zum Jahr 2015 einen "guten Zustand" erreichen. Dieser Zustand ist dadurch charakterisiert, dass er vom natürlichen Zustand nur unwesentlich abweicht.

Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Bearbeitungsgebiete im StALU Westmecklenburg (Foto: StALU Westmecklenburg)

Die Wasserrahmenrichtlinie steckt sich ein ehrgeiziges Ziel: Bis spätestens 2015 sollen sich die Gewässer in einem Zustand befinden, der nur gering von einem natürlichen Zustand abweicht. Das StALU Westmecklenburg ist für die Bearbeitungsgebiete Elde / Müritz, Sude, Stepenitz und Küste-West zuständig.

Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie gibt ein ehrgeiziges Ziel vor: Bis 2015, spätestens bis 2027, sollen sich die Gewässer im guten Zustand befinden. Das StALU Mittleres Mecklenburg ist in diesem Zusammenhang für alle Fließgewässer in seinem Amtsbereich zuständig. Die Bewirtschaftungsplanung erfolgt auf der Basis von Wasserkörpern. Das können ganze Gewässer oder bedeutende Abschnitte eines Gewässers sein, die einheitlich im Typ (z.B. Niederungsbach, Sandbach, Kiesbach) und in der Bewertung sind. Dies ist erforderlich, um die Maßnahmen möglichst zielgerichtet zu formulieren.

Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) am Beispiel der Alten Nebel


Die Alte Nebel zwischen Wolken und dem Streichwehr Lüssow ist ein WRRL-berichtspflichtiges Gewässer I. Ordnung, das dem Leitbild für organisch geprägte Flüsse (LAWA-Typ 12) entsprechen sollte.

Die Alte Nebel wurde in der 2008 abgeschlossenen Bewirtschaftungsplanung mit Klasse 4 – unbefriedigender Zustand – bewertet. Hauptursachen sind erhebliche morphologische Defizite und die fehlende Durchgängigkeit des Gewässers sowie stoffliche Belastungen.

Vorarbeiten zur Erstellung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verpflichtet die Mitgliedsstaaten bis Ende 2009 Bewirtschaftungspläne und Maßnahmeprogramme für die Flussgebietseinheiten (FGE) aufzustellen, die bis 2015 Erfolge zeigen müssen. Für die FGE Warnow/Peene erstellt diese das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) M-V, für die übrigen in M-V liegenden FGE arbeitet es den federführenden Behörden zu (§ 130a Abs. 2 LWaG).

Um wasserkörperbezogene Bewirtschaftungsziele festzulegen und realisierbare Maßnahmen abzuleiten, läuft in M-V seit 2005 eine sog. "Bewirtschaftungsvorplanung" für Fließ- und Standgewässer. Diese wird für räumlich und zeitlich festgelegte Bearbeitungsgebiete flächendeckend vorgenommen. Hierfür wird in jedem Bearbeitungsgebiet unter Federführung eines Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur (jetzt Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt) ein Arbeitskreis zur Umsetzung der WRRL eingesetzt. Das Vorgehen gewährleistet eine intensive Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung vor Ort und eine Abstimmung mit der Managementplanung für FFH-(Flora-Fauna-Habitat-)Gebiete.

Die Bewirtschaftungsvorplanung wird fachlich vom LUNG koordiniert und stark vom Seenprojekt des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt. Sie fließt als ein wichtiger Baustein ein in die bis Ende 2008 zu erstellenden Entwürfe von Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmeprogrammen für die Flussgebietseinheiten.

Wasserrahmenrichtlinie

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) koordiniert die für die EG-Wasserrahmenrichtlinie aufgrund § 107 (2) LWaG M-V erforderlichen Arbeiten.

Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Die WRRL fordert für alle europäischen Gewässer einen Zustand hoher Wasserqualität und Strukturvielfalt, der genug Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet. Die Bewirtschaftung der Gewässer, das sind Flüsse, Seen, Grundwasser, Übergangsgewässer und Küstengewässer, sind auf dieses Ziel auszurichten.

Leitbild der Richtlinie ist der natürliche Zustand der Gewässer. Gemessen an diesem Leitbild zielt die WRRL darauf, einen mindestens "guten Zustand" der Oberflächengewässer und einen "guten quantitativen und chemischen Zustand" des Grundwassers der Europäischen Union zu erreichen. Für künstliche und erheblich veränderte Gewässer ist das "gute ökologische Potential" zu erreichen.

Wesentliche Instrumente der WRRL sind:

Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Minderung der diffusen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft in die Oberflächengewässer zur Umsetzung der EGWasserrahmenrichtlinie in MV. 
- Teilprojekt – 
Angewandte Forschung mit Praxisüberleitung und Demonstrationsvorhaben zur Findung und Umsetzung kosteneffizienter ackerbaulicher Maßnahmen.

Wasser und Boden

Renaturierungsstrecke Nebel Hoppenrade

Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie hat das StALU MM die Federführung für das Bearbeitungsgebiet Warnow. Im Amtsbereich des StALU wurden und werden umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen zur Strukturverbesserung an Gewässern erster Ordnung durchgeführt, wie z.B. an der Nebel bei Hoppenrade, an der Alten Nebel oder an der Recknitz. Diese Großvorhaben werden in Zusammenarbeit mit dem Bereich Flurneuordnung des Amtes umgesetzt.

Mit dem Bau von 15 Fischaufstiegsanlagen ist eine Durchgängigkeit aller Gewässer erster Ordnung im Amtsbereich erreicht. Gewässer erster Ordnung im Amtsbereich des StALU MM sind die Warnow, die Recknitz, die Nebel, der Hellbach und die Teterower Peene. Hervorzuheben ist die Bedeutung der Warnow für die Trinkwasserversorgung der Hansestadt Rostock, was mit einem besonderen Schutzstatus verbunden ist.

Zustand der Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern

Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach WasserrahmenrichtlinieQuelle: ?
Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach WRRL

Quelle: ?

Die Bewertung des Gesamtzustandes des Gewässers erfolgt nach einer "worst case"-Betrachtung, d.h. die schlechteste Beurteilung der einzelnen Qualitätskomponenten bestimmt das Gesamtergebnis. Ein guter ökologischer Zustand kann nur dann vorliegen, wenn die biologischen und die chemischen Qualitätskomponenten sowie die chemisch-physikalischen und hydromorphologischen Parameter jeweils mindestens gut bewertet werden.

Gewässergüte (14)

Badewasser - Badewasserkarte

Das Gesundheits- und Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern hat tolle Badestrände an mehr als 1700 Kilometern Ostseeküste und viele idyllisch gelegene Seen zu bieten. Fast 500 Badestellen im Nordosten werden regelmäßig während der Badesaison von den Gesundheitsämtern kontrolliert. So können bei eventuellen Verunreinigungen und massiven Algenaufkommen entsprechende Warnungen bekannt gegeben werden.

Biologische Qualitätskomponenten

Das biologische Monitoring und die daraus resultierende biozönotische Bewertung sollen Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen bestimmten Belastungen der Gewässer und dem Zustand der einzelnen biologischen Qualitätskomponenten ermöglichen. Hintergrund ist, dass die einzelnen biologischen Qualitätskomponenten Indikatoren für verschiedene Belastungen darstellen.

Das Makrozoobenthos wird für die meisten der Fließgewässer in Mecklenburg-Vorpommern als sensibelste Komponente angesehen, die strukturelle Veränderungen und möglichen Abwassereinfluss zuverlässig anzeigt. Daher ist das Makrozoobenthos die Basiskomponente für das biologische Monitoring in M-V. Als biologischer Indikator für die Nährstoffbelastung wird in der Regel die Gewässerflora (Qualitätskomponente Makrophyten/Phytobenthos) als Indikator genutzt. Insbesondere die Teilkomponente Diatomeen gilt als guter Indikator für die Trophie, Saprobie und Versalzung. Die Fischfauna ist ähnlich wie das Makrozoobenthos ein guter Anzeiger für strukturelle Belastungen, wird aber vor allem als Indikator für die Durchgängigkeit der Fließgewässer genutzt.

weiter

Diatomeen

Die benthischen Diatomeen (Kieselalgen) werden im Rahmen des EG-WRRL-Monitorings in Fließgewässern als Teilkomponente der biologischen Qualitätskomponente Makrophyten/Phytobenthos untersucht. Sie gelten als zuverlässige Indikatoren stofflicher Belastungen.

Neben der biozönotischen Wirkung auf die Diatomeenflora können die Monitoringergebnisse auch Hinweise auf mögliche Ursachen der stofflichen Belastung geben. So ist es beispielsweise möglich, Salzbelastung aus Kläranlagen von natürlichen Salzeinträgen zu unterscheiden oder Phosphateinträge aus diffusen Quellen landwirtschaftlich genutzter Flächen von denen aus Siedlungsbereichen abzugrenzen.

Die vorliegende Verfahrensanleitung beschreibt die hierfür verwendete Methodik und bietet dem Anwender die Möglichkeit, für Fließgewässer, die aktuell noch keinen guten ökologischen Zustand aufweisen, mögliche Ursachenkomplexe zu identifizieren sowie effiziente und zielgerichtete Maßnahmen für deren Beseitigung zu planen und umzusetzen.

weiter

Gewässergüte

Die Überwachung der Wasserbeschaffenheit der Oberflächengewässer und des Grundwassers gehören zu den Kernaufgaben des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG). Die Programme zur Gewässerüberwachung werden jährlich aktualisiert und per Erlass durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (LU) fortgeschrieben.

Grundwasser

Messstelle Greven Ober- und Unterpegel
Messstelle Greven, Ober- und Unterpegel


Güteüberwachung des Grundwassers

Grundlage für die Bewertung des chemischen Zustands des Grundwassers sind die in der Anlage 2 der Grundwasserverordnung (GrwV) vom 9. November 2010 aufgeführten Schwellenwerte. Zu der Liste der im Grundwasser zu überwachenden Schadstoffe gehören neben Nitrat, Sulfat, Chlorid und Ammonium Wirkstoffe von Pflanzenschutz-und Biozidprodukten sowie ausgewählte Metalle und leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe. Neben den in der GrwV geregelten Stoffen wird das Grundwasser Mecklenburg-Vorpommerns aus Vorsorgegründen noch auf weitere Stoffe, wie z. B. neuartige Pflanzenschutzmittel, Tierarzneimittel und Uran untersucht. Auch diese Untersuchungsergebnisse werden regelmäßig ausgewertet.

weiter

Hydrologie und Gewässergüte

Entsprechend dem Landeswassergesetz führt das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern den gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst im Amtsgebiet durch und ist für die Erarbeitung von Statistiken u.a. für den Hochwasserschutz verantwortlich.

Das Messnetz des gewässerkundlichen Landesdienstes besteht aus folgenden Bereichen:

Landwirtschaftlicher Wasserschutz – Wasserrahmenrichtlinie

Information und Fachberatung von Landwirten, Verbänden und Behörden u.a. zu Vermeidung von Nährstoffeinträgen, Ableitung von landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsauflagen u.a

Marine Dateninfrastruktur Deutschland

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist Partner im Projekt Marine Dateninfrastruktur Deutschland (MDI-DE).

Nährstoffe

Wasserpflanzen benötigen Nährstoffe - Überangebot an Nährstoffen stellt eine Belastung dar

Nährstoffe sind wichtige Bestandteile des Wassers. Ohne sie wäre ein pflanzliches und damit auch tierisches Leben in unseren Gewässern nicht möglich. Dies betrifft sowohl die makroskopisch sichtbaren Wasserpflanzen, z. B. Röhrichte, Seegras oder fädige Grünalgen, als auch die mikroskopisch kleinen Algen, die im Wasser schweben, das sogenannte „Phytoplankton“. Alle benötigen für ihr Wachstum neben dem Sonnenlicht gelöste Nährstoffe wie Nitrat, Ammonium und Phosphat. Liegt jedoch ein Überangebot an Nährstoffen vor, kommt es zur Überdüngung, der sogenannten Eutrophierung der Gewässer. Typische Eutrophierungserscheinungen sind übermäßiger Pflanzen-, insbesondere Algenwuchs, oft verbunden mit vermehrten Algenblüten (z. B. Blaualgenblüten), Verschiebungen des natürlichen Artenspektrums, Zunahme der Wassertrübung, Verringerung der Sauerstoffkonzentrationen bis hin zu Sauerstoffmangel, der zum Fischsterben führen kann.

weiter

Pestizide belasten Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern



Umweltverbände und Grüne legen gemeinsame Studie vor

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie NABU, BUND und Landesanglerverband haben eine gemeinsame Studie veröffentlicht, mit der die Belastung von Kleingewässern der Agrarlandschaft mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln aufgezeigt wird.

Schadstoffe

Um einen guten chemischen Zustand der Oberflächengewässer zu erreichen, müssen die Wasserkörper die Umweltqualitätsnormen (UQN) erfüllen, die für eine Reihe von Schadstoffen auf EU-Ebene reguliert wurden und die national in der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) vom 20. Juni 2016 geregelt sind. Die OGewV gibt in der Anlage 8 UQN für 46 prioritäre Stoffe/ Stoffgruppen und bestimmte andere Schadstoffe einschließlich Nitrat vor. Zu den prioritären Stoffen zählen eine Reihe von Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel sowie Metalle bzw. Metallverbindungen. Die Einhaltung der UQN ist für die aufgeführten Schadstoffe zu überwachen. Einige der 46 prioritären Stoffe sind darüber hinaus als „prioritär gefährliche Stoffe“ eingestuft. Gemäß WRRL müssen für diese Schadstoffe Maßnahmen zur schrittweisen Reduzierung, Beendigung oder schrittweisen Einstellung erlassen werden. Die Liste der prioritären Stoffe ist gemäß Artikel 16 der WRRL mindestens alle vier Jahre zu überprüfen. Die Ergebnisse der
UQN-Überschreitungen der prioritären Schadstoffe in den Oberflächengewässern M-Vs (PDF, 0,2 MB) werden jährlich aktualisiert.

weiter

Trinkwasser

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Es muss frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein. Chemische Stoffe dürfen nicht in schädlichen Konzentrationen enthalten sein. Trinkwasser muss außerdem hinsichtlich Geschmack, Geruch und Aussehen einwandfrei sein. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten das.

Umweltüberwachung

Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) erfüllt im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Hamburg und Rostock (BSH) den deutschen Beitrag zur Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee im Rahmen des Helsinki-Abkommens (HELCOM). Wesentlicher Bestandteil dieses Abkommens ist eine kontinuierliche Überwachung der Meeresumwelt durch

  • Meereschemische, - physikalische und -biologische Untersuchungen auf fünf regelmäßig über das Jahr verteilten Monitoringfahrten
  • Aufbau und Betrieb des marinen Umweltüberwachungs-Messnetzes (MARNET) im Bereich der Ostsee mit gegenwärtig drei autonomen Messstationen
  • Geologische Untersuchungen zur Kartierung der Sedimentbeschaffenheit und zur Belastung der Sedimente mit Schadstoffen

Wasserbeschaffenheit

Die Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Dies trifft in erster Linie auf die Sauerstoffverhältnisse und die organische Belastung zu. Bezüglich der Klassifizierung nach diesem Merkmalskomplex ist zu beobachten, dass über 70 Prozent der untersuchten Gewässer die Güteklassen 1 und 2 erreicht haben. Hauptgrund dafür ist, dass nicht mehr so viel kommunales Abwasser eingeleitet wird, das sauerstoffzehrende Stoffe enthält.

Stehende Gewässer reagieren auf verminderte Belastungen in ihrem Einzugsgebiet wesentlich langsamer, da sie weitgehend geschlossene Systeme sind und sich in ihnen über lange Zeiträume Stoffe anhäufen können. Aus diesem Grund sind ähnlich positive Entwicklungen in der Wasserbeschaffenheit der Seen und übrigen Standgewässer bisher noch eine Ausnahme. Die Trophiesituation, also die Intensität der Algenproduktion, spiegelt am deutlichsten die Veränderungen der Wasserbeschaffenheit infolge anthropogener (vom Menschen verursachten) Belastungen wider. Die Eutrophierung, d.h., die unerwünschte Steigerung der planktischen Primärproduktion durch Anreicherung der Gewässer mit Pflanzennährstoffen, stellt gegenwärtig das Hauptproblem in den Standgewässern Mecklenburg-Vorpommerns dar.

Ähnlich wie in den Seen ist auch in vielen inneren Küstengewässern die Eutrophierung weit fortgeschritten.

Gewässerschutz (13)

Anlagenbezogener Gewässerschutz

Tanklager mit blauen Tanks<p>Foto: Dombrowsky</p>

Tanklager

Foto: Dombrowsky

Zum Schutz vor Gewässerverunreinigungen bestehen hohe technische Anforderungen an Anlagen zum Herstellen, Befördern, Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe. Trotz flächendeckender Umsetzung und Kontrolle dieser Anforderungen können akute Schäden durch wassergefährdende Stoffe in Gewässern nie vollständig ausgeschlossen werden. Für diese Notfälle müssen technische und organisatorische Vorkehrungen zur Schadensminimierung vorgehalten werden. Zur Gefahrenabwehr bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen ist entsprechend den hierfür erstellten Warn- und Alarmpläne vorzugehen.

Deutsch-polnisches Gewässermonitoring

gemeinsame Haffbeprobung

In der Arbeitsgruppe Gewässerschutz werden hauptsächlich Gütedaten von deutschen und polnischen Küstengewässern ausgetauscht und Messmethoden abgestimmt. Regelmäßig werden gemeinsame Beprobungen des Stettiner Haffs durchgeführt. Die Ergebnisse der Küstengewässeruntersuchungen werden in gemeinsam erstellten, jährlich erscheinenden Gewässergüteberichten veröffentlicht.

Förderung

"Schutz der natürlichen Ressourcen" – ein Hauptziel der Förderung im ländlichen Raum (EPLR). Ein Teil davon ist die Wiederherstellung, Verbesserung und Unterhaltung von Gewässern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des EU ELER-Fonds, der Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und des Landes (GA) und aus Landesmitteln.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz stellt über sein Dienstleistungsportal www.service.m-v.de die Richtlinie zur Förderung nachhaltiger wasserwirtschaftlicher Vorhaben (WasserFöRL) und alle erforderlichen Formulare zur Verfügung. Der Förderzeitraum umfasst die Förderperiode 2014 bis 2020 mit zwei Jahren Nachlaufzeit bis 2022.

Durchflussmessanlage - Peene in Demmin

Demmin, Meyenkrebsbrücke mit Dalben für die Installation der Durchflussmessanlage

Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Neubrandenburg, Dezernat Gewässerkundlicher Landesdienst, hat zum 02. Juni 2004 eine weitere automatische stationäre Durchflussmessanlage nach dem Prinzip der Ultraschall-Laufzeitdifferenzmessung im Flussgebiet der "Peene" in Betrieb genommen.
Damit wird es besonders im Unterlauf der Peene, unmittelbar nach den Zuflüssen von Trebel und Tollense erstmalig möglich, Durchflüsse kontinuierlich zu erfassen.

Der gewählte Standort, direkt unter der Meyenkrebsbrücke, erwies sich auch deshalb als geeignet, da dort der Pegel des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) steht. Somit ist die neue Durchflussmessanlage direkt mit den Wasserständen zu vergleichen. Die neue Durchflussmessanlage ist vor allem eine ideale Ergänzung zur bereits in Betrieb befindlichen Anlage in Anklam. Dadurch wird auch die zeitliche Entwicklung des Durchflussgeschehens transparenter.

Mützelburger Beeke

Übersichtskarte Beeke

Der Fluss Beeke (polnisch: rzeka Mysliborka) entspringt aus dem großen Mützelburger See und fließt in nördlicher Richtung auf ca. 6 km in den Neuwarper See. In der gesamten Länge ist der Fluss die Staatsgrenze zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Die Grenze verläuft in der Flussmitte.

Geht man von Norden in südlicher Richtung, so verläuft das Gewässer östlich der Ortschaft Rieth in einem ca. 1,5 km breiten Tal, das auf der polnischen Seite durch die Ortschaft Karczno begrenzt wird.

Ölwehrgerätehalle in Heiligendamm

Ölwehrbekämpfungsschiffen in Aktion
Ölwehrbekämpfungsschiffen in Aktion

Die Ostsee ist ein sehr sensibles Randmeer des Atlantischen Ozeans. Obwohl sie nur 0,1 % der Erdoberfläche bedeckt wird über die Ostsee ca. 7 % des Welthandels abgewickelt.

Neben dem Rohöl und Mineralölprodukten wird alles verschifft, was die hoch industrialisierten Anrainerstaaten benötigen.

Sanierungs- und Restaurierungsprogramm

Siedenbollenthiner See: Verregnung von TonmehlsuspensionFoto: Mathes
Siedenbollenthiner See: Verregnung von Tonmehlsuspension

Foto: Mathes

Das Sanierungs- und Restaurierungsprogramm in Mecklenburg-Vorpommern hat das Ziel, die Wasserbeschaffenheit der Landesseen nachhaltig zu verbessern. Diese wird im Wesentlichen durch die Trophiesituation, also der Intensität der Algenproduktion bestimmt. In diesem Zusammenhang gilt, dass eine Sanierung – also belastungsmindernde Maßnahmen im Einzugsgebiet – generell vor einer Restaurierung bzw. nur dann gleichzeitig gemacht wird, wenn ein Sanierungserfolg absehbar ist. Dabei werden nachhaltige Maßnahmen bzw. Maßnahmenkombinationen bevorzugt, die den Ursachen der Eutrophierung (Überlastung mit Nährstoffen) entgegenwirken.

Schutz der Oberflächengewässer

Gewaesserkarte_MV_400.gif<p>Grafik: PLANET IC</p>

Gewässerkarte Mecklenburg-Vorpommern

Grafik: PLANET IC

Zentrale Aufgaben des Gewässerschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sind, das ökologische Gleichgewicht der Gewässer zu bewahren oder wiederherzustellen, die Trink- und Brauchwasserversorgung zu gewährleisten und alle anderen Wassernutzungen, die dem Gemeinwohl dienen, langfristig zu sichern.

Seensanierung

Ansicht des Schweriner Innensees<p>© Mathes</p>

Schweriner Innensee

© Mathes

Mecklenburg-Vorpommern ist ein wasserreiches Bundesland. Insbesondere die Seen prägen das Landschaftsbild, haben eine wichtige Funktion im Naturhaushalt und spielen eine große Rolle für die Einwohner und die Besucher des Landes. Nach den letzten Vermessungen wurden in Mecklenburg-Vorpommern 2.028 Standgewässer mit einer Mindestwasserfläche von 1 Hektar registriert, deren Gesamtfläche mit 738 Quadratkilometern ca. 3,1 Prozent der Landesfläche ausmachen.

1995 wurde mit dem Seenprojekt Mecklenburg-Vorpommern ein Programm installiert, in dessen Folge Standgewässer im Land erfasst, vermessen und beurteilt wurden. Mittlerweile gehört zum Seenprogramm Mecklenburg-Vorpommern nicht nur das nach den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie ausgerichtete umfassende Monitoring, sondern auch die Koordinierung und Umsetzung von darauf basierenden Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen.

Tiefenkarten der Seen Mecklenburg-Vorpommerns

Seit 1995 wurden im Rahmen des Seenprogramms fast 900 Seen in Mecklenburg-Vorpommern vermessen und davon digitale Tiefenkarten erstellt. Damit sind 95% der Gesamtseenfläche vermessen. Die aus der Vermessung abgeleitete Morphometrie ist Grundlage für eine biologische Bewertung und weitere wissenschaftliche Untersuchungen. Außerdem sind die Tiefenkarten für Wassersportler von besonderem Interesse.

Torfkanal Kamminke

Übersichtskarte Torfkanal

Der Torfkanal bildet auf der Insel Usedom die südliche gemeinsame Grenze der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Die Grenze verläuft in der Flussmitte. Der nördliche Bereich des Kanals liegt auf der deutschen Seite in der Senke des Naturschutzgebietes "Zerninsee". Das Gewässer hat eine Länge von ca. 4,5 km und mündet im Stettiner Haff.

Der Torfkanal dient als Vorfluter des Schöpfwerkes "Weiße Brücke". Dieses von der polnischen Seite betriebene Schöpfwerk entwässert teilweise deutsches Gebiet der Zerninseesenke und weite Flächen auf der polnischen Seite des Gewässers.

Wasserschutzgebiete

Zum Schutz der öffentlichen Wasserversorgung sind in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig 401 Wasserschutzgebiete mit einer Flächenausdehnung von rd. 3.730 km² ausgewiesen. Davon nimmt das Wasserschutzgebiet der Warnow allein eine Fläche von 1.500 km² ein. Die von Wasserschutzgebieten eingenommene Fläche entspricht ca. 16 Prozent unserer Landesfläche. Rund 73 Prozent der ausgewiesenen Wasserschutzgebietsflächen werden landwirtschaftlich genutzt. In diesen Gebieten gelten besondere Ge- und Verbote, um die für die Trinkwasserversorgung genutzten Gewässer vor schädlichen Einflüssen zu schützen.

Die meisten der gegenwärtig bestehenden Wasserschutzgebiete wurden durch Beschlüsse der Kreis- und Bezirkstage der DDR festgesetzt. Auf der Grundlage des § 136 Absatz 1 des Wassergesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommern gelten sie fort, bis sie durch eine Verordnung neu festgesetzt oder aufgehoben werden. Da viele dieser Wasserschutzgebiete nicht mehr den aktuellen fachlichen und juristischen Anforderungen entsprechen, erfolgen gegenwärtig zahlreiche Überarbeitungen mit dem Ziel der Neufestsetzung.

Auf der Grundlage des Wassergesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes wurden für 44 Wasserschutzgebiete bereits neue Verordnungen erlassen.

Wasser und Boden

Kleiner Zillmannsee

Pflege der Gewässer als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen ist die Hauptaufgabe der Abteilung Wasser und Boden im StALU Mecklenburgische Seenplatte Dienststelle Neubrandenburg. Die Fachabteilung wirkt als Vollzugs-, technische Fach- sowie Zuwendungsbehörde und als Bauverwaltung für Gewässer und Anlagen erster Ordnung. Die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie steht dabei im Mittelpunkt.

Grundwasser (8)

Grenzüberschreitende Grundwasserbewirtschaftung im Einzugsgebiet der Versorgungsregion Ostusedom / Swinoujscie (Swinemünde)

Karte

Die Problematik der grenzübergreifenden Sicherung der Trinkwasserversorgung ist aufgrund der natürlich bedingt begrenzt verfügbaren Grundwasserressource schon seit den siebziger Jahren Veranlassung deutsch-polnischer Verhandlungen zur nachhaltigen Sicherung der Trinkwasserversorgung für das deutsch-polnische Versorgungsgebiet.

Die Wasserversorgung in der Grenzregion Ost-Usedom/ Swinemünde erfolgt durch insgesamt 8 Wasserfassungen, 6 auf deutschem (Standort Zirchow geplant) und 2 auf polnischem Gebiet.

Grundwasserbeschaffenheit

Nitrat bzw. diffuse Nährstoffeinträge

Aufgrund der hydrogeochemischen Besonderheiten geht man bei Nitrat davon aus, dass natürliche Grundwässer in M-V, die dem anthropogen bedingten diffusen Stoffeintrag nicht ausgesetzt waren, praktisch nitratfrei sind. Die Hintergrundgehalte liegen bei maximal 8 mg/l Nitrat in neubildungsgeprägten Grundwässern, in bedeckten Grundwasserleitern sogar unterhalb von 0,5 mg/l Nitrat.

Im Rahmen der Regionalisierung der chemischen Grundwasserbelastungen im Jahr 2005 wurden in den Grundwasserkörpern 216 nitratspezifische Belastungsflächen mit einer Gesamtgröße von 2.100 km2 (= 9 % der Landesfläche) ausgewiesen. Dabei wurde aufgrund der großen wasserwirtschaftlichen und umweltpolitischen Bedeutung zur Ausgrenzung der Belastungsgebiete der doppelte Hintergrundwert von 16 mg/l herangezogen. Diese Arbeiten wurden 2008/2009 für die Zustandseinstufung der Wasserkörper nach WRRL, aber auch aufgrund der in Kraft getretenen Grundwasser-Tochter-Richtlinie aktualisiert. Nunmehr wurde die in der Richtlinie verankerte Umwelt-Qualitätsnorm von 50 mg/l Nitrat zur Ausgrenzung herangezogen. Die Ermittlung der Grundwasserbelastungsgebiete für Nitrat ist abgeschlossen.

Grundwassererkundung Ost-Usedom

Mitarbeiter des Dezernates arbeiten in Arbeitsgruppen "Hydrologie und Hydrogeologie" und "Gewässerschutz" der deutsch-polnischen Grenzgewässerkommission mit. In Ersterer wird ein grenzüberschreitendes Grundwasserbewirtschaftungskonzept zur nachhaltigen Sicherung der Trinkwasserversorgung des deutschen und polnischen Versorgungsgebietes erarbeitet. Hierzu wird im Bereich Ost-Usedom/ Swinemünde ein gemeinsam abgestimmtes gewässerkundlichen Sonder-Messnetz zur Erfassung und Überwachung der Grundwasserdynamik als Grundlage für die Wasserhaushaltsberechnung betrieben.

Grundwassermenge

Unter nutzbaren Grundwasserdargebot versteht man den für den Verwendungszweck qualitativ geeignete Anteil am Grundwasser, der geschützt und wirtschaftlich genutzt werden kann und der wasserhaushaltsmäßig im langjährigen Mittel zur Verfügung steht und dessen Entnahme ökonomisch vertretbar ist. Es ist aufgrund des erreichten hydrogeologischen Erkundungsstandes im Land als derzeitiges Limit für die Bilanzierung anzusehen.

Grundwasserschutz

Karte Wasserschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern<p>Grafik: PLANET IC</p>

Die Entwicklung der Wasserschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern

Grafik: PLANET IC

Rund 85 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser, das somit die wichtigste Trinkwasserressource Mecklenburg-Vorpommerns ist. Des Weiteren hat die Beschaffenheit des Grundwassers sowie seine Menge eine besondere ökologische Bedeutung. Daher muss das Grundwasser flächendeckend sowie räumlich differenziert durch Ausweisung von Wasserschutzgebieten geschützt werden.

Landesmessnetz Grundwasser

Das Land M-V ist für die Durchführung des gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienstes zuständig (§ 110 Abs. 3 LWaG). Für das Grundwasser werden vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) die Messnetze Grundwassergüte und Grundwassermenge betrieben, die im Kartenportal Umwelt dargestellt sind. Die landesweiten Grundwasserdaten werden benötigt, um Entwicklungen und Trends im Grundwasserhaushalt erkennen und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Grundwasserschutz und zur Grundwasserbewirtschaftung überwachen zu können. Details, also z.B. die Auswahl der Messstellen und die Parameterumfänge, werden jährlich im Erlass des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V geregelt.

Rohwasserbeschaffenheit

Als Rohwasser wird das Wasser bezeichnet, welches zum Zweck der Trinkwassergewinnung aus einem Gewässer (z.B. Grundwasser) entnommen wird und noch nicht aufbereitet ist.

Die Überwachung der Rohwasserbeschaffenheit dient dem Schutz der Trinkwasserversorgung, weil so rechtzeitig Stoffeinträge erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt werden können. Sie erfolgt durch Probenahme direkt an den Förderbrunnen.

Aussagen über die Rohwasserbeschaffenheit sind wichtig für die Planung von Maßnahmen im Einzugsgebiet und Voraussetzung für die Planung, die Errichtung und den Betrieb der Wasserversorgungs- und Aufbereitungsanlagen.

Trinkwasserversorgung

Karte der nutzbaren Grundwasserleitersysteme in Mecklenburg-Vorpommern<p>Grafik: PLANET IC</p>

Basis der nutzbaren Grundwasserleitersysteme

Grafik: PLANET IC

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 50 Zweckverbände, Stadtwerke und andere Betreiber, die im Auftrag der Städte und Gemeinden die Trinkwasserversorgung des Landes mit ca. 500 Wasserwerken sicherstellen. Der Anschlussgrad der Einwohner des Landes an die öffentliche Trinkwasserversorgung liegt bei ca. 99 Prozent.

Größter Schwerpunkt in der Wasserversorgung des Landes ist die Hansestadt Rostock. Der Fluss Warnow ist die Basis für die Trinkwasserversorgung von ca. 260.000 Einwohnern der Stadt und einiger Umlandgemeinden des Landkreises Rostock.

Großräumig gesehen sind in Mecklenburg-Vorpommern ausreichende Grundwasserdargebote vorhanden, um den benötigten Trinkwasserbedarf auf längere Sicht abdecken zu können. An Einzelstandorten zeichnen sich allerdings Nutzungsgrenzen ab.

Hochwasser- und Küstenschutz (42)

Aufbau der Steilküste

Langer Berg / Usedom
Langer Berg / Usedom

Die Steilküsten haben eine besondere Bedeutung als Gerüstelemente der Ausgleichsküste, da sie praktisch als „Aufhänger“ für benachbarte Flachküstenabschnitte dienen. An der südwestlichen Ostseeküste können in grober Beschreibung drei Steilküstentypen mit zahlreichen Untertypen wie folgt beschrieben werden:

Die Steilküste als Gerüstelement und Sedimentlieferant

Beispielhafte Steilküstenrückgänge bei Einzelereignissen
Beispielhafte Steilküstenrückgänge bei Einzelereignissen

Die Außenküste des Landes unterliegt einem immerwährenden dynamischen Prozess, der in Zeit und Raum variiert. Es ist ein Wechsel von Abtrag (Abrasion) und Anlandung (Akkumulation), der diesen Prozess bestimmt. Etwa 70 Prozent der Küste befinden sich dabei im Rückgang, bei einem Mittelwert von 34 Metern in 100 Jahren. Nun lassen sich aus diesem Mittelwert jedoch keine beruhigenden Prognosen ableiten, denn er unterliegt extremen Schwankungen, wie die Küstenabbrüche zum Beispiel auf Rügen im Frühjahr 2005 bewiesen haben. Es besteht also für alle, Einwohner und Besucher, eine Notwendigkeit, sich an den Extremereignissen zu orientieren. Ein häufiger Wechsel von Steil- und Flachküsten prägt die Küste des Landes, der durchschnittlich in einem Abstand von sieben Kilometern erfolgt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Küstentypen sind besonders gefährdete Nahtstellen und oft potentielle Durchbruchstellen. Die Sedimentschüttung ist das entscheidende Merkmal der Steilküstenstrecken, also die Abrasion besonders an den hohen Stauchmoränen von Ostrügen und Usedom und die gleichzeitige Akkumulation beispielsweise im Bereich des Peenemünder Hakens und der Swinepforte. Seit der Litorinazeit erfuhren jene Abschnitte der Küste einen größeren Flächenzuwachs als die Inselkerne (Rügen und Usedom) Flächenverlust.

Der Küstenschutz

Streckelsberg / Koserow

Aus der Dynamik der hydrologischen und meteorologischen Prozesse, die an den Küsten des Landes wirken – der ständigen Abrasion und Akkumulation – ergibt sich für den Schutz der Steilküsten folgende Maßgabe: Die unbebaute Steilküste unterliegt grundsätzlich keinem besonderen Schutz.
Sie darf in ihrer Bedeutung als Sedimentlieferant für die benachbarte Flachküste nicht behindert werden. Eingriffe bedeuten zwar punktuellen Schutz, der jedoch an anderer Stelle negativ ins Gewicht fällt, da der Sedimenttransport, auch Küstenlängstransport, unterbrochen wird.

Einschränkungen dieses Grundsatzes:

Das Verhalten an Steilküsten

Die Art ihrer Anlage macht die Steilküsten zu einem beliebten Ausflugsziel für Besucher aus nah und fern. Sie sind zu einem typischen Markenzeichen unseres Landes geworden. Folgende Verhaltensregeln gelten:

Absperrungen und Leiteinrichtungen sind zu respektieren, Hinweisschilder zu beachten. Wo keine Absperrungen sind, nicht an die Kliffoberkante herantreten.

Aktuelles

Beteiligungsverfahren zum Umweltbericht und Hochwasserrisikomanagementplan (HWRM-RL)

Im Zeitraum vom 22. Dezember 2014 bzw. 22. April 2015 bis zum 22. Juni 2015 fand die Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Entwürfen der Hochwasserrisikomanagementpläne und der Umweltberichte für die Flussgebietseinheiten Warnow/Peene, Schlei/Trave und Oder statt. Die Beteiligungen wurden durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V im Amtlichen Anzeiger (Anlage zum Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern) Nr. 50/2014 (PDF, 512 KB) bzw. Nr. 15/2015 (PDF, 158 KB) öffentlich bekannt gemacht.

Bekanntmachung der Hochwasserrisikomanagementpläne

Die im Rahmen der Anhörung eingegangenen Stellungnahmen wurden geprüft und in die abschließende Hochwasserrisikomanagementplanung einbezogen. Die für Mecklenburg-Vorpommern relevanten Hochwasserrisikomanagementpläne können ab dem 22.12.2015 eingesehen werden. Ebenfalls veröffentlicht werden die Umweltberichte, die Auswertungen der Stellungnahmen sowie die zusammenfassenden Erklärungen.
Alle Unterlagen sind digital verfügbar: Hochwasserrisikomanagementpläne
Die Bekanntmachung der Hochwasserrisikomanagementpläne erfolgte durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V am 14.12.2015 im Amtsblatt Nr. 49/2015.

weiter

Ausgewählte Küstenschutzmaßnahmen

Beim Küstenschutz besteht das Grundproblem darin, dass der Küstensaum ein hochdynamisches Gebiet ist, was sich ständig und auch in kurzen Zeiträumen deutlich ändert. Ausdruck dessen sind u.a. die vegetationsfreien, weil immer wieder abbrechenden Kliffs. Dem steht das Bedürfnis der Nutzer auf stabile Verhältnisse gegenüber. Ein Rückgang der Uferlinie und damit des Strandes, der Düne usw. kann in bewohnten Gebieten meist nicht toleriert werden. Deshalb wird u.a. mit Buhnenbauten (siehe Foto) versucht, möglichst viel Sand am Strand und im vorgelagerten Flachwasser (Schorre) zu halten. Da dies nicht immer oder nicht in ausreichendem Maß gelingt, ist es inzwischen an vielen Küstenabschnitten erforderlich, den von der See im Laufe der Zeit fortgetragenen Sand künstlich durch Aufspülungen (siehe Foto) zu ersetzen. Aber auch traditionelle Dünenbauarbeiten, die schon mehr als 150 Jahre angewandt werden, wie die manuelle Strandhaferpflanzung sind auch heute noch unverzichtbar.

Buhnenbau in M-V

Küstenschutz durch Buhnenbau - Probleme bei der Verwendung einheimischer und tropischer Hölzer


Bedeutung der Buhnen im Sturmflutschutzsystem Mecklenburg-Vorpommerns

Das klassische Sturmflutschutzsystem an der Ostsee besteht in der Regel aus Buhnen - sandreichem Strand - Düne - Küstenschutzwald und Seedeich. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden erstmals Buhnen in Mecklenburg-Vorpommern gebaut. Als wand- oder dammartige Bauwerke quer zur Uferlinie führen sie zur seewärtigen Verlagerung der uferparallelen Brandungsströmung. Innerhalb der strömungsberuhigten Buhnenfelder kann es daher zur Akkumulation von Sand und damit zur Abnahme der Wassertiefe kommen. Den Wellen wird dadurch bereits vor Erreichen des Strandes und der Düne der Großteil ihrer Kraft genommen. Dies führt zur Stabilisierung oder sogar seewärtigen Verlagerung der Uferlinie und zur Verbesserung der Funktionstüchtigkeit der vor Sturmflut und Küstenliniendurchbruch schützenden Dünen. An der Küste unseres Landes haben sich einreihige Holzpfahlbuhnen besonders bewährt. Die einzelnen Buhnen reichen 40 bis 80 m in See. Die Lebensdauer kann unter normalen Bedingungen erfahrungsgemäß mit 40 bis 60 Jahren angesetzt werden.

Deich Eldena

Der Deichbau in Eldena wurde 2009 abgeschlossen. Der Deich ist mit einer Kronenhöhe von ca. 4,5 m HN und Böschungsneigungen wasserseitig von 1:10, luftseitig von 1:3 ein Neubau. Die wasserseitigen Böschungen können zukünftig als Liegewiese genutzt werden. Die Trassierung des Deiches berücksichtigt den Erhalt einer größtmöglichen Strandfläche.

Die Küste von Mecklenburg-Vorpommern


Die Küste ist eine sich durch vielfältige küstengestaltende Prozesse ständig verändernde Übergangszone zwischen Land und Meer. Marine Kräfte, wie Strömung, Seegang und Brandung, wirken permanent auf die Küste ein und formen ihr Erscheinungsbild fortwährend aufs Neue. Neben den sichtbaren Veränderungen können auch äußerst langsam ablaufende, oft kaum wahrnehmbare Prozesse, wie allmähliche Änderungen des Meeresspiegels oder Landhebungen/-senkungen, das Gesicht einer Küste auf lange Sicht gravierend verändern. Die Küste ist somit kein starres Gebilde, sondern durch einen dynamischen Charakter geprägt.

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Elbe

weiter

Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz M-V


In Mecklenburg-Vorpommern (M-V) werden die Grundlagen für die Bemessung der Küstenschutzanlagen durch den 1995 aufgestellten „Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz“ vorgegeben. Darin sind nicht nur alle vorhandenen und geplanten Küstenschutzmaßnahmen aufgeführt, sondern es gibt auch in Abhängigkeit vom angestrebten Sicherheitsniveau Festlegungen der lokal bzw. regional gültigen Bemessungswasserstände (BHW). Des weiteren wird auf die Bestimmung von Ausgangsdaten und Methoden der Bemessung verschiedener Küstenschutzbauwerke näher eingegangen.
Derzeit erfolgt eine Überarbeitung des Generalplans. Die Fertigstellung der Fortschreibung ist für das Jahr 2006 vorgesehen. Darin werden neben den Schwerpunkten

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Für die im ersten Umsetzungsschritt der HWRM-RL bestimmten Risikogebiete waren bis 22.12.2013 Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten zu erstellen. Zur Ermittlung des Ausmaßes der Überflutung und der zu erwartenden Wassertiefen wurden eindimensionale Modelle genutzt und stationäre Berechnungen durchgeführt. Ausspiegelungen von Wasserstandslinien wurden nur im Ausnahmefall angewendet.
Die Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten klassifizieren die zu erwartenden Hochwasserereignisse nach der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens. Im Land Mecklenburg-Vorpommern wurden die folgenden Hochwasserszenarien für die Binnengewässer und die Küste angewendet (Artikel 6 Absatz 3 HWRM-RL (PDF)):

HW-Szenario

Statistisches Wiederkehrintervall Binnen in Jahren

Statistisches Wiederkehrintervall Küste in Jahren

weiter

Hochwasserrisikomanagementpläne

In der dritten Umsetzungsstufe der HWRM-RL werden auf der Grundlage der Gefahren- und Risikokarten bis 22.12.2015 Hochwasserrisikomanagementpläne erstellt. Diese Pläne müssen angemessene und an das gefährdete Gebiet angepasste Ziele und Maßnahmen enthalten, mit denen die Hochwasserrisiken reduziert werden können.

Die vier grundlegenden Ziele des Hochwasserrisikomanagements bestehen in der:

Hochwasserrisikomanagementpläne in den Flussgebietseinheiten

Auf Grundlage der vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos sowie den Hochwassergefahren- und Hochwasserriskikokarten werden gemäß der HWRM-RL die sogenannten Hochwasserrisikomanagementpläne für Gebiete mit potenziell signifikantem Hochwasserrisiko erarbeitet. Diese sind auf Ebene der Flussgebietseinheiten erstmalig bis zum 22.12.2015 zu erstellen und anschließend im 6-Jahres-Rhythmus zu aktualisieren.
Mecklenburg-Vorpommern ist dabei für die Aufstellung des HWRM-Plan der FGE Warnow/Peene zuständig und hat zudem Anteil an den FGE's Elbe, Oder und Schlei/Trave. Die räumliche Ausdehnung dieser Flussgebietseinhieten können Sie der nachfolgenden Abbildung entnehmen.

Die Hochwasserrisikomanagementpläne, die Umweltberichte zur Strategischen Umweltprüfung, die zusammenfassenden Erklärungen sowie die Abwägungsergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie in folgender tabellarischer Übersicht.

weiter

Hochwasserrisikomanagementrichtlinie

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist die zentrale Bearbeitungs- und Koordinierungsstelle für die fachliche Umsetzung der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie in Mecklenburg-Vorpommern.

Hochwasserschutz

Hafeneinfahrt DömitzFoto: Nordmeyer 2006
Hafeneinfahrt Dömitz

Foto: Nordmeyer 2006

Bäche und Flüsse fließen unter normalen Bedingungen in ihren Betten. Nach kräftigen und lang anhaltenden Niederschlägen und/oder einer starken Schneeschmelze treten sie aber manchmal auch über die Ufer und überschwemmen ihr Umland. Der Bach oder Fluss führt Hochwasser!

Als Hochwasserschutz werden Baumaßnahmen bezeichnet, die die von Hochwasser ausgehenden Gefahren in den überschwemmungsgefährdeten Gebieten mindern.

In Mecklenburg-Vorpommern stellen der Bau und die Verstärkung von Deichen den Schwerpunkt im Hochwasserschutz dar. Er konzentriert sich insbesondere auf die Elbe und ihre Zuflüsse.

Kurzbilanz Sturmflut Mecklenburg-Vorpommern 1./2.11.2006

Blick auf das Neptunhotel in Warnemünde, Foto: Bernd Jäger, StALU MM DG Küste

Die Sturmflut vom 1./2. November 2006 stellt eine der schwersten Sturm­fluten der vergangenen Jahr­zehnte an Deutschlands Ostsee­küste dar. In Mecklenburg-Vorpommern waren nahezu alle Außen­küsten des Fest­landes und der Inseln betroffen. In einigen Küsten­orten, wie z. B. in Rostock-Warnemünde, gilt die Sturmflut 2006 als derzeit höchstes Hochwasser seit dem Jahr 1954. Die bei diesem Ereignis erreichten Pegel­stände über­trafen somit vieler­orts selbst jene des folgen­reichen Sturmflut­ereignisses vom 3./4. November 1995.

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Küste Dassow

weiter

Küstenschutz

Dünenübergang in Warnemünde

Die Küste von Mecklenburg-Vorpommern weist gegenwärtig eine Länge von insgesamt 1.945 km auf. Auf die zum offenen Meer exponierte Außenküste entfallen insgesamt 377 km der Gesamtküstenlänge des Landes. Den wesentlich größeren Anteil nehmen die vom offenen Meer zunehmend abgeriegelten, buchtenreichen Binnenküsten mit insgesamt 1.568 km Länge ein. Der an der Außenküste erforderliche Küstenschutz ist deutlich aufwändiger als an der Binnenküste.

Die Sicherung der Außenküste bildet den Schwerpunkt der Küstenschutzaktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern. Effektiv sind rund 140 km Außenküste durch Anlagen des Küstenschutzes gesichert. In erster Linie betrifft dies die überflutungs- und abrasionsgefährdeten Flachküsten. Den größten Sicherungsanteil gegen Überflutungen und Landdurchbrüche in die inneren Küstengewässer übernehmen dabei vorrangig Küstenschutzdünen und -deiche.

Küstenschutz


Der Küsten- und Hochwasserschutz ist an 245 km Außenküste und 1.477 km Boddenküste zu gewährleisten. Dafür stehen 767 Buhnen, 23 Wellenbrecher, 115 km Dünen, 211 km Deiche sowie Deckwerke, Ufermauern und Steinwälle mit einer Gesamtlänge von insgesamt ca. 14 km Länge zur Verfügung.

Schwerpunkte liegen dabei an den Außenküsten der Inseln Usedom und Rügen sowie der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst insbesondere in den Flachküstenabschnitten.

Küstenschutz

Menschen an der Promenade im Seebad Heiligendamm mit Sturmschutz<p>© Markus Brüh</p>

Menschen und Güter schützen

© Markus Brüh

Die Küste als Übergangsbereich von Land und Meer ist ein wichtiger Siedlungs- und Wirtschaftsraum, der aber den vom Meer ausgehenden Gefährdungen ausgesetzt ist. 1.050 Quadratkilometer der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns können bei Sturmfluten überflutet werden und 265 Kilometer unserer Ostseeküste befinden sich im natürlichen Rückgang.

Die dauerhafte Nutzung der Küste ist daher nur möglich, wenn die vom Meer ausgehenden Gefährdungen minimiert werden. Dies ist Aufgabe des Küstenschutzes. Gegen die Überflutungsgefahr werden z.B. Dünen, Deiche und Uferwände gebaut, gegen den Küstenrückgang kommen u.a. Sandvorspülungen, Buhnen, Wellenbrecher und Ufermauern zum Einsatz.

Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern


Die Küste von M-V und die Notwendigkeit ihres SchutzesZu den prägenden Besonderheiten von Mecklenburg-Vorpommern gehört die 1.945 lange Küste. Die vielfältigen Übergänge zwischen Land und Meer, zwischen Flach- und Steilküste machen den einzigartigen Reiz dieser Landschaft aus. Die heutigen Küstenformen sind Ergebnis des Jahrhunderte andauernden Kräftewirkens von Wind, Seegang, Strömung, von Änderungen des Meeresspiegelniveaus und auch von Landhebungen und -senkungen. Der Bereich zwischen Land und Meer unterliegt angesichts dieser Prozesse einer ständigen Veränderung. Dies sind insbesondere permanent ablaufende Ausgleichsprozesse, bei denen Material vom Ufer abgetragen und an anderer Stelle wieder angelagert wird. Die Dynamik, also die ständige Veränderung, ist das charakteristische Merkmal unserer Küste – so war es bereits früher und so wird es auch in der Zukunft bleiben.

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Küste Stettiner Haff

weiter

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Müritz-Elde-Wasserstraße

weiter

Ölwehr

Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm)

Der Transport von jährlich über 40 Mio t Öl auf dem Seeweg vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns macht eine effektive Vorbereitung auf die mögliche Abwehr eines Ölunfalls erforderlich. So wurden auf der Grundlage des Verwaltungsabkommens des Bundes und der Küstenländer zur gemeinsamen Bekämpfung von Ölhavarien vom 27. April 1995 entsprechende Geräte in Stralsund, auf der Insel Dänholm in einer modernen Wartungs- und Lagerhalle stationiert. Die Geräte werden durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern Dienststelle Stralsund im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eingesetzt. Dabei handelt es sich um Ölsperren, diverse Ölaufnahme- und Fördertechnik, sowie Spezialfahrzeuge und Ausrüstung zur Bekämpfung von Ölschadenslagen.

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Peene

weiter

Pegelportal M-V sowie aktuelle Hochwasserinformationen und -warnungen

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Poggendorfer Trebel

weiter

Regelwerk Küstenschutz M-V


Am 6. Mai 2009 hat der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V, Dr. Till Backhaus, das neue "Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit diesem neuen wertvollen Übersichtsheft wurde der 1995 herausgegebene Generalplan "Küsten- und Hochwasserschutz M-V" weiterentwickelt.

Küstenschutz durch Sandaufspülungen


Gefährdung

Die Ostsee ist ein flaches und langgestrecktes Meer. Aufgrund dieser beiden Eigenschaften wird ihr Wasserstand stark durch den Wind beeinflusst. Sturm schiebt an den in Windrichtung gelegenen Küsten einen „Wasserberg“ auf und der Wasserstand steigt, während er an den windabgewandten Küsten fällt. In unregelmäßigen Abständen kommt es dadurch an den Küsten der südwestlichen Ostsee zu so genannten Sturmfluten. Während einer Sturmflut kann der Wasserspiegel der Ostsee bis zu drei Metern ansteigen.

Dies führt in tiefgelegenen Küstengebieten zu Überflutungen, die auch menschliche Siedlungen in Gefahr bringen. Da in Mecklenburg-Vorpommern eine gesetzliche Verpflichtung zur Sicherung von im Zusammenhang bebauten Gebieten vor den von der See ausgehenden Gefahren besteht, werden zum Schutz dieser Ortschaften Küstenschutzaktivitäten erforderlich. In zunehmendem Maße kommen dabei, wie auch international üblich, Sandaufspülungen zum Einsatz.

Schutz von sandigen Rückgangsküsten

Fotograf: Herr Dr. Birger R. Gurwell STALU MM- Neuhaus

Küsten­verände­rungen sind natürliche und nicht aufzuhaltende Prozesse. Sie werden durch wind­induzierte Wellen und Strömungen verursacht. Die Gezeiten spielen in der Ostsee mit einem maximalen Tidenhub von 20 cm bei der Küsten­gestaltung kaum eine Rolle. Die Außen­küste Mecklen­burg-Vor­pommerns ist durch ihre exponierte Lage zur offenen Ostsee grund­sätzlich einer größeren hydro­dynamischen Belastung ausgesetzt und somit stärkeren küsten­verändernden Prozessen unter­worfen als die strömungs- und seegangs­beruhigten Bodden­küsten. Einfluss­gebend auf die küsten­verändernde Wirkung sind ebenso Faktoren wie die Ausrichtung der Küsten­linie zur Haupt­wind­richtung, die Wassertiefe, die Wind­wirk­länge und die damit verbundene Aus­bildung der Wellen.

Sturmflutschutzsituation Greifswald

Abbildung 2: Ryckmündung in Greifswald-Wieck

Das flache Gelände an der Dänischen Wieck zählt zu den besonders sturmflutgefährdeten Gebieten der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Ursache hierfür sind die große Streichlänge bei N-O Wetterlage und der nahezu ungehemmte Einstrom über die Boddenrandschwelle zwischen Thiessow und Ruden.

Das Stadtgebiet Greifswald ist auf Grund der natürlichen Gegebenheiten stark sturmflutgefährdet. Die vorhandenen Hochwasserschutzanlagen (Deich Wieck, Deich Ochsensteig, Rycksüddeich, Rosentaldeich, Riegeldeich) entsprechen nicht den heutigen Bemessungsgrundsätzen für extreme Sturmfluten.

Sturmflutschutz Greifswald

Abbildung 5: Blick von der Wiecker Brücke zur Ryckmündung

Das Sperrwerk Greifswald Wieck bildet einen integrativen Bestandteil des Sturmflutschutzsystems für Greifswald. Der Standort des Bauwerkes befindet sich im Gewässerquerschnitt des Ryck an der Mündung in die Dänische Wiek im Stadtteil Greifswald-Wieck. Die Lage des Bauwerkes ist durch den in den 60er Jahren gebauten Deich auf der Wiecker Seite, einem Bestandteil des Sturmflutschutzsystems, ca. 250 m vor dem Molenkopf, bestimmt. Der etwa 4 m tiefe Ryck hat hier eine Breite von ca. 60 m und dient als Zufahrt zum Stadthafen Greifswald.

Es wurden Lösungen gesucht das Bauwerk in den städtebaulich sensiblen Bereich einzupassen. Entwickelt wurde ein Konzept, das im Spannungsfeld von Sicherheit, Funktionalität, städtebaulicher Einpassung und Kosten ein Optimum bildet.

Sturmflutbericht vom 10.1.2010 Mecklenburg-Vorpommern

Selliner Seebrücke mit Tauchgondel, Foto: Ostseezeitung

Die Sturmflut erreichte ihr größtes Ausmaß an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste (Lübeck: 658 cm, 10.01.2010/ 03:29 Uhr). In Mecklenburg-Vorpommern überschritten die Wasserstände die Sturmflut-Marke von 600 cm nur im westlichsten Teil der Küste (Wismarbucht). Hier wurde der Maximalwasserstand von 629 cm am Pegel Wismar erreicht. Für die mittleren und östlichen Küstenregionen von Mecklenburg-Vorpommern blieb die Entwicklung des Sturmflutgeschehens dagegen knapp bis zum Teil weit unter den prognostizierten Werten von 610 cm.

Sturmflutbericht vom 14./15.10.2009 Mecklenburg-Vorpommern

Jemnitzschleuse in Börgerende, Foto: Dr. Birger R. Gurwell, StALU Mittleres Mecklenburg

Das Sturmflutereignis vom 14./15. Oktober 2009 erreichte an der Außenküste Mecklenburg-Vorpommerns das Ausmaß einer leichten bis mittleren Sturmflut. Nach statistischer Einordnung treten solche Sturmflutereignisse an unserer Küste etwa alle 1-2 Jahre (leichte Sturmflut) bzw. 5-10 Jahre (mittlere Sturmflut) auf.

Sturmflutbericht vom 6.1.2012 Mecklenburg-Vorpommern

Warnemünde, Fotograf unbekannt

Die Entwicklung des Sturmflut­geschehens entsprach im Großen und Ganzen den Prognosen, auch wenn die prognos­tizierten Maximal­wasser­stände im Laufe der Sturmflut zumeist leicht unter­schritten wurden. So sind die registrierten Höchst­wasser­stände der Außenküsten­pegel östlich von Rostock nur als leichte Sturmflut einzuordnen. Lediglich in West­mecklenburg erreichte das Hochwasser das Ausmaß einer mittleren Sturmflut. Der höchste Wasserstand wurde am Pegel Wismar mit 144 cm über Normal­mittel­wasser gemessen.

Sturmflutdokumentation Mecklenburg-Vorpommern vom 3./4.11.1995

Sturmflut am 3. und 4. November 1995, Ostsee; Fotograf: unbekannt

Am 3. und 4. November 1995 wurden die Küsten Mecklen­burg-Vorpommerns durch eine Sturm­flut heimgesucht, welche sowohl in ihrer unmittel­baren Gewalt als auch in ihren Aus­wirkungen zu den schwersten Ereignissen dieser Art in den letzten 125 Jahren zählte. Mit der vor­liegenden Dokumentation der Sturmflut vom 3. und 4. November 1995 sollen die Ursachen, Abläufe und Auswirkungen des Naturer­eignisses nachvollzogen werden. Das Anliegen besteht darin, ausgehend von geo­morpholo­gischen Ver­hältnissen, von der hydro­dynamischen Situation von den meteo­rologischen Voraus­setzungen her das Zustande­kommen der Sturmflut zu analysieren und ihre Auswirkungen zu beschreiben.

Sturmfluten an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern


Sturmfluten sind unregelmäßig auftretende Naturereignisse, bei denen der Wasserstand kurzzeitig auf Extremwerte anwächst und in Verbindung mit starkem Seegang zu erheblichen Zerstörungen und Landverlusten führen kann. Durch die Besiedlung überflutungs- und abbruchgefährdeter Küstenbereiche geht von Sturmfluten eine besondere Gefährdung für die Küstenbewohner und ihre Schutzgüter aus. Die Bewertung der Sturmflutgefährdung erfordert daher grundlegende Kenntnisse über das Zustandekommen und den Verlauf von Sturmfluten.

Sturmflutschutz Greifswald

Geographische Lage von Greifswald

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen über das Vorhaben Sturmflutschutz Greifswald inklusive dem Sperrwerk in Wieck.

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Tollense

weiter

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Uecker

weiter

Vorläufige Bewertung

In der ersten Umsetzungsphase der HWRM-RL, ist zunächst das vorläufige Hochwasserrisiko zu bewerten. Nach Artikel 5 Abs. 1 der HWRM-RL sind diejenigen Gebiete zu bestimmen, bei denen davon auszugehen ist, „dass ein potenzielles signifikantes Hochwasserrisiko besteht oder für wahrscheinlich gehalten werden kann“. Neben den möglichen Schäden zukünftiger Hochwasserereignisse sind in diesem Schritt auch diejenigen aus vergangenen Hochwässern zu betrachten. Die Bewertung des vorläufigen Hochwasserrisikos erfolgt auf der Grundlage verfügbarer oder leicht abzuleitender Informationen, wie bspw. Aufzeichnungen und Studien zu langfristigen Entwicklungen, um eine Einschätzung der potenziellen Risiken vorzunehmen.
Die Veröffentlichung der vorläufigen Bewertung ist im Dezember 2011 erfolgt. Im selben Jahr fanden hierzu Informationsveranstaltungen in den einzelnen Amtsbereichen der Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt (StÄLU) statt, auf denen die betroffenen Fachbehörden, Kommunen und Verbände in M-V über die Vorgehensweise bei der Umsetzung der Europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie informiert worden sind.

Eine erste Überprüfung ist für den 22.12.2018 vorgesehen, danach alle sechs Jahre.

weiter

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Warnow

weiter

Hydrologie (3)

Das Interne Messnetz Küste (IMK)


Das Interne Messnetz Küste erhebt für sechs gleichmäßig verteilte Küstenabschnitte an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern sowie für vier Boddenabschnitte kontinuierlich meteorologische und hydrologische Mehrparameterdaten. Dazu stehen neben eigenen Messstationen mit jeweils einem Land- und Seeteil auch zwei Tiefwassersonden, so genannte Waveriderbojen, zur Verfügung. Durch eine enge Kooperation mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern (WSA) sowie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) konnte das eigene Netz zur Gewährleistung der notwendigen Datendichte und -sicherheit mit weiteren Messstationen vernetzt werden.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit

Der Amtsbereich des StALU Vorpommern grenzt auf einer Länge von rund 80 Kilometern zwischen der Pommerschen Bucht und dem Stettiner Haff im Norden sowie der unteren Oder im Süden an die polnische Wojewodschaft Westpommern. Auf der Grundlage des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft an den Grenzgewässern vom 19. Mai 1992 erfolgte die Bildung der deutsch–polnischen Grenzgewässerkommission. Für die praktische Umsetzung der Aufgaben stehen der Kommission fünf ständige deutsch–polnische Arbeitsgruppen zur Seite. Das Land Mecklenburg–Vorpommern wird in diesen Arbeitsgruppen durch Mitarbeiter der Abteilung Naturschutz, Wasser und Boden des StALU Vorpommern vertreten.

Gewässerverzeichnis des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V

In diesem Gewässerverzeichnis finden Sie Gewässer, die im Eigentum des Landesanglerverbands Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind, die von diesem gepachtet sind oder für welche der LAV mit dem Pächter eine Vereinbarung zum Beangeln abgeschlossen hat. Die hier erfassten Gewässer sind auch im gedruckten Verzeichnis aufgeführt, das auf der Webseite unten steht. Da das gedruckte Verzeichnis jährlich erscheint, sind die Angaben im Webverzeichnis aktueller und können schneller überarbeitet werden.

Meeresschutz (19)

Bekämpfung von Meeresverschmutzungen

Ölbekämpfungsschiff
Ölbekämpfungsschiff "Vilm" im Einsatz

Foto: Dombrowsky

Für den baltischen Raum ist ein nach wie vor anhaltender Anstieg des Schiffsverkehrs zu verzeichnen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat der weitergeführte Ausbau der russischen Ölhäfen. Die Ostsee als Binnenmeer mit stellenweise relativ geringen Wassertiefen stellt die Schifffahrt vor erhöhte Anforderungen. Einer der notwendigerweise zu befahrenden Tiefwasserwege, die Kadettrinne, führt in unmittelbarer Nähe an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entlang. Hier sind jährlich bis zu 65.000 Schiffsbewegungen feststellbar.

Um den katastrophalen Folgen möglicher Schiffsunfälle schnell und sicher begegnen zu können, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit den anderen deutschen Küstenländern und der Bundesregierung weitreichende Vorkehrungen getroffen. So stehen für den Einsatzfall vier Ölbekämpfungsschiffe und zwei Hochseeschlepper in Bereitschaft. Zweimal täglich wird das Einsatzgebiet von Überwachungsflugzeugen mit spezieller Sensortechnik auf Meeresverunreinigungen kontrolliert. Für die Öl- und Schadstoffbeseitigung von Stränden werden in zwei Depots Spezialgeräte bereitgehalten.

COHIBA in Mecklenburg-Vorpommern

Warum ist COHIBA für Mecklenburg-Vorpommern wichtig?

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Kenntnisstand zum Vorkommen gefährlicher Schadstoffe in den Gewässern vergleichsweise gering. Nur für wenige der 11 im Baltic Sea Action Plan (BSAP) genannten gefährlichen Schadstoffe/Schadstoffgruppen liegen Immissionsmessungen in den Oberflächengewässern des Binnenlandes einschließlich der Ostseezuflüsse vor. Für die Küstengewässer ist die Datenlage noch schlechter. Schadstoff- und Bioeffektuntersuchungen an Biota aus den Küstengewässern weisen jedoch auf eine Belastung der Küstengewässer durch gefährliche Stoffe hin. Die Fallstudie soll zur Ursachenaufklärung für diese Effekte dienen.


Was trägt Mecklenburg-Vorpommern zum Erfolg von COHIBA bei?

weiter

COHIBA - Projekt "Gefährliche Stoffe" in der Ostsee

COHIBA (Control of hazardous substances in the Baltic Sea region) ist ein von der Europäischen Union mitfinanziertes Projekt (INTERREG IV B) und dient der Umsetzung des HELCOM Ostseeaktionsplan (HELCOM Baltic Sea Action Plan, BSAP) bezüglich der "Gefährlichen Stoffe". Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich aktiv an diesem Projekt im Arbeitspaket 3 (Innovative Ansätze für die Überwachung der gefährlichen Stoffe).

Eutrophierung der Ostsee

Im Einzugsgebiet der Ostsee leben rund 80 Millionen Menschen. Es umfasst 1,72 Millionen km² Fläche; 95% davon fallen dabei auf die 9 Ostseeanliegerstaaten Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland, Dänemark und Schweden. Die restlichen 5% der Einzugsgebietsfläche gehören zu Weißrussland, zur Ukraine, zur Tschechischen Republik, zur Slowakischen Republik und zu Norwegen. Darunter sind auch kleine Anteile der grenzüberschreitenden Flusssysteme Memel, Düna, Weichsel und Oder zu berücksichtigen.

Den größten Anteil am Ostseeeinzugsgebiet hat Schweden, gefolgt von Russland, Polen und Finnland. Deutschland hat unter den Ostseeanrainern das kleinste Einzugsgebiet mit ungefähr 29.000 km². Durch M-V werden lediglich ca. 2% der Bevölkerung und <2% der Fläche des Einzugsgebietes der Ostsee verkörpert (Warnow/Peene, Oder, Schlei/Trave).

Das größte chronische Problem der Ostsee stellt deren ständig zunehmende Eutrophierung dar. Mit "Eutrophierung" wird der Prozess der entweder natürlich oder anthropogen verursachten Nährstoffanreicherung bezeichnet, d.h. es gelangen mehr Pflanzennährstoffe (Phosphor- und Stickstoffverbindungen) in das Gewässersystem als wieder exportiert werden. Dieses führt zu einer fortschreitenden Anreicherung von Nährstoffen im Gewässer und sukzessive zu einem vermehrten Pflanzenwachstum und weiteren negativen Folgeerscheinungen ökologischer (Algenmassenvorkommen, Sauerstoffarmut, Fäulnisprozesse, Fischsterben) und ökonomischer (Fischerei, Tourismus) sowie sozialer (Gesundheit und Erholung) Art.

Leuchttürme

Leuchtturm DornbuschSie sind die Wegweiser auf den Weltmeeren und Trutzburgen der oft unberechenbaren See. Längst nicht nur Seefahrern vermitteln sie Orientierung, Schutz und Geborgenheit. Als Wahrzeichen der Küstenregionen gehören sie untrennbar auch zum Landschaftsbild der Ostsee. Seit je her faszinieren Leuchttürme Menschen auf der ganzen Welt. Sie warnen Tag und Nacht vor gefährlichen Untiefen, Riffen oder Sandbänken.
Trotz Radar und Satellitennavigationssystem sind auch heute noch viele unserer Leuchttürme für die Schifffahrt als visuelle Seezeichen zur Navigation und Positionsbestimmung sehr wichtig und Teil unseres umfassenden Verkehrssicherungssystems, das wir für die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt betreiben.

Marine Schutzgebiete

Die Einrichtung von Schutzgebieten auf dem Meer soll der Erhaltung besonders gefährdeter Arten, wie z. B. Seevögel, sowie verschiedener Lebensraumtypen, wie z. B. Riffen dienen. In Deutschland wurden bei der Umsetzung der zuständigen EU-Habitatrichtlinie (FFH) auch Schutzgebiete in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ausgewiesen, für deren Umsetzung das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zuständig sind. Die AWZ umfasst jene Gebiete, die von der 12-sm Zone bis zur angrenzenden AWZ anderer EU-Mitgliedsstaaten reicht. Für die Gebiete innerhalb der 12-sm Zone sind die einzelnen Bundesländer zuständig.



Maritime Raumplanung in Mecklenburg-Vorpommern

Die Küstenzonen und Küstenmeer unterliegen in immer stärkerem Maße einer intensiven Nutzung. Gleichzeitig stellen sie ökologisch wertvolle und sensible Bereiche dar.

Es hat sich gezeigt, dass mit der bisherigen eindimensionalen Steuerung vorhandener Nutzungen (Schifffahrt, Fischerei, Naturschutz usw.) die Nutzungskonflikte auf See nicht mehr zu lösen sind. Einerseits folgt aus dem EU-Recht eine stärkere naturschutzrechtliche Sicherung einiger Meeresflächen sowohl auf dem Wasser als auch auf dem Meeresboden, andererseits steigen die Nutzungsansprüche (etwa im touristischen Bereich) und es entstehen neue Nutzungen (z. B. Offshore-Wind-Energie), die fast alle anderen an dem betreffenden Ort, insbesondere die klassischen (wie Schifffahrt) ausschließen. Interessenkonflikte zwischen Nutzung, Entwicklung und Schutz sind so vorprogrammiert. Zur Vermeidung von Konflikten in der Küstenzone, sowohl land- als auch seeseitig, ist eine koordinierte Vorgehensweise unumgänglich.

weiter...

Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

Mit der 2008 in Kraft getretenen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) möchte die Europäische Union einen “Guten Umweltzustand” für ihre Meere bis 2020 erreichen. Für die Umsetzung der MSRL sind die einzelnen Mitgliedsstaaten verantwortlich, die ihre Maßnahmen aber im Rahmen bereits bestehender Meeresschutzabkommen (wie das für die Ostsee geltende HELCOM-Abkommen) untereinander abstimmen müssen.
Das Institut für Ostseefischerei bringt für die Umsetzung der MSRL seine langjährigen Datenserien und Expertise ein. Zu den Forschungsarbeiten zählt dabei vor allem die Analyse von Daten zu Fischerei und Fischgemeinschaften sowie möglicher Einflüsse der Meeresfischerei auf marine Lebensräume.

Meeresüberwachung

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie hat auch die Meeresüberwachung stark verändert. Es sind natürliche (historische) Hintergrundwerte für die verschiedenen Parameter sowie naturnahe Referenzgebiete in den Küstengewässern definiert. Daraus ist das Leitbild eines sogenannten "guten chemischen und ökologischen Zustands" mit bestimmten Qualitätszielen abzuleiten. Die aktuellen Messergebnisse sind in einem vierstufigen Bewertungsmaßstab zu relativieren und der EU zu melden.

Gemäß § 110 LWaG ist das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) als Fachbehörde für die Ermittlung der naturwissenschaftlichen und gewässerkundlichen Grundlagen zur Ordnung des Wasserhaushaltes verantwortlich und nimmt die ihm durch Rechtsverordnungen übertragenden Vollzugsaufgaben wahr. Der gewässerkundliche Mess- und Beobachtungsdienst ist gemäß § 108 LWaG bei den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt angesiedelt. Bestimmte Überwachungsaufgaben können gemäß § 112 LWaG durch Rechtsverordnung der obersten Wasserbehörde an sachverständige Stellen übertragen werden.

Die Küstengewässer des Landes werden auf der Grundlage der jährlichen Fortschreibungen des Gewässerüberwachungserlasses überwacht. In diesem sind die hydrographischen, chemischen und biologischen Überwachungsaufgaben, die sich aus nationalen und internationalen Verpflichtungen ergeben, enthalten. Durch die Ausweitung des Helsinki-Konventionsgebietes (1992) auf die inneren und äußeren Küstengewässer der Ostsee-anrainer wurde ein erheblicher Teil der Verantwortung und Pflichten in der internationalen Meeresüberwachung vom Bund auf die Küstenländer übertragen.

Meeresumweltschutz

Gewässeraufsichtsschiff
Gewässeraufsichtsschiff "Strelasund"

Foto: Martin Sabel

Die Ostsee ist im Weltmaßstab betrachtet ein relativ kleines, aber überaus sensitives und anfälliges Meer. Dennoch ist sie etwas Besonderes und Lebensader für Mecklenburg-Vorpommern. Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns hat eine Länge von ca. 1712 Kilometer. Sie bietet eine faszinierende und schützenswerte Natur, in der Menschen leben, arbeiten oder sich erholen. Die Zielsetzung des Meeresumweltschutzes ist, nachhaltig wirksame Schutz- und Nutzungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Dabei müssen u. a. verschiedene Belange mit dem Gewässerschutz in Einklang gebracht werden: die der Schifffahrt und der Häfen, der Fischerei, der Landwirtschaft und Industrie, der Offshoreaktivitäten, des Kies- und Sandabbaus sowie der Verklappung von Baggergut.

MeerLernen

Ob es um die Weltmeer geht oder die Ostsee vor unserer Haustür, hier finden Sie Wissenswertes, Unterhaltsames und Lehrreiches zum Thema Meer.

Ölsuche in deutschen Meeresschutzgebieten



Umweltverbände bangen um letzte Schweinswale

Dem vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswal droht eine neue Gefahr. Das kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) will vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns Erdöl- und Erdgaslagerstätten erkunden und das Bergamt Stralsund hat bereist die Erkundung genehmigt. Der NABU und andere Umweltverbände sehen darin eine Missachtung des Umweltrechts und kündigen scharfen Widerstand an.

Mehr Schutz für das jüngste Meer der Welt

WarnemündeErst vor knapp 12.000 Jahren entstanden, hat die Ostsee seither bereits mehr dramatische Veränderungen erfahren als viele andere Ozeane. Die heftigste jedoch steht ihr vermutlich erst bevor – ausgelöst durch den Wandel unseres Klimas. Deshalb arbeitet der WWF daran, die aktuellen ökologischen Belastungen schnellstens zu verringern.

Die Ostsee - ein einmaliges Ökosystem

SeevögelDie Ostsee ist ein einmaliges Ökosystem mit besonderen Lebensräumen. Sie ist gekennzeichnet durch eine große biologische Vielfalt und ist in ökologisch intakter Form die Grundlage für Tourismus, Fischerei und Schifffahrt. Durch starke Nutzung und aufgrund immenser Einleitungen in die Ostsee, ist dieses Bild allerdings erheblich getrübt. Algenpest und Quallenplage sind häufig der Wermutstropfen an den sommerlichen Stränden. Viele seltene Seevögel, Robben und Schweinswale müssen mit immer stärker zunehmendem Seeverkehr fertig werden und zusätzlich bedrohen mögliche Havarien die Sicherheit und Ökologie der Ostsee und ihrer Küstenregionen.

Anbieter: BUND M-V

Baltic Green Belt

Weststrand Darßer WaldInternational hat der BUND in Partnerverbänden in anderen Ostseeanrainerstaaten Interesse am Grünen Band und seinem Schutz geweckt. Letzteres mündete in der Ausarbeitung eines EU-Förderantrags im Rahmen des INTERREG IV B-Programmes, der die internationalen Schutzaktivitäten im Grünen Band Ostsee, dem "Baltic Green Belt", auch finanziell absichern soll. Das INTERREG-Projekt vernetzt eine Gruppe von 20 Partnern aus allen Anrainerstaaten der südlichen und östlichen Ostsee und deckt damit den Verlauf des Grünen Bandes im Ostseeraum vollständig ab.
Eine Besonderheit des Grünen Bandes an der Ostsee ist, dass hier im Gegensatz zum restlichen Grünen Band nicht nur Landlebensräume vorkommen, sondern Meereslebensräume einen Großteil der Fläche einnehmen. So werden unterseeische Riffe und Sandbänke genauso wie Salzgrasländer und Dünen bis zu Küstenwäldern mit einbezogen.

Anbieter: BUND M-V

Projekt „Meere ohne Plastik“



Mit Strand-Reinigungsaktionen und Umweltbildung gegen Plastikmüll im Meer

Jahr für Jahr landen Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Höchste Zeit, zu handeln! 2010 hat der NABU das Projekt „Meere ohne Plastik“ ins Leben gerufen. Inhalte sind thematische Veranstaltungen und lokale Reinigungs- und Monitoringaktionen.

Rechtliche Grundlagen für den Meeresumweltschutz

Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich gemäß seiner Verpflichtungen gegenüber der HELCOM (Helsinki-Kommission) und aufgrund seiner Zuständigkeiten, die aus dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und dem Landeswassergesetz (LWaG) sowie aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie, der zukünftigen EU-Meeresstrategierichtlinie sowie der FFH- und Vogelschutzrichtlinie erwachsen, rechtlich verbindlich in seinen inneren und äußeren Küstengewässern bis zur Grenze der deutschen Territorialgewässer (12-Seemeilen-Zone). Darüber hinaus arbeitet es auf internationaler Ebene aufgrund oben angeführter Zusammenhänge eng mit dem Bund (Zuständigkeit in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und Außenvertretungsrecht) zusammen.

Zusätzliche Berücksichtigung finden die Meeresumweltschutz-Bemühungen im Rahmen der UNO International Maritime Organisation (IMO), verschiedener bereichsspezifischer Konventionen sowie der Oslo-Paris-Convention (OSPAR) im Nordostatlantik aufgrund des Landesanteils am Elbe-Einzugsgebiet der Nordsee.

Schutz der Meere

OzeaneumDie WSV trägt aktiv zum Schutz der Meere bei. Mit unserem Handeln gewährleisten wir, dass die Bundeswasserstraßen in einem sicheren Zustand sind und Schiffe auf ihnen gefahrlos und flüssig fahren können.
Das WSA Stralsund zeigt mit seiner Außstellung im Ozeaneum Stralsund, wie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der WSV den Schutz der Meere als Auftrag erkenne und annehmen.

Ziele des COHIBA - Projekts

Was will COHIBA?

Das wichtigste Ziel des COHIBA- Projekts besteht in der Unterstützung der Ostseeanliegerstaaten bei der gemeinsamen Umsetzung des BSAPs bezüglich der "Gefährlichen Stoffe" sowie in der Förderung der Anwendung von Ökosystem-Ansätzen für das Management "Gefährlicher Stoffe".

Die Ziele bestehen im einzelnen darin:

 

Wie wird COHIBA die Ziele erreichen?

Um die Ziele des Projekts zu erreichen sind insgesamt 6 Arbeitsgruppen eingerichtet worden.  


Welche Stoffe werden untersucht?

1.

Dioxine (PCDD), Furane (PCDF) und dioxinähnliche Polychlorierte Biphenyle (PCB)

2.

Tributylzinnverbindungen (TBT), Triphenyltzinnverbindungen (TPhT)

3.

Pentabromodiphenylether (pentaBDE), Octabromdiphenylether (octaBDE), Decabromdiphenylether (decaBDE)

weiter

Wasserbau (18)

Aktuelle Verfahren

26.07.2016

Baustelle Sassnitz

Vorhaben "Sturmflutschutz Sassnitz/Rügen", Landkreis Vorpommern-Rügen

Scoping-Termin gemäß § 5 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

Anlagen:

weiter

Ausgewählte Wasserbaumaßnahmen / Impressionen zum Thema Wasserbau

Fließgewässer

Zurückgebautes Wehr Liepe zur Sohlengleite in der Uecker (Foto: Dezernat 320)

In Verwaltungszuständigkeit des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern befinden sich 320 km Fließgewässer mit rund 45 größeren Bauwerken (Wehre, Sohlengleiten, Schöpfwerke, Krautentnahmestellen). Für die Gewässer und Anlagen ist die gesamte Kette von der Planung, Projektierung, Genehmigung, Ausschreibung und Vergabe, Bauüberwachung und -abrechnung bis hin zur den laufenden Unterhaltungsarbeiten zu erledigen.

Es werden hauptsächlich Baumaßnahmen zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt bzw. sind in Planung. Es besteht das Ziel, die Gewässer Randow, Uecker und Zarow durch Umgestaltung der Querbauwerke ökologisch durchgängig herzustellen. Hier ist bereits viel erreicht. Herausragende Baumaßnahmen waren die Rekonstruktionen der Wehre Louisenhof und Meiersberg in der Zarow sowie Waldhof, Gorkow und Neumühl in der Randow und Pasewalk, Sohlschwelle Pasewalk und Bauerort in der Uecker. Außerdem sind mehrere Wehre zu Sohlgleiten zurückgebaut worden. Größte Baumaßnahmen der kommenden Jahre wird der Umbau des Wehres Torgelow sein.

Der Wallensteingraben

Unsere Fließgewässer sind in der Vergangenheit oft eingeengt, begradigt und vertieft worden. Außerdem stellen wasserbauliche Anlagen, wie z.B. Wehre, unpassierbare Hindernisse für viele Wasserlebewesen dar. Deshalb weist eine Großzahl der Fließgewässer heute nicht mehr die natürliche Vielfalt an Lebensräumen und Organismen auf. Die staatliche Umweltverwaltung versucht hier gegenzusteuern.

Zwei konkrete Maßnahmen, die am Wallensteingraben in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Naturschutzbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg und dem Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. durchgeführt wurden, sollen hier beispielhaft vorgestellt werden:

Fischaufstieg Neubukow/Hellbach

Der Hellbach

Das Quellgebiet des Hellbaches befindet sich im Raum Altenhagen südlich von Kröpelin. Nördlich von Neubukow mündet der Hellbach bei Teßmannsdorf in das Salzhaff. Das Einzugsgebiet des Hellbaches umfasst eine Fläche von rd. 210 km².

Am Mühlenteich Neubukow hat das Einzugsgebiet eine Größe von 200 km². Der mittlere Durchfluss beträgt hier MQ = 1,33 m³/s und der mittlere Hochwasserdurchfluss MHQ = 9,40 m³/s.

Gewässerunterhaltung

Oberirdische Gewässer, die nicht von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung sind, bedürfen in der Regel der Unterhaltung. Mit dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetzes - WHG) vom 31.07.2009 hat der Bundesgesetzgeber im Rahmen seiner Gesetzgebungskompetenz nach dem Grundgesetz (Art. 74 Abs. 1 Nr. 32 GG) auch die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Unterhaltung der oberirdischen Gewässer (Unterhaltungslast) geregelt.

Nach § 39 WHG umfasst die Unterhaltung eines oberirdischen Gewässers seine Pflege und Entwicklung. Dazu gehören insbesondere:

Die Gewässerunterhaltung muss sich an den Bewirtschaftungszielen für die Gewässer nach Maßgabe der §§ 27 bis 31 WHG ausrichten und darf die Erreichung dieser Ziele nicht gefährden. Sie muss den Anforderungen entsprechen, die im Maßnahmenprogramm nach § 82 WHG an die Gewässerunterhaltung gestellt sind. Bei der Gewässerunterhaltung ist der Erhaltung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts Rechnung zu tragen. Bild und Erholungswert der Gewässerlandschaft sind zu berücksichtigen.

Gewässerunterhaltung und -ausbau

FischtreppeFoto: StALU Mittleres Mecklenburg Dienststelle Rostock
Wiederhergestellte Gewässerdurchgängigkeit

Foto: StALU Mittleres Mecklenburg Dienststelle Rostock

In Gräben, Bächen und Flüssen sammelt sich der auf die Erde fallende Niederschlag und fließt dem Meer zu. Diesen natürlichen Vorgang beeinflusst der Mensch seit Jahrhunderten, indem er die Gewässer für seine Zwecke u.a. vertieft, begradigt, verlegt und aufstaut. Die damit verbundenen Arbeiten an den Gewässern werden als Wasserbau bezeichnet.

Unterhaltung und Ausbau der Gewässer 1. Ordnung (außer Bundeswasserstraßen) obliegen dem Land. Die Unterhaltung Gewässer zweiter Ordnung ist Aufgabe von Gewässerunterhaltungsverbänden, ausbaupflichtig sind hier die Gemeinden.

Aktuell hat der Wasserbau in unserem Lande zwei Kernaufgaben:

Küstenwasserbau

Seit 1994 hat sich das Fachgebiet Küstenwasserbau zu einer anerkannten Forschungseinrichtung entwickelt, in der auch größere Forschungsprojekte bearbeitet werden. ...

Naturnaher Grabenausbau(L 37) Busdorf, Gemeinde Behrenhoff


Der Graben L 37 stellt im gültigen Gewässernetz M-V den Oberlauf der Schwinge dar. Nördlich von Busdorf wurde das früher offene Gewässer zu Beginn des vorigen Jahrhunderts auf einer Länge von 233 m verrohrt und damit die ökologische Durchgängigkeit des Fließgewässers verhindert.

Das Fördervorhaben beinhaltet die Wiederherstellung eines offenen Gerinnes unter Berücksichtigung des in der Rohrleitungstrasse vorhandenen Waldsaumes. Der Oberlauf der Schwinge wurde als erheblich verändert eingestuft, als Entwicklungsziel nach Wasserrahmen-Richtlinie wird das gute ökologische Potential festgelegt. Mit der Öffnung der Rohrleitung wurde als wichtigstes Ziel die ökologische Durchgängigkeit des Schwingeabschnittes erreicht.

Naturnaher Wasserbau

Wichtiges Anliegen und Aufgabe der Wasserwirtschaft – auch bereits vor Inkraftsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie – ist die Rückführung der Gewässer in einen naturnahen Zustand. Neben der Verbesserung der Wasserqualität, insbesondere durch eine modernsten Anforderungen genügende Abwasserreinigung vor deren Einleitung, nimmt die Aufwertung des Strukturreichtums der Gewässer dabei einen zentralen Platz ein. Schwerpunkt ist gegenwärtig die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Fließgewässer für Fische, Rundmäuler und andere aquatische Lebewesen. Dies kann entweder durch die Rücknahme von Querverbauungen (z.B. Wehre) oder die Gestaltung geeigneter Fischaufstiegsanlagen an den Staubauwerken erreicht werden.

Neubau der Fischaufstiegsanlage im Altarm der Uecker am Wehr Torgelow

Fischaufstiegsanlage im Altarm der Uecker am Wehr Torgelow

Hintergrund der Maßnahme im Altarm der Uecker in Torgelow ist die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Aufgrund der steigenden Attraktivität der Uecker als Kanurevier, waren dabei auch die Belange des Wasserwandertourismus zu berücksichtigen.

Bereits im Jahr 1998 wurde der Altarm der Uecker als Umgehungsgerinne renaturiert. Die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit war jedoch nur ein Teilaspekt der Baumaßnahme und wurde nicht vollumfänglich gelöst. Das Hauptproblem bestand darin, dass der Auslauf des Umgehungsgerinnes weit unterhalb des Tosbeckens in die Uecker mündete und der Hauptleitstrom die Fische und andere aquatische Organismen immer noch zum Wehr leitete. Laut Aussage der durchgeführten Effizienzkontrolle im Jahr 2008 (Biota GmbH) wurde das Umgehungsgerinne meist nur zufällig angenommen und wirkte durch die teilweise geringen Wassertiefen und Gewässerbreiten selektiv auf größere Fische, wie beispielsweise Döbel oder Meerforelle.

Neubau Fischaufstiegsanlage Lüssow 2014-2015

Abb. 1: Ehemaliges Streichwehr Lüssow

Die Nebel ist mit einem Einzugsgebiet von 998 km2 und einer Fließlänge von 74 km der größte Nebenfluss der Warnow, in die sie bei Bützow einmündet.

Das Gewässer teilt sich in Höhe der Ortslage Lüssow bei Güstrow im Landkreis Rostock in den von 1894 bis 1896 geschaffenen Güstrow-Bützow-Kanal und in den ehemaligen Mündungsverlauf der Nebel, welcher fortan zugunsten der Frachtschifffahrt nur untergeordnet mit Wasser versorgt wurde. Die Wasserzuteilung zur Alten Nebel erfolgte lange Zeit über das Streichwehr bei Lüssow, welches als Querbauwerk im Gewässer die Durchwanderbarkeit für Fische und Amphibien einschränkte [Abb. 1].

Renaturierung des Thurower Baches (L 63) in der Gemeinde Züssow


Wiederherstellung eines offenen Gewässerabschnittes einschließlich Anlage eines Gewässerrandstreifens und Uferbepflanzung auf einer Länge von 410 m. Damit verläuft das Gewässer wieder in seinem ursprünglichen Bett, nachdem das Wasser zuvor über eine Rohrleitung DN 600 abgeführt wurde.

Mit der Maßnahme soll das Bewirtschaftungsziel "gutes ökologisches Potential und guter chemischer Zustand" gemäß Wasserrahmen-Richtlinie für diesen Gewässerabschnitt erreicht werden.

Sanierung und Restaurierung der Penkuner Seenkette


Die Penkuner Seenkette besteht aus insgesamt sieben Seen. Aufgrund der Größe und Vielseitigkeit der Penkuner Seenkette ist die Sanierung und Restaurierung ein komplexes Vorhaben, welches sich beginnend ab 2010 über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren realisieren lässt.

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme sind folgende Bauabschnitte und Sanierungsziele vorgesehen:

Wasserbaumaßnahmen in der Warnow/Bützow - Wehrneubau an der alten Schleuse

Als Ersatz für den Rohrdurchlass mit Staukopf wird ein neues Wehr mit einer lichten Weite von 2 x 3,25 = 6,50 m errichtet. Die Reste der alten Schleuse werden vollständig abgebrochen. Das Wehr wird mit elektrisch betriebenen, automatisch gesteuerten Verschlüssen zur Wasserstandsregulierung ausgerüstet. Die Flussufer im Unterwasser und Oberwasser des Wehres werden mit Stahlspundwänden gesichert. Mit dem neuen Wehr erfolgt zukünftig die Wasserstandsregulierung für die Stauhaltung.
- Bauausführung 2004/2005.

Wasserbaumaßnahmen in der Warnow/Bützow - Hauptwehrrückbau: Schräge Rampe

Das Hauptwehr wird nur teilweise abgebrochen. Die Wehrsohle und die Seitenwände bleiben erhalten. In diese umgebende Konstruktion hinein wird die Rampe geschüttet. sie erhält einen trapezförmigen Querschnitt. Der Rampenkörper besteht aus Sand, die Oberflächen werden mit einer schweren Steinschüttung befestigt. Die Schrägstellung der Rampe wurde gewählt, um die hydraulische Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Am linken Ufer wird im Rampenkörper eine Niedrigwasserrinne ausgebildet. Die Rampenkrone liegt unter dem Stauziel von 0,81 mHN, so dass auch dieser Warnowarm ständig durchflossen wird. Wichtig ist die Funktion und Leistungsfähigkeit der schrägen Rampe bei Hochwasserereignissen zur Entlastung der übrigen Fließwege.

Wasserbaumaßnahmen in der Warnow/Bützow - Umfluterwehrrückbau: Sohlgleite

Das Umfluterwehr bleibt weitgehend erhalten. Es werden nur die Verschlüsse und Aufbauten abgebrochen. Vom Wehr ausgehend nach unterhalb wird eine flach geneigte Sohlgleite angelegt, die auch mit Kanus passiert werden kann.
- Bauausführung 2006.

Wasserbau & Planfeststellungen

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist Fachbehörde für Grundlagen des Wasserbaus, der Gewässerentwicklung und der Gewässerunterhaltung. Erteilt werden weiterhin Planfeststellungen und -genehmigungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie wasserrechtliche Erlaubnisse für Gewässerbenutzungen bei kerntechnischen Anlagen.

Wasserbauten zum Nutzen der Natur - die Fischaufstiegshilfe

Fischaufstiegshilfe an der Linde

Die Lebensgemeinschaften der Fließgewässer werden entsprechend durch die Wanderungsbewegungen der in ihnen vorkommenden Organismen geprägt. Die ökologische Notwendigkeit der Fließgewässervernetzung ist heute unbestritten. Es werden in verstärktem Maße Fischaufstiegsanlagen errichtet. Es gibt für diese Anlagen auch noch andere Begriffe wie Fischtreppen oder Fischpässe. Wir, in unserem Bereich sagen grundsätzlich Fischaufstiegshilfe.

Über die Durchgängigkeit der Gewässer wird in vielen Gesetzen wie der EU-Wasserrahmenrichtlinie, in den Landeswassergesetzen und auch im Fischereigesetz geschrieben. Im Fischereigesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern im § 22 - Fischwege in Fließgewässern - heißt es:

Wasserhaushalt (4)

Gewässerbewirtschaftung des Oberflächenwassers

Trotz des Gewässerreichtums besitzt Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern beim Oberflächenwasser ein geringes nutzbares Wasserdargebot zur Gewässerbewirtschaftung. Das ist dadurch bedingt, dass nur der Wasseranteil nutzbar ist, der sich im Zuge des natürlichen Wasserkreislaufes ständig erneuert. Im Lande fallen jedoch relativ geringe Niederschläge im Vergleich zu den benachbarten westlichen Bundesländern (um ca. 200 mm /Jahr niedriger) bei nahezu gleich hohen Verdunstungswerten.

Außerdem gibt es in Mecklenburg-Vorpommern bis auf die Elbe keine Flüsse, die aus niederschlagsreichen Regionen gespeist werden und somit das gebietsnahe Dargebot erhöhen.

Daher hat man mit der Gewässerbewirtschaftung bereits frühzeitig begonnen, indem man durch Wehre an den Ausläufen der Seen ihren Wasserstand und Abfluss steuert (z.B. Schweriner See). Dies ermöglicht im Frühjahr Wasser zurückzuhalten und in den Trockenperioden des Sommers den Fließgewässern zur Verfügung zu stellen. Im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung soll ein See hierfür nur im Bereich seines durchschnittlichen natürlichen Schwankungsverhaltens genutzt werden.

Naturräumliche Situation

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist in ganz besonderem Maße vom Wasser geprägt. 1.712 Kilometer Küstenlänge, davon 354 Kilometer Küste zur offenen See, rund 40.000 Kilometer Fließgewässer und 2.028 Seen ab 1 Hektar Wasserfläche drücken der Landschaft ihren eigenen Stempel auf. Das Landschaftsbild wurde durch die letzte Eiszeit mit entsprechend komplizierten Grundwasserverhältnissen geprägt. Die Einzugsgebiete der Wasserläufe sind im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen als klein zu bezeichnen. Die Peene weist mit 5.127 Quadratkilometern das größte Einzugsgebiet auf, es folgt die Warnow mit 3.304 Quadratkilometern. Der Anteil am Gesamteinzugsgebiet der Elbe beträgt für Mecklenburg Vorpommern 6.130 Quadratkilometer, dies entspricht 26,5 Prozent der Landesfläche.

Wasser

große Steine in der BrandungFoto: Thomas Grundner
Wasser ist Leben.

Foto: Thomas Grundner

"Wasser ist Leben" – einfacher und eindringlicher als mit dieser Jahrtausende alten Erkenntnis lässt sich auch heute die Bedeutung des Wassers nicht beschreiben. Dies gilt für eine sichere Trinkwasserversorgung, als entscheidender Standortfaktor für die Land- und Forstwirtschaft, für die Industrie, für den Tourismus und als Lebensraum von Flora und Fauna.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein gewässerreiches Land. Koordinierung und Ausgleich der verschiedenen Nutzungsansprüche sowie der nachhaltige Schutz der Gewässer sind Aufgabe der Wasserwirtschaft und des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz als oberste Wasserbehörde des Landes.

Wasserhaushalt und Wasserschutzgebiete

Die Überwachung der Wassermenge der Oberflächengewässer gehört zu den Kernaufgaben des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG).  Die Programme zur Gewässerüberwachung werden jährlich aktualisiert und per Erlass durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (LU) fortgeschrieben.

Wasserwirtschaft (10)

Ausbau der Hochwasserschutzanlagen am Torfkanal und Stettiner Haff zum Schutz der Ortslagen Kamminke und der polnischen Stadtrandsiedlung von Swinemünde

Der 6,84 km lange Torfkanal dient als Vorfluter des Schöpfwerkes "Weiße Brücke" (polnisch: Bialy Most). Dieses von der polnischen Seite betriebene automatisierte Schöpfwerk entwässert den oberen grenzübergreifenden Polder d.h. teilweise das deutsche Gebiet der Zerninseesenke und weite Flächen auf der polnischen Seite des Gewässers.

Die Mündung des Kanals in das Haff kreuzt den 1997 ausgebauten Landesschutzdeich Kamminke. Sie ist mit einem SPS-gesteuerten Schieber versehen, der nur temporär bei erhöhten Wasserständen im Haff automatisch schließt. Außerhalb dieser Schließzeiten ist die ökologische Durchgängigkeit zwischen Haff und Torfkanal gegeben. Die Sohle des Auslaufbauwerkes ist mit Substratauflage versehen, um auch Evertebraten das Passieren zu ermöglichen. Nach Schließung des Schiebers bot der Torfkanal mit seinen stark abgesackten Binnendeichen nur ein geringes Retentionsvolumen. Es kam durch überströmendes und durchsickerndes Wasser aus dem Kanal verstärkt zu einer Vernässung der umliegenden Nutzflächen auf der deutschen Seite und insbesondere der Siedlungsanlagen auf polnischer Seite.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit

Der Amtsbereich des StALU Vorpommern grenzt auf einer Länge von rund 80 Kilometern zwischen der Pommerschen Bucht und dem Stettiner Haff im Norden sowie der unteren Oder im Süden an die polnische Wojewodschaft Westpommern. Auf der Grundlage des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft an den Grenzgewässern vom 19. Mai 1992 erfolgte die Bildung der deutsch–polnischen Grenzgewässerkommission. Für die praktische Umsetzung der Aufgaben stehen der Kommission fünf ständige deutsch–polnische Arbeitsgruppen zur Seite. Das Land Mecklenburg–Vorpommern wird in diesen Arbeitsgruppen durch Mitarbeiter der Abteilung Naturschutz, Wasser und Boden des StALU Vorpommern vertreten.

Die deutsch-polnischen Grenzgewässer Mecklenburg-Vorpommerns

Wege und Ergebnisse der internationalen Zusammenarbeit zu deren Unterhaltung und Ausbau

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald bilden der Torfkanal und die Mützelburger Beeke auf einer Länge von etwa 13 km die Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen. Diese verläuft in der Gewässermitte.

Zuständig für die Unterhaltung der Gewässer ist auf deutscher Seite das StALU Vorpommern. Die Unterhaltungszuständigkeit auf polnischer Seite liegt für die Mützelburger Beeke bei der Regionalen Wasserwirtschaftsverwaltung Stettin (RZGW Szczecin) und für den Torfkanal bei der Bezirksverwaltung Melioration und Wasseranlagen der Woiwodschaft Westpommern in Stettin.

Elbe-Eisstand Februar 2012

Im Februar 2012 baute sich bei sehr frostigen Temperaturen in Folge starken Eisganges ein Eisstand in der Tideelbe auf. Dieser Eisstand dehnte sich schnell bis in die untere Mittelelbe aus und erfasste auch den mecklenburgischen Abschnitt bei Boizenburg.

Der anliegende Bericht des StALU WM dokumentiert die meteorologischen und hydrologischen Randbedingungen des Ereignisses. Insbesondere für den mecklenburgischen Pegel Boizenburg/Elbe erfolgt eine genauere Beschreibung und Bewertung.

Elbehochwasser Januar 2011

Nach dem August-Hochwasser 2002 und dem Winter-Hochwasser 2006 war das Januar-Hochwasser 2011 das 3. außergewöhnliche Elbe-Hochwasser innerhalb der letzten 10 Jahre. Eine derartige Dichte außergewöhnlicher Hochwasserereignisse dürfte für die Elbe historisch sein.

Das Januar-Hochwasser 2011 brachte bemerkenswerte Durchflüsse und Wasserstände hervor. So reichten die Scheiteldurchflüsse der Elbe ab dem Pegel Barby an die des Winter-Hochwassers 2006 heran, die zugehörigen Wasserstände an der unteren Mittelelbe lagen aber zum Teil deutlich über den Scheitelwerten von 2006. An den mecklenburgischen Elbepegeln Dömitz und Boizenburg wurde neue Höchstwasserstände erreicht.

Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit der Mützelburger Beeke durch Umbau des abgängigen Staubauwerkes am Mützelburger See in eine Sohlengleite

Der Fluss Beeke (polnisch: rzeka Mysliborka) ist Vorflut für den großen Mützelburger See und fließt in nördlicher Richtung nach ca. 6,1 km in den Neuwarper See. Das oberirdische Einzugsgebiet der Beeke hat eine Fläche von 21,3 km2.

Bereits in den Jahren 1963 bis 1967 wurden beiderseits der Staatsgrenze umfangreiche Meliorationsarbeiten in der Beekeniederung durchgeführt. Seitdem finden entlang des Flusses jährliche Unterhaltungsarbeiten statt, deren Umfang und Ausführungsart sei 2003 in einer gemeinsamen deutsch-polnischen "Regelung zu Unterhaltungsarbeiten an der Beeke als Grenzgewässer" festgelegt sind.

Wasser und Boden

Wehr Bad Sülze

Im Bereich Wasser und Boden werden neben den regelmäßig von allen StÄLU zu erledigenden Aufgaben vielfältige Sonderaufgaben für das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern erfüllt. Beispielsweise werden Messprogramme durchgeführt, um die Gewässerbeschaffenheit in der Ostsee zu untersuchen. Dies erfolgt aufgrund internationaler Verpflichtungen. Darüber hinaus werden die notwendigen Gerätschaften vorgehalten, um Ölunfälle in den Küstengewässern abzuwehren. Die Einsatzvorbereitung sowie die Schadstoffbekämpfung in Zusammenarbeit mit dem Bund und den Küstenländern gehören ebenso dazu. Da der Amtsbereich auf einer Länge von 80 km an die Wojewodschaft Westpommern grenzt, spielt die deutsch-polnische Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Gewässerschutzes eine bedeutende Rolle.

Wasser und Boden

Neubau des Fischaufstiegs mit verbundenem Rückbau des Aalfangs in der Warnow bei Weitendorf, Foto: Felix Bujak

Im Bereich Wasserwirtschaft gehört neben dem Hochwasserschutz an Elbe und Ostsee die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu den vorrangigen Aufgaben des StALU WM. Die Förderung von Maßnahmen der Siedlungswasserwirtschaft (Abwasseranlagen) und des insbesondere naturnahen nichtstaatlichen Wasserbaus an Gewässern 2. Ordnung (z.B. Fischaufstiegshilfen) dient ihrer praktischen Umsetzung. Die Einhaltung der Qualitätsziele ist Maßstab bei der Erteilung wasserrechtlicher Entscheidungen und wird durch aufwendiges Monitoring überwacht.

Wasserwirtschaftliche Monatsberichte

Der Monatsbericht zur wasserwirtschaftlichen Situation enthält eine Übersicht der im Amtsbereich liegenden Niederschlagsstationen mit einer Interpretation der aktuellen Niederschläge.

Angaben zu Wassermenge und Wasserführung der wichtigsten Fließgewässer, Wasserstände ausgewählter Seen und der Wasserabgabe von Staustufen und bewirtschafteten Seen finden sich in Text und Tabellen.

Wasserwirtschaftliche Quartalsberichte

Durchflusspegel an der Warnow
Durchflusspegel an der Warnow

Das StALU Westmecklenburg erarbeitet für sein Amtsgebiet abflussjährlich 4 Berichte zur wasserwirtschaftlichen Situation. In diesen Quartalsberichten werden aktuelle meteorologische und hydrologische Daten dokumentiert und bewertet.

Grundlage des Berichtes bilden die Daten der hydrologischen Pegel des Landesmessnetzes M-V sowie Pegel der WSV (Plau, Malchow und Malliß/MEW, Banzkow/Stör, Neu Darchau/Elbe, Waren/Müritz sowie ungeprüft aus DFÜ: Schwerin-Werderbrücke/Schweriner See, Dömitz und Boizenburg/Elbe und Wismar/Ostsee).

Fachrecht (10)

Beantragung von Bootsmotoren auf der Oberwarnow und dem Krakower See ab 01.07.2012

Zum 01.07.2012 sind mit Änderung des Landeswassergesetzes (LWaG) wasserrechtliche Zuständigkeiten des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) an Gewässern 1. Ordnung an den Landkreis Rostock bzw. die Hansestadt Ros-tock übergegangen. Ausgenommen hiervon sind Zuständigkeiten an der Unterwarnow und der Ostsee als Küstengewässer.
Damit erfolgt z. B. die Bearbeitung von Anträgen für Zulassung von Bootsmotoren auf der Oberwarnow und dem Krakower See nicht mehr durch das StALU MM.

Entsprechende Anträge sind daher zuständigkeitshalber an den

Landkreis Rostock
Untere Wasserbehörde
Am Wall 3-5
18273 Güstrow

FIS-Wasser

Unter dem Oberbegriff FIS Wasser werden verschiedene Fachinformationssysteme der Abteilung zusammengefasst.

RA:dOst - Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste

Fokusthemen und -gebiete

Seit Juli 2009 ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) in Rostock aktiver Praxispartner des RADOST-Projektes, an dem Partner aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mitwirken. RADOST steht für Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste und hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Ziel des Projektes ist es, Anpassungsstrategien an den Klimawandel für die deutsche Ostseeküste im Dialog mit Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Klimawandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen. Für einzelne Handlungsfelder wie Tourismus, Küstenschutz, Naturschutz, Häfen und maritime Wirtschaft, Gewässermanagement und Landwirtschaft sowie erneuerbare Energien sollen Optionen auf regionaler Ebene entwickelt werden. Dabei steht das StALU MM gemeinsam mit der Universität Rostock für das Fokusthema Küstenschutz. RADOST ist eines von insgesamt sieben Projekten, die im Rahmen der Maßnahme "KLIMZUG – Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten" verschiedene Modellregionen betrachten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden.

Richtlinie über Industrieemissionen (IE-RL)

Die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) hat zum Ziel, bestimmte umweltrelevante Industrieanlagen einheitlich, systematisch und für alle Umweltbereiche integrierend, behördlich zu überwachen. Unter anderem fordert die IE-Richtlinie die Einrichtung eines Systems für Umweltinspektionen und die Aufstellung von Überwachungsplänen und Überwachungsprogrammen. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen-Zulassungs- und Überwachungsverordnung – IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus hat im Einvernehmen mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz für das Land Mecklenburg-Vorpommern einen medienübergreifenden Überwachungsplan erstellt. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V schreibt diesen fort.

Auf der Grundlage dieses Überwachungsplan werden durch die jeweils zuständigen Überwachungsbehörden anlagenbezogene Überwachungsprogramme erarbeitet, veröffentlicht und aktualisiert.

Überwachungsprogramm nach IE-Richtlinie im Staatlichen Amt Mittleres Mecklenburg für den Bereich Wasserwirtschaft

Anlass

Die Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) fordert in Artikel 23 von den Mitgliedstaaten die Einführung eines Systems für Umweltinspektionen, das die Prüfung der gesamten Bandbreite an Auswirkungen der zu überwachenden Anlagen auf die Umwelt umfasst. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen- Zulassungs- und Überwachungsverordnung - IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen. Die §§ 8 und 9 IZÜV regeln die Überwachung von eigenständig betriebenen industriellen Abwasserbehandlungsanlagen sowie Gewässerbenutzungen und Indirekteinleitungen aus Industrieanlagen, die der IE-Richtlinie unterfallen (IE-Anlagen). Gemäß § 9 Abs. 2 IZÜV sollen auf der Grundlage des Überwachungsplanes Überwachungsprogramme erstellt und regelmäßig aktualisiert werden, mit denen die von IE-Anlagen oder deren Gewässerbenutzungen ausgehenden Umweltrisiken systematisch beurteilt werden und die Häufigkeit der Vor-Ort-Besichtigungen angegeben wird.

Überwachungsprogramm nach IE-Richtlinie im Staatlichen Amt Vorpommern für den Bereich Wasserwirtschaft

Anlass

Die Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) fordert in Artikel 23 von den Mitgliedstaaten die Einführung eines Systems für Umweltinspektionen, das die Prüfung der gesamten Bandbreite an Auswirkungen der zu überwachenden Anlagen auf die Umwelt umfasst. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen- Zulassungs- und Überwachungsverordnung - IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen.

Die §§ 8 und 9 IZÜV regeln die Überwachung von eigenständig betriebenen industriellen Abwasserbehandlungsanlagen sowie Gewässerbenutzungen und Indirekteinleitungen aus Industrieanlagen, die der IE-Richtlinie unterfallen (IE-Anlagen). Gemäß § 9 Abs. 2 IZÜV sollen auf der Grundlage des Überwachungsplanes Überwachungsprogramme erstellt und regelmäßig aktualisiert werden, mit denen die von IE-Anlagen oder deren Gewässerbenutzungen ausgehenden Umweltrisiken systematisch beurteilt werden und die Häufigkeit der Vor-Ort-Besichtigungen angegeben wird.

Überwachungsprogramm nach IE-Richtlinie im Staatlichen Amt Westmecklenburg für den Bereich Wasserwirtschaft

Anlass

Die Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) fordert in Artikel 23 von den Mitgliedstaaten die Einführung eines Systems für Umweltinspektionen, das die Prüfung der gesamten Bandbreite an Auswirkungen der zu überwachenden Anlagen auf die Umwelt umfasst. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen- Zulassungs- und Überwachungsverordnung - IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen.

Die §§ 8 und 9 IZÜV regeln die Überwachung von eigenständig betriebenen industriellen Abwasserbehandlungsanlagen sowie Gewässerbenutzungen und Indirekteinleitungen aus Industrieanlagen, die der IE-Richtlinie unterfallen (IE-Anlagen). Gemäß § 9 Abs. 2 IZÜV sollen auf der Grundlage des Überwachungsplanes Überwachungsprogramme erstellt und regelmäßig aktualisiert werden, mit denen die von IE-Anlagen oder deren Gewässerbenutzungen ausgehenden Umweltrisiken systematisch beurteilt werden und die Häufigkeit der Vor-Ort-Besichtigungen angegeben wird.

Umsetzung der IE-Richtlinie in der Wasserwirtschaft

Die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) hat zum Ziel, bestimmte umweltrelevante Industrieanlagen einheitlich, systematisch und für alle Umweltbereiche integrierend, behördlich zu überwachen. Unter anderem fordert die IE-Richtlinie die Einrichtung eines Systems für Umweltinspektionen und die Aufstellung von Überwachungsplänen und Überwachungsprogrammen. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen-Zulassungs- und Überwachungsverordnung – IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus hat im Einvernehmen mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz für das Land Mecklenburg-Vorpommern einen medienübergreifenden Überwachungsplan erstellt. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V schreibt diesen fort.

Umsetzung der IE-Richtlinie in der Wasserwirtschaft

Die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) hat zum Ziel, bestimmte umweltrelevante Industrieanlagen einheitlich, systematisch und für alle Umweltbereiche integrierend, behördlich zu überwachen. Unter anderem fordert die IE-Richtlinie die Einrichtung eines Systems für Umweltinspektionen und die Aufstellung von Überwachungsplänen und Überwachungsprogrammen. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen-Zulassungs- und Überwachungsverordnung – IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus hat im Einvernehmen mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz für das Land Mecklenburg-Vorpommern einen medienübergreifenden Überwachungsplan erstellt. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V schreibt diesen fort.

Umsetzung der IE-Richtlinie in der Wasserwirtschaft

Die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) hat zum Ziel, bestimmte umweltrelevante Industrieanlagen einheitlich, systematisch und für alle Umweltbereiche integrierend, behördlich zu überwachen. Unter anderem fordert die IE-Richtlinie die Einrichtung eines Systems für Umweltinspektionen und die Aufstellung von Überwachungsplänen und Überwachungsprogrammen. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen die Industriekläranlagen-Zulassungs- und Überwachungsverordnung – IZÜV vom 2. Mai 2013 erlassen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus hat im Einvernehmen mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz für das Land Mecklenburg-Vorpommern einen medienübergreifenden Überwachungsplan erstellt. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V schreibt diesen fort.

Förderangelegenheiten (3)

Förderung des Natur- und Umweltschutzes im deutschen Ostseeraum

Die OSTSEESTIFTUNG fördert Natur- und Umweltschutzprojekte von gemeinnützigen juristischen Personen (z. B. Vereinen und Verbänden) und Körperschaften des öffentlichen Rechts (z. B. Gemeinden). Daneben kann die Stiftung auch operativ tätig werden und eigenverantwortlich Naturschutzmaßnahmen umsetzen.

Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Gewässern und Feuchtlebensräumen nach der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Gewässern und Feuchtlebensräumen (FöRiGeF)

Zweck der Zuwendung ist die nachhaltige Entwicklung in erster Linie von Gewässern und deren Ufern-, Auen- und Niederungsbereichen sowie zum Hochwasserschutz. Die Maßnahmen sollen insbesondere der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmen-Richtlinie, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, der Vogelschutzrichtlinie sowie des Moorschutzkonzeptes des Landes Mecklenburg–Vorpommern dienen.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt ist Bewilligungsbehörde mit Ausnahme der Vorhaben mit schwerpunktmäßigem Moorschutzaspekt. Für Vorhaben mit schwerpunktmäßigem Moorschutzaspekt nimmt das örtlich zuständige Staatliche Amt die Aufgaben der antragsannehmende Behörde für das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie als Bewilligungsbehörde wahr.

Förderung von Abwasseranlagen nach der Richtlinie zur Förderung Abwasseranlagen (FöRi-AW)

Zweck der Zuwendung ist es, den Bau von Abwasseranlagen, die ohne Zuwendungen nicht in angemessener Zeit oder nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden können, verwirklichen zu helfen.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt ist Bewilligungsbehörde für den Förderbereich I der Richtlinie: zentrale öffentliche Abwasseranlagen und gewerbliche Abwasseranlagen.

Projekte und Aktionen (4)

23. Neubrandenburger Kolloquium

"Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerunterhaltung"

Am 23. September 2014 fand das 23. Neubrandenburger Kolloquium unter dem Titel "Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerunterhaltung" statt.

Eine Übersicht zur Veranstaltung und die Vorträge können Sie hier herunterladen. Die Urheberrechte der Vorträge liegen bei den jeweiligen Autoren. Jede weitere Verwendung ist nur mit Angabe des Autors und der Quellenangabe gestattet.

Ausgewählte Küstenschutzmaßnahmen

Beim Küstenschutz besteht das Grundproblem darin, dass der Küstensaum ein hochdynamisches Gebiet ist, was sich ständig und auch in kurzen Zeiträumen deutlich ändert. Ausdruck dessen sind u.a. die vegetationsfreien, weil immer wieder abbrechenden Kliffs. Dem steht das Bedürfnis der Nutzer auf stabile Verhältnisse gegenüber. Ein Rückgang der Uferlinie und damit des Strandes, der Düne usw. kann in bewohnten Gebieten meist nicht toleriert werden. Deshalb wird u.a. mit Buhnenbauten (siehe Foto) versucht, möglichst viel Sand am Strand und im vorgelagerten Flachwasser (Schorre) zu halten. Da dies nicht immer oder nicht in ausreichendem Maß gelingt, ist es inzwischen an vielen Küstenabschnitten erforderlich, den von der See im Laufe der Zeit fortgetragenen Sand künstlich durch Aufspülungen (siehe Foto) zu ersetzen. Aber auch traditionelle Dünenbauarbeiten, die schon mehr als 150 Jahre angewandt werden, wie die manuelle Strandhaferpflanzung sind auch heute noch unverzichtbar.

Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee

Die OSTSEESTIFTUNG will die ökologische Situation der Ostsee und den Umwelt- und Naturschutz im deutschen Ostseeraum verbessern. Wir setzen dies durch die finanzielle Förderung von Projekten bei gemeinnützigen oder öffentlichen Einrichtungen um. Wir initiieren zudem die Durchführung von Naturschutzmaßnahmen in Kooperation mit interessierten Partnern. Weiterhin unterstützt die OSTSEESTIFTUNG langfristige Pflegemaßnahmen auf Grünlandflächen an der Küste zum Schutz der Seevögel und zur Verbesserung von Meereslebensräumen. Unsere Motivation leitet sich aus unserem Respekt vor der Natur ab. Wir wollen dazu beitragen, dass die Ostsee ökologisch stabiler wird und sich erholt.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

Die Forschung ist für unsere Mitarbeiter neben der Lehre die wichtigste Aufgabe. Seit 1994 hat sich das Fachgebiet zu einer anerkannten Forschungseinrichtung entwickelt, in der auch größere Forschungsprojekte bearbeitet werden. Das Fachgebiet ist in starkem Maße in Planungsaufgaben der Landesbehörden an der deutschen Küste eingebunden und unterstützt private Unternehmen beratend bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.

weiter...


zurück zur letzten Seite

Zusatzinformationen

Links zum Thema

Internes Messnetz Küste
Wassertemperaturen der Ostsee
Hochwasserportal
Pegelportal M-V
Wasserblick
Informationsangebot für Wassersportler - Wasserstände im Warnow-Mildenitz-Gebiet

Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut