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Umweltinformationssystem Mecklenburg-Vorpommern



Forstwirtschaft (5 Informationen von 2 Anbietern)

Forstpolitik
Im Zusammenhang mit einer Fördermaßnahme wird ein Waldweg vermessen. Foto: Norbert Wolfram, LFoA
Im Zusammenhang mit einer Fördermaßnahme wird ein Waldweg vermessen. Foto: Norbert Wolfram, LFoA

Der Wald nutzt dem Menschen in vielfältiger Weise: Er ist zum einen Arbeitsplatz, Einkommensquelle, Erholungsraum und Refugium für Tiere und Pflanzen. Zum anderen leistet der Wald einen wichtigen Beitrag zum Wasserhaushalt, zur sauberen Luft und zum Klimaschutz.

Die Forstpolitik sichert die Funktionen des Waldes nachhaltig und strebt einen Ausgleich der verschiedenen Interessen an. Diesem Ziel dient unter anderem das Landeswaldprogramm und ein Informations-, Beratungs- und Anreizsystem (Angebote zur Waldpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit, fachliche Beratung und Betreuung und finanzielle Förderung) sowie ordnungsrechtliche Maßnahmen (Forstaufsicht, forstbehördliche Verwaltungsverfahren). Das Ministerium setzt als oberste Forstbehörde das Landeswaldgesetz um und leitet die unteren Forstbehörden an.

Holzmarktpolitik
Nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz; Foto: Felix Weisbrich, LFoA
Nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz; Foto: Felix Weisbrich, LFoA

In Mecklenburg-Vorpommern werden jährlich zwischen 1,5 und 2 Millionen Kubikmeter Rohholz geerntet und verkauft. Das Rohholz wird stofflich verarbeitet (Säge-, Platten-, Zellstoffindustrie) und energetisch genutzt (Wärme- und Stromerzeugung).

Gemeinsam mit dem Bund und den anderen Bundesländern werden die Rahmenbedingungen für den Verkauf, die Sortierung und die Verwendung des Rohholzes, bis hin zur Walderschließung und Abfuhrlogistik, geschaffen.

Jagdwesen

Mecklenburg-Vorpommern bietet mit seinem großflächig unzersiedelten Naturraum ideale Lebensbedingungen für die heimischen Wildarten, die Teil der biologischen Vielfalt der Wälder sind. Es ist Aufgabe des Jagdwesens, einen artenreichen und gesunden Wildbestand in einem ausgewogenen Verhältnis zu den natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und bedrohte Wildarten zu schützen. Die Jagd wirkt regulierend auf Wildbestände ein und ist nachhaltige Nutzung einer natürlichen Ressource. Die von jagdbaren Tierarten verursachten Schäden am Wald und auf landwirtschaftlichen Kulturen müssen auf ein tragbares Maß begrenzt werden.

Naturnahe Forstwirtschaft in M-V

Die Ziele und Grundsätze einer naturnahen Forstwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wurden von der Landesregierung am 05. Dezember 1995 bestätigt. Sie wurden im Informationsblatt der Landesforstverwaltung (Sonderausgabe Januar 1996) veröffentlicht. Sie sind die Grundlage der langfristigen Waldentwicklung im Lande und ein verbindlicher Rahmen für forstliche Maßnahmen, wobei ökonomische und ökologische Erfordernisse entsprechend den landesspezifischen Bedingungen berücksichtigt werden. Auch eine naturnahe Forstwirtschaft hat Holz zu erzeugen und ein möglichst günstiges Betriebsergebnis zu erzielen bei verstärkter Berücksichtigung ökologischer Belange.

Anbieter: Landesforst M-V

Thema: Naturnahe Forstwirtschaft

Waldbau und Waldökologie
Naturnahe Wirtschaft im Buchenwald; Foto: Dr. Peter Röhe
Naturnahe Wirtschaft im Buchenwald; Foto: Dr. Peter Röhe

Der Wald in Mecklenburg-Vorpommern hat eine besondere Bedeutung im Naturhaushalt und wird im Rahmen einer naturnahen Forstwirtschaft nachhaltig bewirtschaftet. Das Leitbild sind standortgerechte Mischwälder, die möglichst viel wertvolles Holz liefern. Biologische Artenvielfalt sowie Stabilität und Anpassungsfähigkeit sind wichtige Eigenschaften unserer Wälder. Sie binden zugleich Kohlenstoff aus der Luft und tragen durch die Produktion des umweltfreundlichen Rohstoffes Holz in erheblichem Maße zum Klimaschutz bei.


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Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut