Orkantief verursachte kaum Schäden im Wald und an Küstenschutzanlagen

Nr.033/2020  | 10.02.2020  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Orkantief „Sabine“ hat im Landeswald keine nennenswerten Schäden angerichtet, sagte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute in Schwerin. Da der Sturm das Wasser der Ostsee von unseren Küsten wegdrückt, registrieren die meisten Pegel aktuell Wasserstände von ca. 50 cm unter Mittelwasser. Probleme an den Küstenschutzanlagen des Landes gebe es daher auch nicht.

„Es besteht aber weiterhin ein gewisses Gefahrenpotenzial. Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, die Wälder vor allem in den Kreisen Ludwigslust-Parchim, Rostock und Mecklenburgische-Seenplatte, in denen der Sturm besonders gewütet hat, noch nicht zu betreten. Es können immer noch Bäume umstürzen oder Baumteile herunterfallen und ein erhebliches Risiko für Leib und Leben darstellen. Für diejenigen, die unbedingt den Wald betreten möchten, weise ich darauf hin, dass das Betreten des Waldes weiterhin auf eigene Gefahr erfolgt“, so Buchwald.

Auch an den Küsten des Landes gilt weiter Vorsicht: „Infolge der bereits seit Wochen vorherrschenden Westwindlagen ist viel Nordseewasser in die Ostsee eingeströmt. Ihr Füllungsstand liegt aktuell fast 50 Zentimeter höher als Normal. Um diesen Betrag würden daher auch Sturmfluten höher auflaufen. Bei starken Nord- oder Nord-Ost-Sturm könnte es daher leichter als sonst zu schweren oder sehr schweren Sturmfluten kommen. Im Falle von Orkan ‚Sabine‘ hatten wir das Glück, dass der Wind aus der entgegengesetzten Richtung kam, aber das kann sich bereits beim nächsten Sturmtief ändern“, erklärte der Staatssekretär.