Zukunft der Fischerei: Land informiert über EU-Verhandlungen

Nr.284/2019  | 15.11.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die angespannte Lage in der Küstenfischerei Mecklenburg-Vorpommern nimmt Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald zum Anlass, um auf einer Informations- und Diskussionsveranstaltung des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern über die Position des Landes, die Verhandlungen mit der EU

zu möglichen Abwrackprämien und über nachhaltige Strategien zur Rettung der Fischereiwirtschaft zu sprechen.

Dazu laden wir Medienvertreter herzlich ein!

Ort und Zeit: 

Mittwoch, 20. November 2019, ab 9.30 Uhr,

(Der Staatssekretär spricht um 16:15 Uhr!)

Tagungsraum: Sudhaus

Störtebeker Brauquartier, Alte Brauerei Stralsund

Greifswalder Chaussee 84-85, 18439 Stralsund

Die Einigung der EU-Fischereiminister auf niedrigere Fangquoten für die Arten Hering und Dorsch in der Ostsee hat auch für die hiesige Fischerei drastische Folgen.

Demnach stehen für die Kutter- und Küstenfischerei im Jahr 2020 aus dem Heringsbestand der westlichen Ostsee ca. 1.000 Tonnen und dem Dorschbestand der westlichen Ostsee ca. 260 Tonnen zur Verfügung. Das entspricht bei beiden Arten innerhalb der letzten fünf Jahre einer Reduzierung um ca. 90 Prozent.

Die seit 2017 erstmalig sowohl für die Dorsch- als auch für die Heringsfischerei vorgenommenen erheblichen Fangeinschränkungen wurden bislang weitgehend durch die Gewährung von Prämien zur zeitweiligen Stilllegung der Fischerei abgefedert. In den Jahren 2017 und 2018 wurden an 133 Unternehmen bei einer zeitweiligen Stilllegung der Herings- und Dorschfischerei Überbrückungsbeihilfen in Höhe von 2,63 Millionen. Euro ausgereicht. Für 2019 sind ca. 2,3 Millionen Euro, für das Jahr 2020 ca. 2,8 Millionen vorgesehen.

Derzeit diskutiert die EU über Abwrackprämien für die Dorschfischer in der östlichen Ostsee. Dies würde von den hierzulande 226 Haupterwerbsfischern etwa 16 Fischereiunternehmen betreffen.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern setzt sich jedoch dafür ein, dass auch die von den drastischen Quotenkürzungen bei dem Dorsch- und Heringsbestand der westlichen Ostsee betroffenen Stellnetzfischer eine Abwrackprämie erhalten können.

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie im Anhang dieser Pressemitteilung.