Thema im Landtag: Unterstützung für den Kreuzfahrttourismus diskutiert

Glawe: Unverzichtbarer Bestandteil der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – breites Unterstützungsangebot für Branche

Nr.302/19  | 18.10.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Im Landtag in Schwerin ist am Freitag die Unterstützung für den Kreuzfahrttourismus diskutiert worden. „Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er ist ein wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren kontinuierlich wächst. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Kreuzfahrttourismus in verschiedenen Bereichen. Hierzu zählen innovative und nachhaltige Themen im Kreuzfahrtsegment: Angefangen vom Bau von Kreuzfahrtschiffen z. B. auf den MV WERFTEN und der Neptun-Werft, der Nutzung einer umweltfreundlichen neuen AIDA-Schiffsgeneration, die zu 100 Prozent mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird, bis hin zur Vermarktung von konkreten Angeboten, z. B. beim ´Rostock Cruise Festival´ in Rostock-Warnemünde“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag im Landtag.

 

Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen

Mit 206 Schiffsanläufen von 44 Schiffen und 923.000 abgefertigten Passagieren schloss Rostock-Warnemünde im Jahr 2018 die bislang erfolgreichste Kreuzfahrtsaison ab. Im Jahr 2019 sind 199 Anläufe von 41 Schiffen an 117 Tagen geplant (04.12.2019 letzter Anlauf). „Im Blickpunkt haben wir unter anderem die Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen für den Kreuzfahrttourismus. Hierzu zählt der Ausbau der Infrastruktur am und um die Häfen“, so Glawe weiter. Bisher wurden die Hansestädte Rostock und Wismar für Investitionen im Zusammenhang mit der Kreuzschifffahrt mit 20,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Verbindung mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Daneben erhielten auch die Hansestadt Stralsund, Usedom und andere Förderungen für Investitionen in die Binnenhäfen, die für Flusskreuzfahrer nutzbar gemacht wurden.

 

Des Weiteren fördert das Wirtschaftsministerium die geplante 2. Ausbaustufe des Seetouristischen Informationszentrums (SIO) zur Erhöhung der Abfertigungskapazitäten in Warnemünde. Darüber hinaus wird die Hansestadt Rostock bei der Errichtung einer Landstromanlage in Warnemünde unterstützt, um Emissionen zu reduzieren. „Zur Zeit befinden wir uns mit der Hansestadt Rostock in Gesprächen zur Erweiterung der Liegeplatzkapazitäten für Kreuzfahrer und wir werden diesen Ausbau unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

 

Investitionen in den Kreuzfahrtschiffbau

An den Standorten der MV WERFTEN in Rostock, Wismar und Stralsund sowie auf der Neptun Werft in Rostock wird mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums die maritime Entwicklung weiter vorangetrieben. „Aufgrund der guten Auftragslage aller Werften, die zum Teil bis in das Jahr 2024 reicht, werden neue Mitarbeiter eingestellt und es wird in erheblichem Maße investiert“, sagte Glawe. Neben dem Bau von Schiffen wird auch in die Infrastruktur vor Ort investiert. So haben die MV WERFTEN und die Neptun Werft jeweils eine neue Schiffbauhalle in Betrieb genommen und die MV WERFTEN Fertigmodule GmbH hat eine zusätzliche Lagerhalle errichtet.

 

Unverzichtbarer Bestandteil der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

„Kreuzfahrttouristen stärken auch die heimische Wirtschaft vor Ort“, betonte Glawe. In der Saison 2019 werden mehr als 20 Millionen Euro von Seereisenden und Besatzungsmitgliedern insbesondere im lokalen und regionalen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe, öffentlichen Personennahverkehr, bei Taxiunternehmen und Parkplatzbewirtschaftern in Warnemünde, Rostock und Umgebung ausgegeben (Quelle: Studie der Universität Rostock zum Ausgabeverhalten der Passagiere und Crew-Mitglieder). „Der Kreuzfahrttourismus ist und bleibt mit all seinen Facetten ein unverzichtbarer Bestandteil der Wirtschaft in unserem Land“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.