Backhaus übergibt Waldbrandschutzkonzept für Lübtheen an den Bund

Nr.178/2019  | 04.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität.“ – Darin waren sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Landesumweltminister Dr. Till Backhaus heute in einem Gespräch auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen einig.

„Klar ist auch, dass sich so ein Ereignis nicht noch einmal wiederholen darf. Der Bund als Flächeneigentümer muss helfen und nun endlich ein Konzept zur Sanierung munitionsverseuchter Flächen vorlegen“, unterstrich Backhaus. Die Kampfmittelberäumung müsse sich dabei zunächst auf den dauerhaften und wirkungsvollen Schutz der 15 Ortschaften konzentrieren, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen Truppenübungsplatz befinden. Dazu gehöre, Flächen in einem Radius von 1.000 Meter um die Dörfer von Munitionsaltlasten zu befreien und mit feuerhemmenden Laubbäumen, wie Roteichen oder Buchen neu zu bewalden. Insgesamt gehe es um eine Fläche von 700 Hektar, auf der die Umsetzung dieser Maßnahmen notwendig wäre.

Ergänzt werden müssten diese Schritte durch weitere Maßnahmen zum Waldbrandschutz, sagte Backhaus. Durch das Umweltministerium wurde gemeinsam mit den Beteiligten in den vergangenen Monaten ein umfängliches Papier erarbeitet, das Minister Backhaus heute an Ministerin Schulze übergab. Dieses sehe unter anderem Waldbrandriegel aus feuerhemmenden Laubbäumen an der auf dem Truppenübungsplatz befindlichen Ringstraße vor. So könnten Waldbrände aus dem Innenbereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes bereits an der Ringstraße wirksam gestoppt werden.

Darüber hinaus sprach sich Backhaus dafür aus, in der Nähe des Areals Tiefenbrunnen anzulegen, um künftig ausreichend Löschwasser vorhalten zu können.

Um alle Maßnahmen umsetzen zu können, werden Kalkulationen zufolge rund 35 Millionen Euro gebraucht, informierte Backhaus. Den Bund sehe er in der Pflicht, sich an der Finanzierung dieses Projekts zu beteiligen.