Wesentliche Änderung einer Biogasanlage am Standort Stolpe

Bekanntmachung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg vom 16.11.2018 gem. § 5 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

Nr.B 38/2018  | 19.11.2018  | StALU WM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

Herr Bernd Pahl, Schulstraße 2, 19372 Stolpe beantragt die Wesentliche Änderung einer Biogasanlage durch die Erhöhung der Feuerungswärmeleistung von bisher 989 Kilowatt auf 2.905 Kilowatt bei einer Produktionskapazität von 2,19 Mill. Normkubikmetern Rohgas je Jahr durch Aufstellen eines zusätzlichen BHKW im Container zur bedarfsgerechten Energieerzeugung (Flexibilität) und eines Wärmespeichers / Pufferspeicher zur bedarfsgerechten Energieerzeugung (Flexibilität) am Standort 19372 Stolpe, Gemarkung Stolpe, Flur 3, Flurstücke 118/4 und 120/1.

 

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg als Genehmigungsbehörde hat eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Absatz 2 Nummer 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), das durch Artikel 1 des Gesetzes vom 08. September 2017 (BGBl. I S. 3370) geändert worden ist, durchgeführt.

 

Die Prüfung hat im Ergebnis dazu geführt, dass von dem Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.

 

Wesentliche Gründe für das Nichtbestehen der UVP-Pflicht nach § 5 Absatz 2 Satz 2 und 3 UVPG ergeben sich aus der Geringfügigkeit der Anlagenerweiterung und den damit verbundenen Auswirkungen insbesondere durch Geräusche und Luftschadstoffe. Der zusätzliche BHKW Container wird auf dem vorhandenen Betriebsgelände errichtet. Weitere zusätzliche Veränderungen an der Biogasanlage sind nicht geplant.

Somit sind keine relevanten Auswirkungen auf die Schutzgüter zu erwarten.

                                                                                                               

Diese Feststellung ist gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 des UVPG nicht selbstständig anfechtbar.

 

Die Genehmigungsbehörde wird über den Antrag nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) entscheiden.