Schwesig lobt Arbeit Landwirte und fordert mehr Wertschätzung für sie

Nr.262/2018  | 07.10.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

„2018 war für die landwirtschaftlichen Betriebe ein besonders hartes Jahr – auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Dürre und hohe Temperaturen haben den Bäuerinnen und Bauern auch wirklich alles abverlangt. Davon habe ich mich bei meiner Erntebereisung überzeugen können. Ich habe aber auch gespürt, dass niemand den Kopf in den Sand gesteckt hat und mit welchem großen Engagement alle dabei waren, um das bestmögliche Ernteergebnis einzufahren. Dafür gilt allen Landwirtinnen und Landwirten ein großes Dankeschön“, erklärte Ministerpräsidentin beim diesjährigen Landeserntedankfest in Dummerstorf im Landkreis Rostock. 

Es sei richtig, das Erntedankfest auch in schwierigen Situationen zu feiern. „Es ist ein besonderes Fest und eine gute Tradition, die uns bewusst macht, dass gesunde Lebensmittel nicht selbstverständlich sind, dass der Kreislauf von Saat über Ernte bis zur Verarbeitung schwere Arbeit ist, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. So haben wir in diesem Sommer besonders eindrucksvoll erlebt, wie auf der einen Seite die Tourismusbranche zugelegt hat, während die Landwirtschaft mit Hitze und Trockenheit kämpfen musste.“ 

Es sei richtig und wichtig, dass Bund und Land schnell geholfen haben. „Wir haben verschiedene Sofortmaßnahmen ergriffen: den Aufschub für Steuern, oder der Stundung von Raten bei öffentlichen Darlehen und bei den Pachten für Landesflächen. Und gemeinsam mit dem Bund gibt es finanzielle Unterstützung“, betonte Schwesig und verwies auf das Schadensausgleichsprogramm der Länder, an dem sich der Bund mit bis zu 170 Millionen Euro beteiligt. MV stehen davon rund 25 Millionen zur Verfügung. Nochmal 25 Millionen hat der Finanzausschuss des Landtags einstimmig bewilligt. „Das ist eine wichtige Unterstützung für unsere Landwirte.“

Die Regierungschefin forderte mehr Respekt für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern: „Leider fehlt oft die Wertschätzung für das, was die Landwirte für uns alle leisten. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Das müssen wir uns immer wieder bewusst machen. Die in der Landwirtschaft Beschäftigten leisten hervorragende Arbeit. Darauf können sie stolz sein – auch in Zukunft.“