Wieder hohe Waldbrandgefahr – im Südwesten Gefahrenstufe 4

Nr.249/2018  | 20.07.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 

„Die Trockenheit macht uns auch weiter zu schaffen“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. Nach einer kurzzeitigen Entspannung in Sachen Waldbrandgefahr infolge der Niederschläge in der vergangenen Woche bestehe in Teilen des Landes erneut eine hohe Waldbrandgefahr. Für den Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns (Forstamt Jasnitz, Landkreis Ludwigslust-Parchim) gilt seit gestern die Waldbrandgefahrenstufe 4. „Mit Blick auf die Wettervorhersagen ist damit zu rechnen, dass sich die Waldbrandgefahr im Laufe der nächsten Wochen auch in den anderen Landesteilen weiter erhöht“, sagt der Minister. Gleiches gelte auch für die Gefahr von Feldbränden.

Deshalb fordert der Minister die Bevölkerung erneut auf, sorgsam zu handeln. Auch die Landwirte erinnert er noch einmal dringend an ihre Verpflichtungen zum vorbeugenden Waldbrandschutz. „Während der laufenden Erntearbeiten in der Landwirtschaft sind Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, um Feldbränden und dadurch verursachten Waldbränden vorzubeugen,“ so Backhaus.

In diesem Zusammenhang verweist er auf die seit 2016 geltende Waldbrandschutzverordnung, insbesondere auf § 5 der Verordnung. „Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 ist bei der Getreideernte auf Feldern am Wald mit Beginn des Mähdrusches ein 2 Meter breiter gepflügter Wundstreifen anzulegen“, betont der Minister. Das Anlegen des Wundstreifens mit Grubber oder Scheibenegge habe sich als nicht ausreichend erwiesen. Auch dürfe kein Holz oder gar Stroh am Feldrand gelagert werden.

Ausgehend von den Erfahrungen des Waldbrandes bei Groß Laasch werde die Waldbrandschutzverordnung derzeit überarbeitet. „In der Zwischenzeit appelliere ich an die Landwirte, die Vorgaben der Verordnung umzusetzen und die geforderten Wundstreifen bereits jetzt freiwillig in einer Breite von 6 Metern zu pflügen“, so Backhaus. Nur so sei es möglich, die Anzahl der Wald- und Feldbrände auch weiterhin möglichst gering zu halten.

Bislang sind im Verlauf des Jahres 2018 insgesamt 28 Waldbrände mit einer Gesamtfläche von knapp 12 Hektar zu verzeichnen. „Man kann sagen, wir sind bislang mit einem blauen Auge davongekommen. Deshalb müssen wir gemeinsam alles daran setzen, dass keine weiteren Brände dazukommen“, sagt der Minister auch mit Blick auf die katastrophalen Waldbrände in Schweden. Der Zivilschutz in Schweden spricht gegenwärtig von mehr als 40 Waldbränden auf 20.000 Hektar im ganzen Land, 15 Waldbrände sollen demnach außer Kontrolle geraten sein.