Landeszootag 2018 steht im Zeichen von Hummel, Biene und Co

Nr.231/2018  | 04.07.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat in Greifswald den heutigen Landeszootag eröffnet. Der seit 2011 alljährlich durchgeführte Aktionstag von Landeszooverband und Umweltministerium steht dieses Jahr unter dem Themenschwerpunkt „Hummel, Biene & Co – Insekten auf der Spur“. „Auch wenn die Insekten keine klassischen Zootiere sind, baue ich auf die tatkräftige und bildungspolitische Unterstützung der zoologischen Einrichtungen unseres Landes“, sagte der Minister.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern hat im April dieses Jahres die Landesinitiative „Mehr Respekt vor dem Insekt!“ gestartet. Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog soll dem dramatischen Insektensterben entgegengewirkt werden. Die Kosten für die Umsetzung der Insektenschutz-Strategie werden auf etwa 2 Millionen Euro geschätzt.

Backhaus verwies auf die ökologischen und ökonomischen Leistungen von Insekten. Ein Drittel aller Nahrungsmittel ist auf blütenbestäubende Insekten zurückzuführen. Bestimmte Insektenarten sind außerdem effektive Schädlingsbekämpfer, Abfallverwerter und verbessern die Fruchtbarkeit und Belüftung des Bodens.

Im Heimattierpark Greifswald wurde dem Minister die außerschulische AG „Kleine Imker“ vorgestellt und er traf eine Schulklasse, der beim Rundgang um den Tierparkteich die Arbeit von Wespen, Hummeln und Hornissen im Tierpark erläutert wurde. 

Danach besuchte Minister Backhaus zwei zoologische Einrichtungen auf der Insel Usedom. Im Tropenzoo Bansin, dem kleinsten Zoo Deutschlands, besichtigte er eine neu aufgebaute Kolonie Blattschneiderameisen. Diese Insekten können einerseits auf Plantagen großen Schaden anrichten, aber auf der anderen Seite durchwühlen sie beim Nestausbau den Dschungelboden derart, dass er zehnmal fruchtbarer werden kann.

Backhaus würdigte die zoologischen Einrichtungen des Landes als außerordentlich bedeutsame Lern- und Erholungsorte. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Im Rahmen der Natur- und Umweltbildung komme ihnen eine herausragende Bedeutung zu.

Der einzige Landeszooverband Deutschlands hat 20 Mitglieder. Jährlich besuchen rund 3 Mio. Gäste diese zoologischen Einrichtungen, die von Umweltpädagogen aus 35 Einrichtungen des Landes unterstützt werden.