Baumpflanzaktion der Landesforst zum internationalen Tag des Baumes

Nr.112/2018  | 25.04.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Zum diesjährigen Tag des Baumes veranstalten die Forstämter der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern noch bis zum 27. April Baumpflanzaktionen, an denen auch Kinder aus Grundschulen und Kindertagesstätten mitwirken. Gepflanzt werden u. a. etliche Exemplare der Esskastanie (Castanea sativa ) – sie ist der Baum des Jahres 2018.

Zudem pflanzen die Leiter der Landesforstbetriebe Deutschlands am Rande ihres jährlichen Geschäftsführertreffens in MV heute Nachmittag im Schlosspark Ludwigslust eine Baumgruppe aus drei Esskastanien. „Ich freue mich sehr, dass die Geschäftsführer der Landesforstbetriebe den Tag des Baumes zum Anlass nehmen, den bei den letzten Herbststürmen 2017 stark in Mitleidenschaft gezogenen Schlosspark in Ludwigslust um eine Baumgruppe aus Esskastanien zu ergänzen. So hinterlassen Forstleute aus allen Bundesländern sichtbare Spuren in der größten Parkanlage in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Der Schlosspark, der im 19. Jahrhundert vom Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné zu dem heutigen Landschaftspark umgestalteten wurde, ist mit etwa 127 Hektar Fläche der größte seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern.

Der internationale Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton im Jahr 1872 zurück. Ursprünglich am 10. April werden seither Bäume gepflanzt. 1951 beschlossen die Vereinten Nationen, jährlich am 25. April den Tag des Baumes zu begehen, um Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. In Deutschland wurde der „Tag des Baumes“ erstmals am 25. April 1952 begangen.

Die Esskastanie (Castanea sativa) war im Oktober 2017 von der „BAUM DES JAHRES – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ und deren Fachbeirat, das „Kuratorium Baum des Jahres“, zum Baum des Jahres 2018 bestimmt worden. Der offiziell auch Edel-Kastanie genannte Baum bekam seinen deutschen Namen erst im 15. Jahrhundert. Er wurde damals vom lateinischen Baumnamen ‚castanea‘ entlehnt, den die Römer wiederum von den Griechen (‚kastana‘) übernommen hatten. Obwohl außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets, hat die Esskastanie in Deutschland ausreichend warme Standorte gefunden, auf denen sie sich voll entfalten und längerfristig behaupten kann. Aufgrund des hohen Brennwertes ihres Holzes und ihrem schnellen und kräftigen Neuaustrieb nach dem Absägen gibt es hierzulande Überlegungen, den Baum in Plantagen mit Erntezyklen unter zwanzig Jahren zur Energieholzproduktion anzupflanzen.