Öffentlichkeitsbeteiligung zum Meeresschutz startet heute

Nr.051/2018  | 01.03.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die Berichtsentwürfe zum aktuellen Umweltzustand der deutschen Nord- und Ostseegewässer sind ab heute bis zum 31. August 2018 öffentlich einsehbar. Während der kommenden sechs Monate kann jedermann zu den von Bund und Küstenländern gemeinsam vorbereiteten und veröffentlichten Entwürfen Stellung nehmen. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt veröffentlicht die beiden Berichtsentwürfe zum Zustand der deutschen Ostseegewässer 2018 und zum Zustand der deutschen Nordseegewässer 2018.

Die Unterlagen sind ab heute im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in der Goldberger Straße 12 in Güstrow ausgelegt und zu den Geschäftszeiten einsehbar. Außerdem sind die Entwürfe auf der Internetseite www.meeresschutz.info und über https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/oeffentlichkeitsbeteiligung-zu-meeresschutz-berichten/ einsehbar. Auf der Internetseite wird auch ein Formular angeboten, mit dem Stellungnahmen und Anregungen unkompliziert übermittelt werden können.

„Ich wünsche mir eine rege Beteiligung der Bürger und Institutionen an dem für das Küstenland Mecklenburg-Vorpommern so wichtigen Zukunftsthema“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Am 15. Juli 2008 trat die Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) in Kraft. Die Mitgliedstaaten sind seitdem aufgefordert, auf einer wissensbasierten Grundlage die notwendigen Strategien zu entwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, um spätestens bis zum Jahr 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen. „Eine Trendwende zum Besseren ist zwar erreicht, und im Vergleich zu den Berichten von vor sechs Jahren hat sich der Umweltzustand der deutschen Ostseegewässer insgesamt leicht verbessert“, so Minister Dr. Backhaus. „Dennoch wird der gute Zustand der Meeresumwelt in der Ostsee wie auch der Nordsee weiterhin klar verfehlt. Ein Grund für die langsame Erholung ist die lange Verweilzeit des Wassers von durchschnittlich 30 bis 35 Jahren in der Ostsee. Dadurch bleiben uns die Sünden aus der Vergangenheit in der Ostsee leider lange und über das Jahr 2020 hinaus erhalten“, erläuterte Dr. Backhaus. Positive Effekte durch die Verringerung der Nährstoffeinträge in die Gewässer des Landes werden erst Jahrzehnte später auch in der Ostsee sichtbar – und auch nur dann, wenn sich alle Ostseeanrainer beteiligten, so der Minister. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird sich der Daueraufgabe des Ostseeschutzes weiterhin konsequent stellen, denn die Meeresumwelt ist gerade für Mecklenburg-Vorpommern ein kostbares Erbe, das zum Wohle zukünftiger Generationen geschützt und erhalten werden muss“, sagte Backhaus weiter.

Die Berichte zur Umsetzung der europäischen Meeresschutz-Richtlinie werden im sechsjährigen Turnus der EU-Kommission vorgelegt.