Nachhaltigkeitsstrategie – Thema im Landtag

Glawe: Nachhaltigkeit durch wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Ausgewogenheit und ökologische Verträglichkeit

Nr.115/17  | 05.04.2017  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Im Landtag ist das Thema Nachhaltigkeitsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. „Die Landesregierung verfolgt eine nachhaltige politische Entwicklungsstrategie. Diese verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Ausgewogenheit und ökologische Verträglichkeit miteinander. Sie erhält und schafft die Grundlagen für ein lebenswertes Mecklenburg-Vorpommern aus eigener Kraft. Wir werden diesen nachhaltigen Kurs fortsetzen und auch neue Wege gehen, um den Herausforderungen gerecht zu werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch im Landtag.

 

Kernpunkte der nachhaltigen Entwicklungsstrategie

Die Kernpunkte der nachhaltigen Entwicklungsstrategie der Landesregierung sind in der aktuellen Koalitionsvereinbarung festgeschrieben. Wirtschaftsminister Glawe ging im Landtag auf einige Punkte ein:

Die wirtschaftliche Entwicklung gilt es weiter auszubauen, um die Grundlagen für ein „Mecklenburg-Vorpommern aus eigener Kraft“ zu schaffen. 2016 wurde mit 41,4 Milliarden Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet. „Ein Schwerpunkt ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um attraktiver Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitslosigkeit weiter deutlich abzubauen. In den vergangenen 10 Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um rund 75.000 angewachsen. Die Arbeitslosigkeit hat sich mehr als halbiert“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe.

Ein weiterer Kernpunkt ist die solide Finanzpolitik, die Schulden abbaut und Rücklagen für Pensionslasten und konjunkturell schwierigere Zeiten bildet. Mit der Schuldenbremse ist der Grundsatz, keine neuen Schulden aufzunehmen, in die Landesverfassung aufgenommen worden.

Die Bildungspolitik ist ein zentrales Thema der Landesregierung, in der mit dem Ziel der Schaffung von Chancengleichheit viel dazu beigetragen wird, die Bedingungen für Kinder, für Schüler sowie für Studenten spürbar zu verbessern.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die finanzielle Unterstützung des massiven Breitbandausbaus gerade im ländlichen Raum als Voraussetzung für die Nutzung der Chancen der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Schlüsselrolle Wirtschaft bei nachhaltiger Entwicklung

Der Wirtschaft kommt eine Schlüsselrolle bei der nachhaltigen Entwicklung zu. Beim Neuaufbau unserer Wirtschaft in den vergangenen 26 Jahren sind wettbewerbsfähige und umweltfreundliche Betriebe entstanden. „Gesetzliche Vorgaben, Kundenanforderungen, das eigene Markenimage und Kosten für Energie und Rohstoffe erfordern, dass die Unternehmen Ziele der Nachhaltigkeit und ein verantwortliches Unternehmertum in die Unternehmensprozesse einfließen lassen. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt“, so Glawe weiter. Sie engagieren sich freiwillig, weil sie dadurch ihre ökonomischen Chancen stärken, ihre Reputation verbessern, Risiken minimieren, zum Schutz der Umwelt beitragen und Fachkräfte binden können.

 

Nachhaltige Unternehmensführung – Vereinbarkeit von Familie und Beruf – 30 Millionen Euro-Paket zur Entlastung

Wenn Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, dann gilt dies auch für den Umgang mit den eigenen Beschäftigten. „Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, Vielfalt zu fördern und jungen wie älteren Menschen eine Chance zu geben – das nützt der Gesellschaft und dem Unternehmen. Gute Arbeitsbedingungen sind Ausdruck verantwortungsvoller nachhaltiger Unternehmensführung und sichern dem Betrieb die notwendigen Fachkräfte“, betonte Glawe. „Die Koalitionspartner werden in dieser Legislaturperiode mit einem 30 Millionen Euro-Paket Eltern bei den Elternbeiträgen entlasten. Auch dies ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

 

Herausforderungen für mehr hochwertige Arbeitsplätze

Wirtschaftsminister Glawe machte im Landtag auch die Herausforderungen deutlich: „Die wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation bauen wir konsequent weiter aus“, so Wirtschaftsminister Glawe. In der Gesundheitswirtschaft arbeiten fast 148.000 Erwerbstätige. „Das entspricht jedem fünften Arbeitsplatz. Mecklenburg-Vorpommern nimmt den bundesweiten Spitzenplatz beim Anteil der Gesundheitswirtschaft am Arbeitsmarkt ein. Seit 2014 kamen 11.400 neue Stellen hinzu. Damit ist die Gesundheitswirtschaft ein Jobmotor im Land. Die Branche bietet noch viel Potential“, sagte Glawe. (Quelle Zahlen: Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) - das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erfasst darin jährlich alle Güter und Leistungen mit Gesundheitsbezug, die in Deutschland erbracht werden.)

Auch die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen trägt zur Nachhaltigkeit bei. „Innovationen sind wichtige Treiber für die nachhaltige Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen. Und Nachhaltigkeitsinnovationen zum Beispiel im Bereich der Energiewende dienen nicht nur dem Klimaschutz, sondern schaffen auch neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze“, erläuterte Glawe im Landtag.

 

Nachhaltige Entwicklung verlangt, Verantwortung wahrzunehmen

Die Gesundheitspolitik hat eine zentrale Bedeutung für eine nachhaltige soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung; ein hohes Gesundheitsniveau und die Gesundheitsversorgung sind wichtige Ziele. „Nachhaltige Entwicklung verlangt, Verantwortung wahrzunehmen – für die Menschen heute wie für kommende Generationen, für unsere Kinder und Enkelkinder, denen wir eine lebenswerte Welt ermöglichen wollen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.